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Zu Lebzeiten schon im Kreise der Legenden

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Steinstösser Markus Maire und Schwinger Hans-Peter Pellet vor dem Unspunnenfest

Autor: Von GUIDO BIELMANN

Die Öffentlichkeit kennt Markus Maire und Hans-Peter Pellet als Steinstösser bzw. Schwinger. In diesen Sparten haben beide schon etliches Aussergewöhnliches geleistet. Markus Maire gewann am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest 2004 in Luzern das Steinstossen mit 4,11 m. Das ist der aktuelle Rekord mit dem Unspunnenstein. Hans-Peter Pellet gewann bereits unzählige Schwingfeste und er ist der einzige zurzeit aktive Schwinger, der über 100 Kränze gewonnen hat. Am Wochenende ist Markus Maire Topfavorit am Unspunnenfest, Hans-Peter Pellet gehört zum erweiterten Favoritenkreis.Dass die beiden Athleten seit 19 Jahren zusammen in der gleichen Firma arbeiten, ist nur Insidern bekannt. Die Brügger-Schreinerei in Plaffeien weiss, welchen Vorteil sie mit den beiden Kraftpaketen hat: Wenn es darum geht, eine Holztreppe zu montieren und 200 kg schwere Stücke zu tragen oder heben, braucht es keinen hydraulischen Heber, denn man hat ja Maire und Pellet. Tatsächlich haben die beiden schon unzählige Treppen und andere schwere Holzobjekte montiert. Meist ist Lienhard Raemy (Schwarzsee) im Dreierteam. Markus Maire: «Klar scheuen sich andere vor solch schweren Stücken. Aber wir können das ja auch nur, weil wir durch unseren Sport trainiert sind. Wenn wir mal nicht mehr trainieren, wird es auch anders sein.»

So elegant wie kein anderer

In der besagten Sage von German Kolly heisst es: «In einem Dorfe des Oberlandes, da steht neben einem alten Bauernhause ein mächtiger Wehrstein, der einer riesigen Kartoffel gleicht und seinen 200 bis 300 Kilo wiegt. An diesem übten ehemals die Söhne des Hauses ihre Kraft. Wer den Stein nicht um das Haus herum tragen mochte, der galt als Schwächling…» Die Parallelen zum kartoffelförmigen Unspunnenstein und zu Markus Maire sind augenfällig.Markus Maire hat am vergangenen Wochenende die «Highland Games» in St. Ursen gewonnen. Dabei hat er seinen ärgsten Widersacher im Steinstossen, Peter Michel (Interlaken), geschlagen. Am kommenden Wochenende am Unspunnnenfest wird wieder ein Duell zwischen den beiden erwartet. Maire gibt aber zu bedenken, dass er vor einem Monat eine Muskelzerrung im Rücken erlitten hat: «Vor den Highland Games ging es eine Woche gut. Deshalb habe ich teilgenommen. Jetzt spüre ich es wieder. Deshalb muss ich mich jetzt schonen.» Aber Markus Maire sieht es locker: «Ich werde am Unspunnenfest von meinen Reserven profitieren müssen.» Der 115 kg schwere und 185 cm grosse Athlet war im Jahr 1992 am Unspunnenfest dabei. Damals wog er 83 kg, und man habe ihn belächelt. Im Jahr 1999 fehlte er. Aber mittlerweile gehört er schon seit einigen Jahren zu den besten Steinwerfern der Schweiz. Seit seinem Sieg am Eidgenössischen 2004 in Luzern gehört er zur Elite. Dies auch, weil er mit 4,11 m den Rekord mit dem Unspunnenstein stiess und Fernsehreporterin Regula Spähni in die Luft hob, als ob sie ein Holzspahn wäre.Seit Luzern weiss jedermann, der Maire am Werk gesehen hat, dass Steinstossen nicht einfach Steinstossen ist: Markus Maire wuchtete bei seinen Stössen den 83,5 kg schweren Stein so elegant schnell und in fliessender Bewegungsabfolge in die Höhe, dass er allein schon dadurch die Konkurrenz in den Schatten stellte. Steinstossen gilt als äusserst technische Sportart, die übrigens in der Schweiz schon seit Jahrhunderten praktiziert wird.Es wird für Markus Maire der letzte grosse Wettkampf sein. Denn der Aufwand mit vier, fünf Trainings pro Woche ist für den zweifachen Familienvater enorm. Zum Trainieren gehört auch das «Kilo-Anfressen». Mehr Muskelmasse bringt mehr Schub. Den ganzen Aufwand betreibt er nur wegen des Steinstossens. Sonst würde er nicht auf diese Art trainieren, sagt er. Später wird er seine 115 kg wieder auf 90 kg herunterfahren, nur indem er nicht mehr trainiert. Und er freut sich irgendwie darauf, wieder normal Velo fahren und in die Berge gehen zu können.Wie Maire reist auch Hans-Peter Pellet mit einem Handicap ans Unspunnenfest. Pellet erkältete sich diese Woche auf den zügigen Baustellen. Pellet hat diese Saison den 100. Kranz gewonnen. Er ist anerkannt der spektakulärste Schwinger der Schweiz und einer derjenigen, vor denen sich jeder fürchtet. Pellet bezwang auch schon Schwingerkönig Jörg Abderhalden. Einer seiner legendären Kämpfe war derjenige gegen Schwingerkönig Adi Käser, mit dessen 115 kg er in die Brücke bzw. rückwärts auf den Kopf flog, den Sturz so auffing und am Ende einen gestellten Gang erreichte.

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