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Zürich zeigt uns den Weg

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In meiner letzten Kolumne habe ich über die Wichtigkeit des Sports für die Gesellschaft geschrieben. Zur Erinnerung nenne ich nachfolgend einige Beispiele von positiven Auswirkungen, die durch regelmässiges Sporttreiben nachweislich erreicht werden: bessere Lernfähigkeit dank erhöhter Hirnaktivität; weniger Krankheitstage dank erhöhten Herz-Kreislauf-Aktivitäten; höhere Stressresistenz dank besserer physischen und psychischen Belastungsfähigkeit; geringeres Unfallrisiko dank besseren koordinativen Fähigkeiten; bessere Karrieremöglichkeiten dank ausgeprägter Selbst- und Sozialkompetenz; bessere soziale Integration durch Mitgliedschaft in einem Verein.

Diese erwiesenen Fakten können dazu beitragen, einige gesellschaftsrelevante Herausforderungen zu lösen. So könnte zum Beispiel den stetig steigenden Gesundheitskosten langfristig entgegengewirkt werden. Zur Erinnerung: Haben die Krankenkassen nicht schon wieder eine Erhöhung der Prämien angekündigt? Oder haben uns medizinische Studien nicht aufgezeigt, dass unserer Kinder wegen des steigenden Bewegungsmangels und neumodischen Ernährungsgewohnheiten die erste Generation sein werden, die wieder eine tiefere Lebenserwartung haben werden als wir?

Meiner Meinung nach könnte der Sport noch viel mehr als wirksame Ressource zur Stärkung unserer Gesellschaft genutzt werden. Allerdings hat der privatrechtliche Sport selbst auch einige Herausforderungen zu meistern: Am Beispiel des Freiburger Leichtathletik-Verbandes (vgl. FN vom 1. Februar) wird klar, dass das Ehrenamt an seine Grenzen stösst. Das Gleichgewicht zwischen Beruf, Familie und persönlichen Engagements zu halten, wird immer schwieriger. Ein anderes Beispiel ist das Abwandern von Talenten in andere Kantone, wo sie bessere Rahmenbedingungen vorfinden, um Schule und Sport professionell zu kombinieren. Unser «Hockeygott» Slawa Bykow hat hierzu auch schon öffentlich seinem Ärger Luft gemacht («La Liberté» vom 17. Januar). Diese Probleme müssen sehr ernst genommen werden, weil sie weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen.

Die Frage ist nur, wer den Lead für eine systematische Erschliessung dieses Potenzials übernehmen müsste. Die Realität zeigt, dass der privatrechtliche Sport (Vereine, Verbände, private Anbieter) im Kanton zu schwach ist, weil er einerseits zu wenig finanzielle Ressourcen hat und andererseits von der Politik, im Vergleich zu anderen Kantonen, wenig Unterstützung erhält. Da bleibt nur noch der öffentlich-rechtliche Sport (Kanton, Gemeinden), der wegen der beschriebenen positiven Auswirkungen ein Interesse haben müsste, dieses für mich strategisch wichtige Feld zu besetzen. Apropos Vergleich zu anderen Kantonen: Am 25. November 2015 hat der Regierungsrat des Kantons Zürich entschieden, neu 30 Prozent anstatt wie bisher 21 Prozent der Lotteriegelder in den Sportfonds fliessen zu lassen. Er unterstreicht damit die Wichtigkeit des Sports für die Gesellschaft und setzte ein starkes politisches Zeichen. Es gibt also durchaus Positives an Zürich …

Patrick Buchs (44) kennt die Schweizer Sportszene bestens. Der diplomierte Sportmanager und Diplom-Trainer war von 2003 bis 2013 in verschiedenen Funktionen bei Swiss Olympic tätig, ehe der Düdinger zwei Jahre Geschäftsführer beim Nord-Ostschweizer Basketballverband ProBasket war. Danach war der ehemalige Diskuswerfer kurz Direktor des Schweizerischen Basketballverbandes. Heute ist er als selbstständiger Berater in Sportfragen tätig.

Gastkolumne

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