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Zu wenig Besucher, zu viel Konkurrenz: Der Vorhang des Kinos Alpha ist gefallen

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Autor: Carolin Foehr

FreiburgDer letzte im Alpha gespielte Film vor der Sommerpause hiess «Depatures» – die Geschichte spielte in einem japanischen Bestattungsinstitut. Ironie des Schicksals, denn die Sommerpause entpuppt sich für das Alpha als endgültige Schliessung. «Wir werden den auslaufenden Mietvertrag nicht verlängern», teilte Xavier Pattaroni, Programmator von Cinemotion, gestern den Medien mit.

Als Grund für diesen Entscheid nannte Pattaroni die seit langem ungenügende Ertragsfähigkeit des Kinos Alpha. «Bereits vor dem Bau des Multiplexkinos Cap’Ciné hielt es sich nur mühsam über Wasser», so der Programmator. Mit zunehmender Konkurrenz sei die Schliessung eine logische Konsequenz gewesen. Und: «Sie ist völlig unabhängig vom kürzlichen Entschluss von Cap’Ciné France, den Schweizer Markt hinter sich zu lassen, gefällt worden.»

Nur 3600 Besucher im ersten Semester

Der Saal an der Guillimanngasse sei immer mehr zur Verlängerungs- oder Endstation für bereits gezeigte Filme geworden, heisst es in der Mitteilung. Vielleicht sei auch die geographische Lage Schuld am Zuschauerverlust.

«Im ersten Semester hatten wir weniger als 3600 Eintritte», so Pattaroni. Und diese Bilanz falle noch besser aus als im vergangenen Jahr. Damit der Saal rentiert, müsste er jährlich auf rund 20 000 Besucher zählen können – ein nahezu unmögliches Unterfangen in einer Stadt, die mit 16 Leinwänden mehr als genug Kino-Angebot biete.

Cinemotion spart durch die Schliessung nicht nur Miet-, sondern auch Instandhaltungskosten. Zwar wurden die 140 Sitze erst 2003 ausgetauscht. «Aber allein die Umstellung auf eine digitalisierte Ausstrahlung hätte 100 000 Franken gekostet», erklärte Xavier Pattaroni.

Keine Entlassungen geplant

Hingegen zieht der Entscheid keine Kürzungen beim Personal nach sich. Das bisherige Pensum habe einer Vollzeitstelle entsprochen, die nun in den übrigen Kinosälen der Cinemotion eingegliedert werde.

Auch für die Vielfalt des Freiburger Filmangebots sieht der Programmator keine Gefahr: «Pro Woche werden 16 Vorstellungen wegfallen. Aber auf den übrigen 16 Leinwänden laufen so viele Filme, dass eine weniger kaum Einfluss auf die Diversität hat.»

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