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Zu viele Busse im Burgquartier

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Trotz Hitze und Musikfest kamen am Mittwochabend gut fünfzig Mitglieder des Quartiervereins Burg an die Hauptversammlung. Präsident Alexandre Sacerdoti betonte, dass sich das Burgquartier verändert habe. «Es bringt nichts, sich die alten Verhältnisse zurückzuwünschen», sagte er. «Wir müssen mit diesen Veränderungen leben.» Das Burgquartier werde nie mehr ein Zentrum mit Einkaufsläden. Der Vorstand sehe das Quartier als Ort der Begegnungen, der Besuche, der Kultur, der Gottesdienste, der Geschichte, der Gastronomie. «Wir spüren, dass der Gemeinderat uns und den Gewerbetreibenden, die etwas unternehmen wollen, hilft.»

Das Quartier müsse sich von Einkaufszentren abheben. Das zeige sich auch in der Lausannegasse: Läden mit einem Angebot, das man auch in Einkaufszentren finde, könnten nicht bestehen.

Das Quartier habe ein Parkplatzproblem, sagte Vorstandsmitglied Bertrand Deschenaux. «Könnte das Parkhaus Grenette am Abend und an Wochenenden von Quartiereinwohnern genutzt werden, würden die öffentlichen Parkplätze entlastet», sagte er. Der Quartierverein startet darum eine Umfrage im Quartier, ob die Leute an diesem System interessiert sein könnten.

«Die Belebung des Burgquartiers ist uns sehr wichtig», sagte Syndic Thierry Steiert (SP). Er erinnerte aber auch daran, dass sich nicht alle darüber freuen, wenn das Quartier belebter wird: «Sobald wir einem Restaurant eine Terrasse bewilligen, ärgern sich einige Nachbarn über Lärm.»

Quartieraufwertung in Etappen

Stadtarchitektin Nicole Surchat-­Vial stellte das Bauprojekt zur Aufwertung des Burgquartiers vor. Dieses wird in zwei Etappen realisiert (die FN berichteten). «Das Projekt ist von einer bemerkenswerten Einfachheit», sagte Surchat-­Vial. Der Strassenbereich wird gepflastert, die Trottoirs verschwinden. Südlich der Kathedrale plant die Stadt eine Fussgängerzone. «Die Kathedrale gewinnt ihre zentrale Rolle zurück.» Busse und Autos werden nur noch auf der Nordseite der Kathedrale vorbeifahren.

Bereits diesen Sommer beginnen die vorbereitenden Arbeiten im Untergrund. «Das wird Lärm bringen», sagte Stadtingenieur Fabien Noël. Verschiedenste Leitungen werden ersetzt, aber auch das Fernwärmenetz ausgebaut. Die eigentlichen Arbeiten zur Aufwertung des Quartiers sind ab nächstem Jahr vorgesehen.

Ein Mitglied erinnerte daran, dass im Quartier auch Kinder wohnen: Ihm fehle ein Projekt für die Kinder. Zudem beschwerte er sich darüber, dass die Busse so schnell über die Zähringerbrücke rasten, dass die Kinder nicht alleine über die Brücke auf den einzigen Spielplatz des Quartiers gehen könnten. Thierry Steiert kündigte an, dass eine Tempo-20-Zone eingerichtet werde; die Busse müssten also bald langsamer fahren. Eine Anwohnerin fragte, ob es nicht möglich sei, dass weniger Regionalbusse durch das Quartier fahren würden. «Einige könnten ja auch über die Poyabrücke fahren.» Ein weiterer Sprecher schlug vor, auch die beiden Stadtlinien 2 und 6 über die Poyabrücke zu leiten. Stadtingenieur Noël sagte, dies sei bei der Planung der Poyabrücke überlegt worden. Der Staatsrat habe dies damals abgelehnt. Syndic Steiert betonte, dass die Eröffnung der Poyabrücke und die Schliessung der Zähringerbrücke dazu geführt hätten, dass die Busse nun weniger im Stau stünden; auch das sei ein Ziel gewesen.

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