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Zehn Jahre Effizienz im Wald

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Wer sich beim Rundgang um den Schwarzsee auf einer Holzbank ausruht, sitzt auf einem Erzeugnis des Forstbetriebs Schwyberg. Und wenn im steilen Gelände am Gurli oberhalb von Plaffeien per Seilkran Fichten aus dem Wald geholt werden, dann sind auch hier Mitarbeiter dieses Forstbetriebs im Einsatz. Die zwei Beispiele zeigen, wie vielseitig der Aufgabenbereich des Forstbetriebs Schwyberg ist. Mehr Einblick gibt die Equipe am Waldrundgang, den sie zum Zehn-Jahr-Jubiläum am Samstag organisiert (siehe Kasten).

720 Hektaren Wald

Hauptaufgabe des Forstbetriebs Schwyberg ist die Bewirtschaftung eines rund 720 Hektaren grossen Waldgebietes, das grösstenteils am Hang des Schwybergs liegt. Die damaligen Gemeinden Plaffeien, Plasselb und Oberschrot haben diese Revierkörperschaft vor zehn Jahren gegründet, um ihren Wald rationeller zu bewirtschaften – und damit eine Vorgabe des Waldgesetzes umzusetzen. Am Konzept hat sich wenig geändert: Heute bilden nach der Fusion im Oberland noch zwei Gemeinden die Trägerschaft, dafür ist ein kleines Waldgebiet auf Zumholzer Boden dazugekommen.

Für die Trägergemeinden und den Betriebsleiter Pascal Jungo liegen die Vorteile, die damals gestochen haben, immer noch auf der Hand: «Mit grösseren Betriebseinheiten verhindern wir Leerläufe. Die Equipe und die Maschinen sind besser ausgelastet. Früher gingen drei Forstequipen separat in den gleichen Wald.» Jetzt spielen die Gemeindegrenzen keine Rolle mehr. Auf diese Weise kann er besser einteilen, wo er wann Holzschläge veranlasst. «So ist die Holzmenge pro Gemeinde über Jahre verteilt ausgeglichen.»

Diese Einschätzung teilt Alfons Piller, Präsident der Betriebsleitung. Die Diskussionen im Vorfeld der Gründung seien damals nicht immer einfach gewesen, weil es viele kritische Stimmen gegeben habe. «Heute kann ich mit Überzeugung sagen, dass der Entscheid absolut richtig war. Er hat sich bewährt, und ich stehe voll dahinter.»

Einheimische Abnehmer

Durchschnittlich schlägt der Betrieb pro Jahr rund 5700 Kubikmeter Holz. Das Nutzholz geht an regionale Holzverarbeitungsunternehmen, das Hackholz landet in den Schnitzelheizungen, die beispielsweise im Dorfkern von Plaffeien oder im Schulhaus von Plasselb in Betrieb sind. «Wir haben im Kanton Freiburg ein Riesenglück, dass wir grosse Holzabnehmer so nahe haben», sagt Pascal Jungo. Bei der Bewältigung der Schäden durch den Sturm Burglind Anfang dieses Jahres ist das den Forstequipen zugutegekommen. «Der Holzmarkt war eigentlich gesättigt. Doch haben die Holzkäufer trotzdem grosse Mengen an Holz abgenommen, und zwar nicht nur die gute Qualität.» Alles Holz, das der Forstbetrieb nach dem Sturm geräumt habe, sei verkauft und abgeführt – anders als etwa im Kanton Bern, wo noch viel Sturmholz liege.

Dadurch sei das Risiko, dass sich der Käfer ausbreitet, in diesen Wäldern nicht höher geworden, sondern sei auf dem Niveau der letzten Jahre. Man müsse immer dranbleiben, um dem Borkenkäfer standhalten zu können. Fichten, die zu wenig Wasser haben, sind schwächer und damit auch anfälliger für Krankheiten und für den Käfer.

Sinkende Preise

Die Holzkäufer haben dieses Jahr nicht nur Schadholz gekauft, sondern auch frisches Holz. «So konnten wir die gleiche Menge wie sonst verkaufen – allerdings zu moderat tieferen Preisen als vor dem Sturm.» Der schrittweise Preiszerfall macht es den Holzbetrieben nicht einfach. Der Druck durch billiges Holz aus dem Ausland steigt. «Es kommt Fertigware zum halben Preis herein, damit können wir nicht mithalten.» Seit der Gründung vor zehn Jahren schreibt der Forstbetrieb Schwyberg schwarze Zahlen: Letztes Jahr wies er einen Jahresgewinn von 176 000 Franken aus. Ein Teil davon schüttet er den Trägergemeinden aus, ein Teil geht in einen Betriebsfonds, mit dem Anschaffungen finanziert werden.

Dem Forstbetrieb kommt zugute, dass 97 Prozent seines Forstgebiets als Schutzwald eingestuft ist: Der Wald oberhalb von Plaffeien, Oberschrot und Plasselb schützt vor Naturgefahren wie Steinschlägen, Hangrutschen, Murgängen und Erosion. Kanton und Bund unterstützen den Unterhalt dieser Schutzwälder, indem sie die Arbeiten mit Subventionen mitfinanzieren. Ohne diese wären die Bewirtschaftungskosten für die Gemeinden kaum tragbar.

Das sechsköpfige Team besteht aus einem Förster, einem Forstwartvorabeiter, einem Forstwart-Equipenchef, zwei Forstwarten und einem Lehrling. Die grösste Entwicklung, die der Forstbetrieb in den letzten Jahren mitgemacht hat, ist im technischen Bereich. Der Betrieb selbst besitzt einen Raupenschlepper, der speziell für die Holzerei umgebaut wurde – das Gerät kann auch auf schlechten Böden oder an zugänglichen Orten eingesetzt werden. Die übrigen Geräte wie Forstspezialschlepper oder Seilkran mietet der Betrieb stundenweise. Die modernen Verfahren der Holzerei, etwa mit einem Prozessor, erleichterten die Arbeit im Wald nicht nur, «sie tragen auch dazu bei, dass die Motivation steigt».

Arbeiten für Dritte

Eigentliche Waldarbeiten wie Holzerei, Waldpflege und neue Pflanzungen sind aber nur ein Teil des Aufgabenbereichs des Forstbetriebs Schwyberg. Die Equipe führt für die Trägergemeinden und für Private Unterhaltsarbeiten an Alp- und Forststrassen sowie Wanderwegen durch, realisiert Verbauungen, um Hänge und Böschungen stabiler zu machen, und übernimmt Hoheitsaufgaben für den Staat. Sehr wichtige Arbeitgeber sind auch die vier Mehrzweckgenossenschaften, die im Sense-Oberland die Verantwortung für Erschliessungs-, Wasserbau- und Schutzwaldprojekte tragen.

Der Forstbetrieb baut auch Sitzbänke und Tische aus Holz. Pascal Jungo führt für andere Gemeinden zudem die jährliche Kontrolle gegen Feuerbrand an Obstbäumen durch und ist als Schadenschätzer gefragt: So beurteilt er zum Beispiel nach einem Hagelgewitter das Ausmass des Schadens für den Elementarschadenfonds. «Wir sind sehr flexibel und können uns schnell aktuellen Gegebenheiten anpassen.» Das heisst etwa, dass sein Team nach einem Unwetter die Arbeit im Wald unterbricht und innert kurzer Zeit überflutete Strassen und Regenrinnen wieder instand stellt.

Kein Tag wie der andere

Der Betriebsleiter ist stolz darauf, dass sich der Forstbetrieb Schwyberg in diesen zehn Jahren auch einen Namen ausserhalb des Sense-Oberlands gemacht hat. «Die Abwechslung ist so gross wie in keinem anderen Beruf, den ich kenne», sagt er mit Überzeugung. «Kein Tag ist wie der andere. Immer wieder gibt es neue Herausforderungen. Auch wenn es die gleiche Arbeit ist, die Situation ist jedes Mal anders.» Ihm gefalle auch die Arbeit in und mit der Natur. «Alles, was ich entscheide, hat einen Einfluss auf die Natur.» Also müsse er meistens weiterdenken als nur bis morgen oder bis Ende Jahr.

Am Jubiläum will er mit seinen Leuten der Öffentlichkeit die Arbeit im Wald näherbringen. «Wir wollen zeigen, dass die Aufgaben im Wald vielfältig sind und vieles berücksichtig werden muss.» Neben der Schutz- und Nutzfunktion habe auch die Erholungsfunktion einen immer grösseren Stellenwert, der in die Arbeit des Forstbetriebs einfliesse. Ein wenig «Aufklärung» sei notwendig, sagt er. Zum einen, weil heute die Wälder ganz anders bewirtschaftet werden als früher. Zum anderen müsse unter dem Strich auch die Rechnung aufgehen. «Mit der heutigen Marktlage ist es schwierig, allen Bedürfnissen gerecht zu werden und dennoch schwarze Zahlen zu schreiben.»

«Der Entscheid war absolut richtig. Er hat sich bewährt, und ich stehe voll dahinter.»

Alfons Piller

Präsident der Betriebsleitung Forstbetrieb Schwyberg

Zum Programm

Rundgang zeigt Vielfalt des Waldes

Zum Jubiläum lädt der Forstbetrieb Schwyberg am Samstag zu einem aktiven Rundgang in den Hapferenwald bei Plaffeien ein. An zehn Posten zeigen Fachleute die Waldfunktionen: Der Wald schützt vor Naturgefahren, ist Erholungsgebiet und wird wirtschaftlich genutzt. «Wir wollen auch zeigen, dass das Arbeiten im Wald nicht nur schön ist», sagt Betriebsleiter Pascal Jungo und meint damit die lärmenden Maschinen, aber auch das Gefahrenrisiko in steilem und unwegsamem Gelände. Die Besucher erfahren, wie Holzschnitzel produziert werden, welche Tiere und Pflanzen im Wald leben, welche Produkte aus einheimischem Holz entstehen und was der Naturpark Gantrisch bietet. Ausgangspunkt ist der Hof Piller im Hapferen. Dort zeigt Toni Flückiger um 11.30 Uhr, wie virtuos er mit der Motorsäge umgehen kann. Kleinere Besucher können im Schnitzelkasten spielen, sich auf der Hüpfburg und auf dem Traktorparcours austoben, das Försterkino besuchen und gar eine Motorsäge in die Hand nehmen. Da der Platz beschränkt ist, fahren Shuttlebusse von der Firma Extramet und vom Dorfplatz aus auf das Gelände. Auch Besucher, die nicht so gut zu Fuss sind, können teilnehmen: Sie werden mit Kleinbussen bis zur Mitte des Rundgangs chauffiert.

im

Hapferenwald, Plaffeien, Sa., 27. Oktober, 9 bis ca. 16 Uhr, bei jedem Wetter.

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