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Zahl der Konkurse zunehmend

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Zahl der Konkurse zunehmend

Mehr Firmen- und Privatkonkurse im Kanton Freiburg

Im Vergleich zum ersten Halbjahr des vergangenen Jahres verzeichnet der Kanton Freiburg dieses Jahr 23 Prozent mehr Konkurse. Auch gesamtschweizerisch sind sie zunehmend.

Von JEAN-LUC BRÜLHART

Die Firmenkonkurse sind weiter auf einer negativen Rekordfahrt. Hat der Kanton Freiburg im Vergleich mit 2001/2002 noch einen Rückgang der Konkurse von 7,8 Prozent verzeichnen können, haben sie ein Jahr später um 31 Prozent zugenommen. Die Branchenstatistik für den Kanton Freiburg zeigt, dass die Konkurse in jeder Branche zunehmend sind. Gesamtschweizerisch wurde eine Zunahme von 11,7 Prozent registriert.

Im ersten Semester 2003 liegt die Anzahl der eröffneten Verfahren im Kanton Freiburg gegenüber Privaten mit 110 um 17 Prozent über den Werten des Vorjahres. Somit hat der Kanton im gesamtschweizerischen Vergleich eine höhere Zuwachsrate in den Privatkonkursen zu verzeichnen.

Rekordwert von 1997 übertreffen?

Vom 1. Januar bis 30. Juni 2003 meldet der Kanton Freiburg eine Zunahme der Konkurse um 23 Prozent gegenüber der gleichen Zeitspanne 2002. In der ganzen Schweiz haben 11,4 Prozent mehr Firmen und Private Konkurs angemeldet als im ersten Semester 2002.

Wenn die Entwicklung weiter so verläuft, rechnet die Wirtschaftsauskunft Creditreform mit einer Anzahl Insolvenzen, die knapp an den höchsten je gemessenen Wert von 1997 (4552 Konkurse) herankommt. Eine kleine Hoffnung bleibt indes: Die Zahl der Konkurse des laufenden Jahres hat sich im Vergleich zum jeweiligen Vorjahres-Monat kontinuierlich reduziert.

Nettowachstum
beinahe 50 Prozent

Creditreform gibt auch die Zahl der Löschungen und Neueintragungen im Handelsregister bekannt. Aus diesen beiden Grössen ergibt sich jeweils das Nettowachstum. Im Kanton Freiburg wurden 453 Neueintragungen im ersten Semester 2003 registriert. Dies entspricht im Vergleich zum ersten Semester des Vorjahres einem Rückgang von 10,8 Prozent. Weil aber auch die Anzahl Löschungen um 109 zurückgingen (-27,3 Prozent), beträgt das Nettowachstum im Kanton Freiburg beinahe 50 Prozent. Von den insgesamt 284 im Handelsregister gelöschten Firmen gehen 93 auf einen Konkurs zurück. Die Schweiz verzeichnet in derselben Zeitspanne eine Abnahme des Nettowachstums um 15,7 Prozent.

Die Branchenstatistik für den Kanton Freiburg zeigt: Jede Branche verzeichnet einen Rückgang der Neueintragungen. Am meisten betroffen sind die Industrie und die verarbeitenden Gewerbe (-32,7 Prozent). Sie verzeichnen auch als einzige Branche ein negatives Nettowachstum (-26,3 Prozent).

Rekord im Baugewerbe

Der Rekord des Nettowachstums stellt das Baugewerbe mit 371,4 Prozent. Dies rührt daher, dass die Anzahl Neueintragungen nur wenig (-8,2 Prozent), die Zahl Löschungen aber erheblich zurückgingen (-37,8 Prozent).

Ebenfalls ein bedeutendes Nettowachstum (106,3 Prozent) gibt es im Gross- und Detailhandel. Es stehen sich dabei -1,6 Prozent neueingetragene -17,3 Prozent gelöschte Firmen gegenüber.

Der Dienstleistungssektor hat ein Nettowachstum von 32,1 Prozent. Es wurden dabei 10,1 Prozent weniger Firmen im Handelsregister eingetragen und 24,7 Prozent weniger Firmen gelöscht.

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