Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«Zu weit hinaus zu planen ist ungesund»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

 Jean-François Steiert war gestern fast ebenso gefragt wie der neu gewählte CVP-Staatsrat Jean-Pierre Siggen: Der Wahlverlierer gab unzählige Interviews auf Französisch, auf Deutsch und in Mundart für Fernsehstationen, Radios und Zeitungen. Immer wieder analysierte der Sozialdemokrat sein Abschneiden. «An sich ist es ein sehr gutes Resultat», sagte Steiert zu den 31 352 Stimmen, die er geholt hatte. Das sind 49,56 Prozent aller Stimmen.

«Eine Enttäuschung»

Die SP hat im Kanton Freiburg einen Wähleranteil von rund einem Drittel. «Ich bin also mit 30 Prozent gestartet und habe auf fast die Hälfte aufgeholt», sagt Steiert. «Das ist ein schönes Resultat.» Und trotzdem: Er habe verloren. «So knapp zu unterliegen ist natürlich eine Enttäuschung.»

Der knappe Ausgang der Ersatzwahl für den Freiburger Staatsrat zeige, dass der Kanton gespalten sei, kommentiert Jean-François Steiert. «Rund die Hälfte stimmt Mitte-links, die andere Hälfte bürgerlich.» Das werde das Regieren in den kommenden Jahren nicht einfacher machen.

«Mobilisierung gehalten»

Nach dem ersten Wahlgang sei die Ausgangslage offen gewesen, meint der Freiburger Nationalrat. «Alles war möglich–das Resultat konnte auf beide Seiten kippen.» Er habe seinen Wahlkampf bis zuletzt geführt. «Bereits im ersten Wahlgang haben wir sehr viele Leute mobilisiert», sagt Steiert. Damals war er auf 34 505 Stimmen gekommen. «Diese Mobilisierung konnten wir auch im zweiten Wahlgang halten.»

Er habe vor allem in den Städten und in den grösseren Gemeinden viele Stimmen geholt, sagt der 52-Jährige. «Dort sind die Leute bereit, über die Parteigrenzen hinauszusehen.» In Gemeinden, die stark parteipolitisch geprägt seien, habe er hingegen Stimmen verloren.

Erst die Nationalratswahlen

In drei Jahren stehen die kantonalen Wahlen an. Wird Steiert wieder für den Staatsrat kandidieren? «Es ist zu früh, um dazu etwas zu sagen», meint der Stadtfreiburger. Zuerst werde er sich nun zwei weitere Jahre als Nationalrat einsetzen; dann stünden die nationalen Wahlen 2015 an. «Was danach kommt, hängt auch von den Nationalratswahlen ab», sagt Steiert. Sowieso: «In der Politik sollte man nie zu weit hinaus planen, das ist ungesund.»

Meistgelesen

Mehr zum Thema