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Zu schnell in Rücklage geraten

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Zu schnell in Rücklage geraten

Gottéron verlor Derby in Bern – Baschkirow gab Einstand mit Assist

Gottéron wartet weiterhin auf seinen ersten Saisonsieg. Im Derby gegen den SCB gabs am Samstagabend im ausverkauften Berner Allmendstadion eine 3:1-Niederlage. Neuzuzug Andrej Baschkirow gab den Pass zum einzigen Freiburger Tor im Mitteldrittel.

Von KURT MING

Jahrelang war richtig Feuer in den Zähringer Derbys. Nicht so am Samstag im ersten Saisonvergleich zwischen diesen beiden alten Rivalen. Einzig auf den Rängen herrschte vor und während dem Match so etwas wie «heiliger Krieg». Auf dem Eis wars vielmehr ein besseres Freundschaftsspiel zwischen zwei Teams, die nach den Niederlagen am Vorabend ziemlich verunsichert wirkten. Dem SCB genügte am Schluss eine Durchschnittsleistung, um Gottéron die sechste Niederlage im achten Spiel zuzufügen.

Berns Blitzstart

Am Freitag lag der SCB in Basel nach wenigen Minuten 3:0 hinten, während Gottéron mit einem gelungenen Start schnell zwei Tore vorlegte. Am Samstag war plötzlich alles anders: Kaum hatte der Match in der vollen BernArena begonnen, hatte der Heimklub dank zwei Toren von Topskorer Bordeleau und Neustürmer Raffainer schon einen schlussendlich vorentscheidenden Vorsprung eingefahren. Beide Male sah die Gästeabwehr nicht gerade gut aus. Der letztjährige ZSC-Stürmer und Schütze des 2:0 spielt beim SCB zusammen mit Thibaut Monnet übrigens im vierten Sturm. Ein solcher kam beim HCF nur sporadisch zum Zuge. Neff und Sassi, die Flügelstürmer von Montandon, bringen einfach in der NLA zu wenig Klasse mit sich, um in einem so hart umstrittenen Spiel Akzente setzen zu können. So gesehen kann sich das McParland-Team Ausfälle wie von Gerd Zenhäusern, der sich in dieser Woche seine Leistenverletzung in Basel bei einem Spezialisten nochmals untersuchen lassen will, im Moment kaum leisten.

Freiburgs Anschlusstor
im Mitteldrittel

Im zweiten Drittel hatte Gottéron plötzlich gleich viele Spielanteile und Chancen wie der SCB. Bührer, in Basel laut McParland nur Durchschnitt, zeigte nun ein paar gute Paraden. Einzig gegen den Treffer von Josh Holden knapp vor Spielmitte konnte der Natihüter nichts ausrichten. Den Pass dazu hatte übrigens Neuzuzug Andrej Baschkirow gespielt. Für kurze Zeit konnten die Freiburger jetzt sogar auf ein drittes Unentschieden in Folge hoffen. Bern schaltete nun kurz wieder einen Gang hinauf, und Eric Perrins 3:1 (37.) war im Nachhinein praktisch schon der Todesschuss für die offensiv biederen Gäste.

Das letzte Drittel warf dann kaum mehr grosse Wellen. Der SCB tat nur noch das Nötigste, um den Vorsprung über die Zeit zu bringen, und Gottéron hatte nicht die offensiven Mittel, um nochmals heranzukommen. Und manch ein Zuschauer aus beiden Lagern sprach beim Nachhausegehen vom wohl schwächsten Derby seit vielen Jahren. Die Zeiten, wo sich Spieler wie Ruotsalainen, Vrabec, Bykow und Chomutow hoch stehende Duelle
lieferten, sind endgültig tempi passa-
ti – eigentlich schade.
Abschlusssorgen beim HCF

Das Gottéron-Torverhältnis von 10:26 spricht eigentlich eine klare Sprache. Das Resultat von 3:1 passt genau in diesen Vergleich hinein. Drei Gegentore in einem Auswärtsspiel in Bern sind alleweil nicht so schlecht. Was im Moment bei den Freiburgern gemäss den beiden Trainern McParland/Bader nicht stimmt, ist die Torausbeute. Kommt noch dazu, dass 8 der 10 Tore in Überzahlsituationen erzielt wurden. Auch auf der Allmend, wo der Einsatz der Mannschaft laut Trainer McParland stimmte, hätte man aus den vielen Möglichkeiten eben mehr als nur einen Treffer erzielen müssen.

Neuzuzug Andrej Baschkirow, der kurz vor Mitternacht sein OK für einen Transfer bis Ende Saison nach Freiburg gab, soll dabei Abhilfe schaffen. «Für mich war Andrej schon heute Abend der beste Spieler auf dem Eis», rühmte ihn sein letztjähriger Trainer nach dem Spiel. Der kräftige Russe sieht seine Rückkehr in die NLA nach einem kurzen Abstecher in seine alte Heimat letzte Saison als neue Challenge. Er allein könne allerdings die Abschlusssorgen seines Trainers nicht lösen. «Tore müssen alle schiessen können, nicht nur die Ausländer.» Auch für Gianluca Mona ist der neue Stürmer eine Verstärkung: «Andrej wird unser Sturmspiel sicher neu beleben.» So oder so, der HCF muss sich in den nächsten Wochen im Abschluss gewaltig steigern, um nicht bis Saisonende die rote Laterne leuchten zu sehen. mi

Bern – Freiburg 3:1 (2:0, 1:1, 0:0)

BernArena. – 16 789 Zuschauer (ausverkauft). – SR Kurmann, Abegglen/Schmid. – Tore: 4. Bordeleau (Kuhta, Rüthemann) 1:0. 10. Raffainer (Thomas Ziegler, Monnet) 2:0. 29. Holden (Baschkirow) 2:1. 37. Perrin (Söderholm) 3:1. – Strafen: je 4-mal 2 Minuten.
Bern: Bührer; Trepanier, Steinegger; Gerber, Söderholm; Dominic Meier, Rolf Ziegler; Furrer; Kuhta, Bordeleau, Rüthemann; Schrepfer, Perrin, Reichert; Monnet, Thomas Ziegler, Raffainer; Daniel Meier, Rötheli, Käser.
Freiburg/Gottéron: Mona; Ngoy, Murphy; Lintner, Berger; Studer, Marquis; Neuenschwander, Vauclair, Botter; Hyvönen, Holden, Baschkirow; Sprunger, Kamber, Plüss; Sassi, Montandon, Neff.
Bemerkungen: Bern ohne Jobin und Dubé (beide verletzt), Gotteron ohne Zenhäusern (verletzt) und erstmals mit Baschkirow. – Pfostenschuss: Raffainer (23.). – Wahl zu den besten Spielern: Raffainer und Hyvönen.

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