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Zur Sensation fehlte nur ein Hauch

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Autor: Michel Spicher

Zwei Sätze lang schien es, als würde Volley Düdingen gegen das grosse Kanti Schaffhausen die Sensation schaffen. Angeführt von der starken Passeuse Kaylee Manns und den schlagkräftigen Anniara Munoz und Renata Schmutz entschieden die Senslerinnen die ersten beiden Sätze zu ihren Gunsten und schienen auf dem besten Weg, erstmals gegen einen der grossen Traditionsvereine zu gewinnen.

Doch nach dem 12:15 im fünften Satz blieb den Düdingerinnen nur die Erkenntnis, tapfer gekämpft und stark gespielt zu haben, aber eben auf der Zielgeraden abgefangen worden zu sein.

Belli leitet Umschwung ein

Anfangs deutete wenig darauf hin, dass Düdingen den Favoriten ernsthaft fordern könnte. Keine zehn Minuten waren gespielt, und Schaffhausen lag bereits 12:6 in Führung. Im Gegensatz zu anderen Aufeinandertreffen liess Düdingen den Kopf aber nicht frühzeitig hängen und zeigte sich überraschend widerstandsfähig. Was das Sensler Team nach dem verschlafenen Start den gut 500 Zuschauern bot, war nahezu perfekt. Furchtlos und fehlerlos, tempo- und variantenreich. Mal um Mal punktete Düdingen auf der Position 4, und immer wieder bedeutete der Block Endstation für die hilf- und konzeptlosen Gäste.

Nach dem verlorenen dritten Satz hatten die Senslerinnen im vierten Umgang die Chance, den Sieg unter Dach und Fach zu bringen. 17:14 lagen sie in Führung, ehe eine Service-Serie von Vanessa Belli den Umschwung einleitete. Die ehemalige Düdinger Spielerin sicherte den Gästen mit ihren wuchtigen Anschlägen neun Punkte in Folge und somit den Satzausgleich.

Foersters Debüt

Wie häufig im Volleyball entschieden auch am Samstag Service und Annahme über Sieg und Niederlage. Und in diesen Punkten hatten in den entscheidenden Momenten die Gäste die Nase vorn. «Ab dem vierten Satz haben wir in der Annahme geschwächelt», erklärte Düdingens neuer Trainer Markus Foerster. «Wir mussten vermehrt hohe Bälle schlagen und gaben damit dem gegnerischen Block die nötige Zeit, um sich zu positionieren.»

Zwei Wochen hatte Foerster Zeit, sein Team kennenzulernen. Vierzehn Tage, in denen er vor allem im Bereich der Ballgeschwindigkeit und am Defensivsystem gearbeitet hat. «Phasenweise klappte die Umsetzung im Spiel gut, unter Stress fielen wir aber wieder in alte Muster zurück. Nach dem gewonnenen zweiten Satz hätten wir den Sack zumachen müssen» ärgerte sich Foerster.

Fünf-Satz-Krimi

Im Tiebreak wurden die Nerven der Zuschauer ein weiteres Mal arg strapaziert. Bis zum 11:11 lagen beide Teams gleichauf, ehe Schaffhausen, das ohne Lina Sandström und Mirjana Komlenovic beim Aussenangriff einige Mühe bekundete, das bessere Ende für sich behielt. «Wir haben in den letzten Sätzen den Fokus verloren», trauerte Ann Recht der verpassten Sensation nach. «Wir konzentrierten uns nicht mehr auf den nächsten Punkt, sondern haben zu weit nach vorn geschaut.» Mit einer starken Partie untermauerte die Amerikanerin übrigens ihre zuletzt gemachten Fortschritte. Offensichtlich hat die 22-Jährige nicht nur bei der Sprungkraft zugelegt, sie scheint auch das richtige Timing für ihre Sprünge gefunden zu haben.

In Düdingen ist man jedenfalls gemäss Präsident Christian Marbach an einer Vertragsverlängerung mit den grössten Zwillingen der Welt interessiert.

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