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Zehn Jahre im steter Bewegung

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Das Alters- und Pflegeheim «Ärgera» in Giffers feiert seinen 10. Geburtstag

Voraussetzungen für ein
Pflegeheim waren geschaffen

Der Verwaltungsrat hatte zum 10-jährigen Bestehen ehemalige und heutige Behördemitglieder, Delegierte, Sozialdienste und Ärzte eingeladen. Sie wurden am Samstag im Rahmen eines festlichen Mittagessens von der Heimküche verwöhnt. Musikalisch umrahmt wurde der Anlass durch Darbietungen des Heimchörlis unter der Leitung von Sr. Pia sowie durch einen Auftritt der Jagdhornbläsergruppe Diana Sense. Das Altersheim ist in den vergangenen zehn Jahren nicht stillgestanden. Schon kurz nach der Eröffnung zeichnete sich ab, dass solche Einrichtungen aufgrund der zunehmenden Pflegebedürftigkeit inskünftig nicht nur als Alters-, sondern vor allem auch als Pflegeheim verwendet werden muss. Glücklicherweise hatte man bereits während der Bauzeit gewisse Voraussetzungen geschaffen, die eine Umwandlung begünstigten. Diese wurde am 1. Mai 1995 rechtskräftig.

Ursprünglich 28 Heimplätze

Das damalige Konzept habe sich in der Praxis im Grossen und Ganzen gut bewährt, erklärte Architekt Paul Schaller, lediglich einzelne Anpassungen waren im Verlauf der Zeit notwendig geworden. So mussten die ursprünglich 28 Plätze wegen grosser Nachfrage erhöht werden. Durch Umbau der Heimleiterwohnung sowie der Angestelltenzimmer gewann man acht zusätzliche Plätze. Dadurch ergaben sich aber auch Engpässe im Ess- bzw. Aufenthaltsraum.

Dieses Problem wurde nach eingehender Planung durch den Anbau eines Wintergartens von rund 70 Quadratmetern gelöst. Dieser gedeckte Aussensitzplatz hat sich mittlerweile sehr bewährt. Wie Paul Schaller ausführte, hat man darüber hinaus im ersten Stock eine Vergrösserung des Sitzungszimmers gewonnen.
Als letzte grössere Investition wurden im letzten Jahr die Zusatzzimmer im Dachgeschoss mit einem Treppenlift versehen. Für dieses Jahr ist vorgesehen, einen Teil der Fenster zu sanieren. Paul Schaller gratulierte zum Schluss der Heimleiterin Hedi Roos zu ihrer engagierten Arbeit, sie habe zusammen mit ihrem Team aus diesem Haus ein echtes Heim gemacht, betonte er.

Gute Lebensqualität

Glückwünsche kamen auch von Oberamtmann Marius Zosso, der allen Verantwortlichen zum reibungslosen Betrieb gratulierte. Das Heim sei heute nicht mehr wegzudenken. Veränderte gesellschaftliche Strukturen hätten den Bau notwendig gemacht, es brauche Einrichtungen, die den betagten Mitmenschen eine gute Lebensqualität bieten, betonte er. Er sei überzeugt, dass das Team um Heimleiterin Hedi Roos diese Aufgabe zu 100 Prozent erfülle.

Ein wichtiges Anliegen war dem Oberamtmann, dass die verschiedenen im sozial-medizinischen Bereich tätigen Dienste gut zusammenarbeiten. Spital, Heime, Spitex, Ärzte sowie Organisationen wie Pro Senectute, Pro Infirmis, Mahlzeitendienste, Passe-Partout usw. sollen nicht nur vernetzt denken, sondern auch so handeln.

36 Pensionäre,
von 41 Angestellten betreut

Alle Angebote müssen wie Mosaiksteine zusammenpassen, alle Bereiche abdecken und ein lückenloses Bild ergeben, führte Marius Zosso aus. Zum Schluss dankte er allen Verantwortlichen, namentlich den vier Trägergemeinden, dass sie die finanzielle Basis schufen, die den Heimbetrieb möglich macht.

Derzeit bewohnen 36 Betagte – 23 Frauen und 13 Männer – das Alters- und Pflegeheim «Ärgera» in Giffers. Die Frauen haben ein Durchschnittsalter von 83 Jahren, die Männer sind durchschnittlich 78 Jahre alt. Sie werden von 41 Angestellten (26 Vollzeitstellen) betreut, wie Verwaltungs-ratspräsident Bernhard Aeby ausführte.
Er erinnerte an die gewaltige Entwicklung, den der Bereich Altersbetreuung und damit das Heim in den letzten Jahren durchgemacht hat. So wurde zum Beispiel bei der Eröffnung nicht zwischen Pensionspreis und Pflegetaxe unterschieden, und es gab auch keine Abstufung verschiedener Pflegestufen (heute vier).
Sein Dank galt den bisherigen Vorstandsmitgliedern, die für die heutige gesunde finanzielle Lage gesorgt hatten, sowie der Heimleiterin, welche die zehn sehr bewegten Jahre stets umsichtig gemeistert hat.

Schwierige Personalsuche

«Die grundlegendste Veränderung in den letzten zehn Jahren ist sicher die zunehmende Pflegebedürftigkeit», erklärt Hedi Roos in einem kurzen Gespräch mit den FN. Die Leute werden älter. Die Betagten kommen später ins Heim, sind aber auch abhängiger, was an das Personal und die Angehörigen grosse Anforderungen stellt.

Damit verbunden ist auch der zunehmende Personalbedarf. Das grösste Problem, mit dem Hedi Roos heute zu kämpfen hat, ist die Suche nach qualifiziertem Personal. Als anerkanntes Pflegeheim müsse man die Vorschriften der kantonalen Behörden erfüllen, obwohl es sehr schwierig sei, medizinisch ausgebildetes Personal zu finden. Sie hofft deshalb unter anderem, dass bald auch der Beruf der Betagtenbetreuerin anerkannt wird.

Flexibilität und Abwechslung

Die Räumlichkeiten des Heims in Giffers haben sich ihrer Meinung nach sehr bewährt, vor allem der Anbau des Wintergartens stösst allseits auf Anerkennung. Auf die Frage, was ihr persönlich am besten an ihrer Tätigkeit als Heimleiterin gefällt, antwortet sie: «Die Flexibilität, die von so einer Stelle gefordert wird, die Möglichkeit, mit den unterschiedlichsten Menschen in Kontakt zu kommen, und die grosse Abwechslung, die diese Arbeit mit sich bringt.»

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