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Zehn Jahre Kammerorchester Freiburg gefeiert

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Am Samstagabend im Equilibre wurde jedem klar, dass Beethovens letzte Sinfonie mit Schillers «Ode an die Freude» ein besonderes Konzert war und nicht einfach eine Repertoire-Aufführung des Freiburger Kammerorchesters FKO. Nach dem Schlussakkord erhob sich das festlich gestimmte Publikum spontan und bedankte sich mit begeistertem Applaus.

Grandioses Chorfinale

Es gab wunderbare Momente, wo man sich mit allen im Raum, mit den Sängern, dem Orchester, den Zuhörern eins fühlte. Besonders der dritte Satz «Adagio molto e cantabile» hatte es den Zuhörern angetan. Unter der dezidierten Leitung von Laurent Gendre interpretierte das 60-köpfige Orchester das Adagio zurück­haltend, verhielt sich vorab im Pianobereich und schaffte so eine faszinierende Stimmung: Welche Ruhe, welcher Trost strömte von diesem Adagio aus. Man hätte eine Stecknadel fallen hören – so leise und gespannt war das Publikum. Kurzfristig konnte man sich einlullen lassen, bis wiederum die Schreckensfanfaren den vierten Satz einleiteten. Der zweite Satz, das «Molto vivace», hingegen gelang etwas weniger überzeugend. Man hätte sich eine etwas differenzierte Gestaltung gewünscht.

Der vierte Satz mit dem Chorfinale bildete den krönenden Abschluss der Sinfonie. Die über 80  Sängerinnen und Sänger des Ensembles Orlando und des Kammerchors der Uni Freiburg, mit dem Pascal Mayer das Werk einstudiert hatte, liessen Schillers «Ode an die Freude» in strahlendem Licht erscheinen: mit differenzierter Dynamik, einer weitgehend guten Aussprache und Intonationssicherheit auch in den Spitzentönen. Weniger gut passten die Stimmen des Solistenquartetts zusammen. Wohl en­gagiert, aber mit Tendenz zum Übertönen präsentierten sich die Solisten Claude Eichenberger, Mezzosopran, Thomas Bauer, Bariton, Rachel Harnisch, Sopran, und der Tenor Bernhard Richter. Grosse Aufmerksamkeit zogen wiederum die Bläserinnen und Bläser des FKO auf sich. Ihr Spiel war durchwegs prachtvoll, präzise und klangschön.

Aktueller denn je

«Freude, schöner Götterfunken» ist zum Leitmotiv für Frieden und Völkerverständigung geworden. So gehört der berühmte Jubelchor mittlerweile zum Pflichtprogramm europäischer Grossereignisse. Er erklang 2017 in der Hamburger Elbphilharmonie beim G20-Gipfel. In Berlin führte Bernstein die «Neunte» zur Wiedervereinigung Deutschlands auf. Seit 1985 ist der Jubelgesang offizielle Europahymne. Beethovens letzte Sinfonie bewegt sich im Bereich des Schauers, der Furcht, des Entsetzens und des Schmerzes. Das Musikgenie schrieb sie in völliger Taubheit. Es ist die einzige Sinfonie, die sich wieder der Sprache öffnet. Bei der Uraufführung 1824 in Wien brach das Publikum in Jubel aus. Beethoven selber konnte sie aber nicht hören.

Anspruchsvoll und kostenintensiv

Dirigent Laurent Gendre hat wohlweislich das Werk vorausgenommen, bevor es vielleicht 2020 europaweit die Hitparaden anführt. Es ist ja auch kein Werk, dass man so unbedacht ins Programm aufnehmen kann. Zu gross ist der Aufwand mit über 140 Musikerinnen und Musikern und mit einem Budget von rund 150  000 Franken. Doch der Zustrom am Wochenende hat gezeigt, dass das FKO mit der «Neunten» die richtige Wahl getroffen hat.

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