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«Ziegen sind Wundernasen und viel heikler zu halten als andere Tiere»

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Autor: karin aebischer

Neben 13 Mutterkühen und zwei Kälbern tummeln sich im Stall von Erwin Gugler in St. Silvester ebenfalls 22 Ziegen. Nach fünfmonatiger Tragzeit hat eine Ziege am vergangenen Montag das Zicklein «Quitte» geworfen. «Meine Frau und ich sind meistens bei der Geburt dabei», sagt der 48-jährige Landwirt. Diese dauere meist nur fünfzehn Minuten. «Eine Viertelstunde nach der Geburt springen die Zicklein schon im Stall umher», meint Gugler, der seit 24 Jahren Ziegen züchtet.

Es darf nicht zu kalt sein

Erwin Gugler hat sichtlich Freude an seinen Ziegen, obwohl sie nicht so pflegeleicht wie andere Tiere sind. «Sie sind heikler als Kühe. Kälte mögen sie überhaupt nicht leiden. Damit sie sich wohlfühlen, sollte es im Stall immer zehn bis zwölf Grad warm sein», erläutert er und fügt hinzu, dass Ziegen auch für Krankheiten viel anfälliger seien als ihre Stallgenossen. «Vor zehn Jahren musste ich aufgrund der Ziegen-Krankheit CAE (Caprine Arthritis Encephalitis) fast alle Tiere schlachten lassen. Damals musste ich quasi wieder von vorne anfangen», sagt Gugler rückblickend.

Rudeltiere

Gibt es auf dem Hof der Guglers etwas Neues zu entdecken, verhalten sich die Ziegen immer am «gwundrigsten». «Es sind ?Wundernasen?, die sich nur im Rudel so richtig wohlfühlen», meint Gugler. Heute hält der Landwirt nebst Ziegen und Kühen auch zwei Pferde, zwei Hunde, Hühner, Katzen und Vögel.

Den Sommer verbringen Erwin und Bernadette Gugler seit 22 Jahren mit der ganzen Tiermannschaft auf der Wusta im Plasselbschlund unterhalb des Käsebergs. Jeweils von Ende Mai bis Ende September betreiben sie dort eine kleine Buvette. In dieser Zeit produziert die Familie Gugler ihren eigenen Ziegenkäse und verkauft diesen in der Buvette. «Ziegenmilch hat einen viel geringeren Fett- und Eiweissgehalt als Kuhmilch», erklärt Erwin Gugler den Unterschied. Die 22 Ziegen liefern dem Landwirt zurzeit 75 bis 80 Liter Ziegenmilch pro Tag. «Im Winter machen wir keinen Käse daraus. Wir geben die Milch den Zicklein oder den Kälber zum Trinken.»

Erfolg an der BEA

Beim Züchten achtet Erwin Gugler auf die Abstammung des Bocks und die Milchzusammensetzung. Mit seinen Saaneziegen nimmt er auch regelmässig an Ziegenschauen teil. Am 12. April wird er mit dreizehn seiner Tiere an die Ziegentagung nach Bulle reisen. An der BEA hat er im vergangenen Jahr mit dem Ziegenbock Karo an der Elite-Ziegenschau der Region den zweiten Platz erkoren. «Die Ziegen machen uns Freude. Auf diesen Tieren wollen wir aufbauen», meint er.

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