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Zurück auf Feld eins

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Ein olympisches Schwimmbecken von 50 Metern Länge, ein 25-Meter-Becken, ein Planschbecken, ein Sprungturmbecken und ein Wellnessbecken: Das wollte der Verein für ein olympisches Schwimmbecken in Grossfreiburg (POGF) bei den Sportstätten Platy in Villars-sur-Glâne bauen. Doch nun erteilt der Gemeinderat dem Projekt eine Abfuhr. «Es kostet eher fünfzig als die vom Verein geschätzten dreissig Millionen Franken», sagt Syndique Erika Schnyder (SP) den FN. Darum hat die Gemeinde gestern mitgeteilt, dass sie die Zusammenarbeit mit dem Verein einstellt.

Die Gemeinde hatte einen Experten beauftragt, das Bauprojekt unter die Lupe zu nehmen. «Er hat festgestellt, dass viele Kosten nur ungenügend oder gar nicht einberechnet wurden», sagt Schnyder. So habe der Verein bei der Ventilation, der Wasseraufbereitung und beim Energieverbrauch zuwenig Kosten angegeben und das Kassensystem ganz weggelassen. «Da geht es nicht nur um Details, sondern um Grundfragen.»

Enttäuschung bei Initianten

Jean-Noël Gex ist Präsident des Vereins für ein olympisches Schwimmbecken. Er sei enttäuscht über den Entscheid des Gemeinderats. «Er zeigt auch, dass der Unternehmergeist verloren gegangen ist.» Ohne Garantien und Absicherungen wage sich niemand mehr an ein Bauprojekt. «So wird es schwierig, etwas zu ­realisieren.» Laut Gex kommt der von der Gemeinde beigezogene Experte aus dem Kanton Zug. «Die Zuger Eishalle ist auch viel teuerer als das Bauprojekt im St. Leonhard in Freiburg; und so braucht auch unser Schwimmbad nicht jeden Luxus.» Der Verein habe das Projekt mit verschiedenen Partnern erarbeitet, unter anderem mit dem Energieunternehmen Groupe E. «Nun wird ihre Arbeit nicht anerkannt.»

Der Verein werde sich überlegen, wie er weiter vorgehen wolle. «Unser Ziel ist und bleibt es, im Raum Grossfreiburg ein 50-Meter-Becken zu haben.» Die Gemeinden setzten aber alle auf 25-Meter-Becken. «Wir müssen nun schauen, ob wir unser Projekt anderswo realisieren wollen.» Für ihn sei es auch eine Frage der Zeit. «Viele Bäder müssen nun saniert werden, darum ist es der richtige Moment, um ein neues Hallenbad zu bauen.» Zudem subventioniere der Kanton den Bau eines Schwimmbads, dies aber nur bis ins Jahr 2025.

Schnyder sagt nicht einfach Nein zum Schwimmbad in Villars-sur-Glâne. «Wir möchten im Platy ein Bad bauen.» Dies sei sinnvoll, denn der Ort sei von allen Saanegemeinden aus gut erreichbar und an den öffentlichen Verkehr angeschlossen. Villars werde darum andere Gemeinden kontaktieren: «Alleine können wir ein solches Bauprojekt nicht stemmen.» Dazu meint Carl-Alex Ridoré, Oberamtmann des Saanebezirks und Präsident des Gemeindeverbands Saane: «Der Bau verschiedener Schwimmbäder bleibt für uns prioritär.» Auch der Freiburger Syndic Thierry Steiert (SP) verschliesst sich einer Zusammenarbeit nicht: Er sieht ein Hallenbad im Platy nicht als Konkurrenz zu einem Bad in St. Leonhard (siehe Kasten), sondern als Ergänzung.

Nur ein 25-Meter-Becken?

Villars-sur-Glâne stelle nach wie vor das Land zu Verfügung, «auch wenn wir das Bad vielleicht etwas näher an die bestehenden Sportstätten versetzen», sagt Schnyder. Denn so gewinne die Gemeinde Platz. «Wir werden im Platy sehr wahrscheinlich eine Orientierungsschule bauen.» Und vielleicht verfüge das Schwimmbad zwischen OS und Sportstätten dann nur über ein 25-Meter-Becken.

Chronologie

Wieder ist ein Projekt gescheitert

Seit Jahrzehnten fordern Freiburgerinnen und Freiburger den Bau eines Hallenbads mit einem 50-Meter-Becken. Ab dem Jahr 2000 setzten viele ihre Hoffnungen auf ein nationales Schwimmzentrum im geplanten Gottéron-Village in Villars-sur-Glâne, das aber nie zustande kam. 2008 kam die Idee eines Bades auf dem Boxal-Gelände in Freiburg auf. Dann kam der Standort St. Leon­hard ins Gespräch – erst sollte bei der Eishalle, danach beim alten Schlachthof ein olympisches Becken gebaut werden. Doch auch dort entsteht kein 50-Meter-Becken. Nun ist auch das Projekt in Villars-sur-Glâne gescheitert (siehe Haupttext).

njb

 

Freiburg

Ein Schwimmbad im St. Leonhard

Die Stadt Freiburg will auf dem Areal des ehemaligen Schlachthofs im St. Leonhard ein Hallenbad mit einem 25-Meter-Becken mit zehn Linien bauen. Zurzeit sucht sie nach Investoren: Auf das Schwimmbad soll ein Gebäude mit 22 000 Quadratmetern nutzbarer Fläche gebaut werden, wie Syndic Thierry Steiert (SP) den FN sagt. Dabei kommt alles in Frage, das eine Verbindung zu Sport hat – wie Physiotherapie, Rehabilitation, Wellness und Unterkünfte für Sportlager. Steiert kann sich vorstellen, dass in den oberen zwei Stockwerken Wohnungen entstehen. «Die Aussicht ist grossartig – nebst den Voralpen sieht man von dort auch die Kathedrale».

njb

 

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