Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Zuerst einmal die Schulden abbauen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Gute Nachrichten für die Bürgerinnen und Bürger von Wünnewil-Flamatt: Die Rechnung 2017 schliesst um 2,8 Millionen Franken besser ab als budgetiert. Das erlaubte es der Gemeinde, zusätzliche Abschreibungen vorzunehmen. So weist die Rechnung bei Aufwand und Ertrag von über 25 Millionen Franken noch ein Plus von 20 470 Franken aus. «Es ist nicht nur zum elften Mal in Folge ein sehr erfreulicher Abschluss. Es ist zugleich auch das beste Resultat, das wir in dieser Zeitspanne erzielt haben», sagte Gemeinderat Walter Stähli (FDP) am Mittwochabend im Generalrat.

Höhere Steuereinnahmen

Hauptgrund für das gute Abschneiden sind die Steuererträge, die besser ausgefallen sind als budgetiert. Bei den Einkommens-, Vermögens-, Gewinn-, Kapital- und Liegenschaftssteuern waren die Einnahmen 1,49 Millionen Franken höher als angenommen. Allein bei den Gewinnsteuern ist der Betrag um 747 000 Franken besser als budgetiert, wie Walter Stähli ausführte. Investitionen wurden netto in der Höhe von 1,46 Millionen Franken getätigt, vor allem in Bezirksprojekte. Die Schulden betrugen Ende 2017 netto 14,673 Millionen Franken, 2,9 Millionen weniger als Ende 2016. Die Pro-Kopf-Verschuldung ist um 545 Franken auf 2683 Franken gesunken; sie ist aber deutlich über dem kantonalen Durchschnitt von 1832 Franken.

Noch zu vieles unbekannt

«Angesichts dieser Ausgangslage steht die Frage nach einer möglichen Steuersenkung natürlich im Raum», sagte Walter Stähli weiter. Doch es gelte zu bedenken, dass die Gemeinde für die Periode 2018–2023 Investitionen von 17,3 Millionen Franken vorgesehen habe. Dadurch stiege die Nettoverschuldung auf 20,6 Millionen Franken bis Ende 2023. Zudem sei noch unklar, wie sich die geplante Steuervorlage 17 auf die Gemeinden auswirken werde. Der Gemeinderat könnte sich deshalb eine Steuersenkung nur vorstellen, wenn die Pro-Kopf-Nettoverschuldung unter 2500 Franken falle, wenn die Auswirkungen der Steuervorlage 17 abgefedert werden könnten und wenn der Kanton keine weiteren Steuersenkungen beschliesse, so Finanzchef Walter Stähli.

Nicht zu euphorisch werden

In ähnliche Richtung äus­serte sich auch Rolf Tschannen von der Finanzkommission: «Wir dürfen nicht allzu euphorisch werden. Es gibt Anzeichen für finanziell schwierigere Zeiten.» Deshalb sei es vernünftig, mit der Steuerfusssenkung zu warten und stattdessen die Schulden zu reduzieren.

In der kurzen Diskussion war dieses Vorgehen denn auch unbestritten. Die Generalräte haben die Laufende Rechnung und die Investitionsrechnung einstimmig genehmigt. Die SP-Fraktion sehe ein, dass eine Steuersenkung zum jetzigen Zeitpunkt zu früh sei, doch sei dieser Schritt für sie zu einem späteren Zeitpunkt nicht ganz ausgeschlossen, sagte Generalrat Bruno Riesen.

Generalrat Bruno Boschung fragte namens der CVP-Fraktion, ob die Gemeinde angesichts des Resultats bei den Steuereinnahmen etwas zu pessimistisch budgetiert habe. Doch auch seine Fraktion teile die vorsichtige Strategie des Gemeinderats, erst einmal abzuwarten und, wenn sich die Finanzlage weiterhin gut entwickle, über eine Steuerreduktion zu diskutieren, «wo und wie viel auch immer».

Wahlen

Elia Perler ist neuer Ratspräsident

Die Junge Freie Liste stellt den neuen Generalratspräsidenten von Wünnewil-Flamatt. Elia Perler ist 23-jährig und Polizist in Ausbildung. Er danke für das Vertrauen in ihn und in die Jugend, sagte er. Er sei stolz, in einer Gemeinde zu wohnen, wo die Jugend angehört und akzeptiert werde, auch wenn sie vielleicht manchmal anders denke und handle als die Mehrheit. Das Amt habe auch seine Vorteile: «Erstmals im Leben sage ich meinem Vater, wo es langgeht», sagt er mit dem Hinweis, dass auch sein Vater im Generalrat sitze. Er dankte seiner Vorgängerin Margrit Perler. «Ich hoffe, ich kann das Amt mit der gleichen Lockerheit ausüben wie sie.»

im/Bild zvg

Weitere Geschäfte

Friedhöfe werden umgestaltet

Der Generalrat von Wünnewil-Flamatt hat am Mittwochabend 210 000 Franken für die Aufwertung der Friedhöfe in Wünnewil und Flamatt gesprochen. In Wünnewil wird mehr Platz für verschiedene Bestattungsmöglichkeiten sowie für eine Urnenwand geschaffen, ein Teil der Wege wird für Gehbehinderte besser zugänglich gemacht, und das Gemeinschaftsgrab wird an einen schöneren Platz versetzt. Auch in Flamatt soll das Gemeinschaftsgrab aufgewertet und die Urnenwand saniert werden. Parallel dazu wird das Friedhofsreglement überarbeitet, wie Gemeinderat René Schneuwly (SP) ausführte.

Die 47 Generalräte haben einem Kredit von 270 000 Franken für die Sanierung der Rainstrasse zugestimmt. 410 Meter dieser steilen Strasse werden punktuell saniert. Abzuwarten, bis der Kanton entschieden hat, wie er in diesem Bereich das Valtraloc-Projekt umsetzen will, mache keinen Sinn, sagte Gemeinderat Erwin Grossrieder (CVP).

Zustimmung fand auch die Sanierung des Kugelfangs bei der Schiessanlage Schrötern in Flamatt. Dank Subventionen von Bund und Kanton sowie personellen und finanziellen Eigenleistungen des Schützenvereins bleiben von 375 000 Franken Gesamtkosten noch 134 000 Franken für die Gemeinde übrig.

Als Ersatz für den zurückgetretenen Rolf Tschannen hat der Generalrat Sarah Zingg (beide FDP) in die Finanzkommission gewählt. Auch im Büro des Generalrats gab es turnusgemäss einen Wechsel. Die bisherige Präsidentin Margrit Perler (SP) hat ihr Amt an Elia Perler abgegeben (siehe Kasten oben). Neuer Vizepräsident wird Rolf Tschannen von der FDP, neue Beisitzerin ist Barbara Schafer Aissami (SP). Bereits zu Beginn der Generalratssitzung hat Oberamtmann Manfred Raemy Nicole Schweizer (Mitte links – CSP) als neues Mitglied vereidigt.

im

Mehr zum Thema