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Yippie Ja Ja Yippie Yippieh Yeah!

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Teichfolie. Manchmal träume ich von Teichfolie, der teuren Kautschukteichfolie aus dem Baumarkt. 200 Quadratmeter habe ich mir gekauft. Wenn schon, denn schon. Und dann stelle ich mir vor, wie ich im Garten stehe. Einen Plan habe ich nicht. Pläne sind für Memmen. Ich habe einen Traum und einen Spaten aus gehärtetem Stahl. Natürlich würde der Aushub mit einem Kleinbagger schneller gehen, aber dafür hätte ich erst eine Zufahrt betonieren müssen. Ein Kinderspiel, rein technisch gesehen. Aber das Rosenbeet meiner Frau wäre draufgegangen. Fand sie nicht so toll.

Also stosse ich den Spaten in die Erde. Eine Million Spatenstiche wird es brauchen, bis der Teich steht: Sumpfzone, Flachwasserzone, Tiefwasserzone. Schon nach den ersten paar Schaufeln Erde spüre ich meinen Rücken. Aber das ist gut so. Ohne Leid keine Liebe. Habe ich im Baumarktmagazin gelesen. Sage ich auch meiner Frau, als sie mich fragt, ob es ein Kübel mit Seerosen nicht auch täte. Zwischendurch gönn ich mir ein frisches Bier aus der Kühlbox. Proste meinem Nachbarn zu, der sich mit einem Bausatz für ein Tomatentreibhaus abmüht. Jeder fängt mal klein an. Manche bringen es nie weiter.

Nach drei Wochen ist das Loch fertig. 200 Schubkarren Sand sind festgeklopft, das habe ich meine Kinder machen lassen. Sollen ruhig lernen, was arbeiten heisst. Beim Transport durchs Rosenbeet sind die «Marie Antoinette» und die «Romanze» umgeknickt. Kann vorkommen. «Tut mir Leid, Liebes», sage ich. Sie sagt nichts.

Bevor ich die Dickblättrige Wasserpest, den Froschbiss und die Wassernuss in den Teich gebe, konstruiere ich noch kurzerhand einen Badesteg. Bis tief in die Nacht hinein heult die Kreissäge im Licht der Bauscheinwerfer. Die Wasserpflanzen stehen unterdessen in der Badewanne. Meine Frau sagt, sie dusche so lange beim Nachbarn.

Nach fünf Nächten sind die Teakholzplanken fachmännisch verlegt, der Teichfilter, die Wasserfallpumpe und die Gartendusche angeschlossen. Und dann der grosse Moment: Der Teich wird geflutet. Stolz schaue ich zu, wie das Wasser steigt – und wie die Freude meiner Frau und der Kinder langsam in Sorge und dann in Panik umkippt. Vielleicht hätte ich den Hang doch besser mit Zugankern sichern sollen? Der ganze Teich – eine Million Spatenstiche – geht bachab, und eine braune Schlammflut wälzt sich durch den Rosengarten meiner Frau und begräbt das Tomatentreibhaus des Nachbarn unter sich. Zum Glück tragen die Kinder Schwimmflügeli.

Gescheitert, aber grandios gescheitert. Baue ich halt einen Terrassengarten. Mit integriertem Reisfeld. Es gibt immer was zu tun. Yippie Ja Ja Yippie Yippieh Yeah!

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