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Zukunft des SICHH in der Schwebe

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«Da die Obergrenze von 12 Millionen Franken Schulden fast erreicht ist, muss festgehalten werden, dass das SICHH nach dem derzeitigen Finanzrahmen seine Tätigkeit nicht über den 31. Dezember 2019 hinaus weiterführen kann.» Dies schrieb der Staatsrat in seinem Bericht zum Kompetenzzentrum der Blue Factory, der gestern im Grossen Rat diskutiert wurde.

Das SICHH selber hat die Flucht nach vorn angetreten und Ende Juni beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation ein Gesuch um Anerkennung als nationales Technologiekompetenzzentrum eingereicht. Gleichzeitig hat der SICHH-Verwaltungsrat dem Staatsrat einen Antrag auf zusätzliche Mittel für die Jahre 2020 bis 2024 gestellt. Allein 2020 sollen es 2 bis 2,5 Millionen Franken sein.

«Bald sind alle Elemente auf dem Tisch für ein Ja oder ein Nein zur Zukunft der Gesellschaft», sagte gestern Staatsrat Jean-Pierre Siggen (CVP) vor dem Kantonsparlament.

Nach dem gestern erörterten Bericht werde der Staatsrat dem Grossen Rat im Oktober ein Dekret vorlegen, und im November werde das Parlament darüber entscheiden. Zusätzlich erfolge auf Bundesebene ein Audit im Rahmen des Antrags zur Anerkennung als nationales Technologiekompetenzzentrum, so Siggen.

Geschäftsmodell kritisiert

«Der Staatsrat teilt die Besorgnis über das SICHH», so Siggen. «Die Gesellschaft kann den geplanten Umsatz mit dem vorgesehenen Geschäftsmodell nicht erreichen. Gleichzeitig sind die Infrastruktur und das Personal top.»

Grossrat Benoit Piller (SP, ­Avry-sur-Matran) sagte: «Das SICHH kann nicht wie bisher weiterfahren. Es stellt sich nun die Frage nach der zukünftigen Lösung: Will es als Aktiengesellschaft selbstständig sein oder als Institut öffentliche Gelder beziehen? Eine Situation irgendwo dazwischen ist nicht befriedigend.»

Marc-Antoine Gamba (CVP, Freiburg) bereitet Sorge, dass sich das Uni-Rektorat und das Adolphe-Merkle-Institut vom SICHH distanziert hätten und auch Private nicht einsteigen würden. Emanuel Waeber (SVP, St. Antoni) erinnerte da­ran, dass vor fünf Jahren 50 Betriebe Interesse an einer Partnerschaft bekundet hätten, jetzt aber noch zwei Private dem SICHH die Stange hielten.

Nicolas Pasquier (Grüne, Bulle) glaubt: «Das SICHH überzeugt durch seine Qualität, nicht aber durch sein Geschäftsmodell. Es braucht dringend Synergien mit anderen Forschungsinstitutionen.» Und André Schoenenweid (CVP, Freiburg) zog das Fazit: «Das SICHH hat seinen Platz noch nicht gefunden.»

uh

 

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