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«Zuerst war es ein Schock»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Einladend sieht sie nicht mehr aus, die Poststelle an der Chorherrengasse 2 in Freiburg. Wer das alte Gebäude im Schatten der Kathedrale an diesem Freitagmorgen betritt, dem zeigt sich ein tristes Bild. Leer ist er, der Raum, in dem in den vergangenen Jahrzehnten tausende von Kunden ihre Pakete abgeholt, Briefe aufgegeben oder Zahlungen erledigt haben. Nur noch ein staubiges Rechteck auf dem Boden zeugt vom Verkaufsständer mit den Büchern, der lange hier gestanden, nun aber in der Steinbrückengasse (Rue du Pont-Muré) bereits einen neuen Platz gefunden hat.

Ganz anders geht es hinter den gläsernen Trennwänden des Schalters zu und her. Hier herrscht ein emsiges Treiben, denn vieles muss noch erledigt werden für den grossen Umzug am Nachmittag. «Zuerst war es schon ein Schock», sagt die Leiterin dieser Poststelle, die seit 16 Jahren an der Chorherrengasse tätig ist. «Mittlerweile freue ich mich aber, in der neuen Filiale zu arbeiten», sagt sie.

Bedauern bei Kunden

Nicht ganz so positiv sehen das einige Kunden, die vor dem Mittag noch ein letztes Mal von dieser Poststelle profitieren wollen. So beispielsweise Robin Harteveld, der in der Unterstadt wohnt, jedoch regelmässig ins Burg-Quartier kommt: «Im Neustadt-Quartier haben wir zwar eine Postagentur, wenn ich aber ein Paket abholen oder Zahlungen tätigen will, muss ich hierherkommen», sagt er. Die Verlegung der Poststelle um rund 200 Meter findet er nicht so schlimm, vielmehr stört ihn die Reduzierung des Service: «Ich zahle meine Rechnungen immer bar, dafür muss ich in Zukunft noch ein gutes Stück weiter gehen.»

Einen weiten Weg hinter sich hat Pierre Decallet, der im Beauregard-Quartier wohnt, diese Filiale jedoch der Hauptpost vorzieht: «Hier ist es sympathisch und es hat Charme. Ich begreife nicht, warum man die Stelle verlegen will.»

Von den Kunden, die an diesem Morgen die Poststelle betreten, scheinen einige die Angestellten zu kennen, es wird über dies und das, oft über den bevorstehenden Umzug gesprochen. Viele dieser Kunden arbeiten in der Staatskanzlei, so auch Alexandra Mülhauser: «Wir haben viele Briefe und Pakete, für uns war dieser Standort ideal.» Der weitere Weg sei jedoch nicht die einzige Veränderung, welche die Verlegung mit sich bringe, sagt sie. Neu muss die interne Post auf der Hauptpost abgeholt werden, zudem gibt es Verschiebungen in der Auslieferung. Natürlich habe man sich das nicht gewünscht, sagt Marc Valloton,Informationsverantwortlicherder Staatskanzlei, jedoch müsse man das Ganze auch relativieren: «Wir werden deswegen in Zukunft nicht schlechter arbeiten.»

Neue Filiale: Mehr Platz, weniger Service

A m Montag öffnet die neue Poststelle an der Steinbrückengasse 14 ihre Türen. Der Umzug sei nötig geworden, weil der bisherige Standort nicht mehr den aktuellen Bedürfnissen entspreche, sagt Isabelle Mouron, Kommunikationsverantwortliche des Poststellennetzes West. Sowohl was die Logistik und die Infrastruktur als auch was die Kundschaft betreffe, habe der neue Standort Vorteile, erklärt sie. «Der Umzug erlaubt es uns, den Zugang zu unserem Angebot zu erleichtern.» So sei die Bushaltestelle direkt vor der Türe, und auch zwei Parkmöglichkeiten, der Grenette- sowie der Ulmenplatz, fänden sich in unmittelbarer Nähe. «Zudem haben Kunden in der neuen Filiale mehr Platz und ein grösseres Angebot an Produkten», sagt Bertrand Chardonnens, Leiter des Poststellengebiets Freiburg.

Neben den positiven Aspekten gibt es jedoch auch Einschränkungen im Angebot. So wird es in der neuen Poststelle zwar möglich sein, Rechnungen mit der Post-Finance-Card oder der Maestro-Card zu begleichen, jedoch nicht mehr mit Bargeld. Zudem werden in der neuen Filiale keine Schliessfächer mehr zur Verfügung gestellt. Deswegen werden auch die Öffnungszeiten reduziert. Statt wie bisher ab 7.30 Uhr ist die neue Stelle an Wochentagen morgens nur noch von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Die Öffnungszeiten am Nachmittag bleiben unverändert. rb

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