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Es ist erst etwas mehr als einen Monat her, da führte Gottéron die Tabelle der NLA noch an. Von den ersten 16 Spielen gewannen die Freiburger deren 13. Es war der beste Saisonstart der Vereinsgeschichte. Die 1:3-Niederlage in Kloten vom 17. Oktober leitete dann die in dieser Weise kaum für möglich gehaltene Talfahrt ein. In den folgenden 16 Partien gingen die Freiburger nur noch gerade dreimal als Sieger vom Eis. Zuletzt gab es sieben Niederlagen in Serie. Der absolute Tiefpunkt für Gottéron war die 1:9-Schlappe zu Hause gegen den HC Davos vor zehn Tagen.

Schluss mit der Nonchalance

Gewiss, die Freiburger hatten in den letzten Wochen eine schier unglaubliche Verletzungsmisere zu beklagen. Zuweilen fielen sieben (!) Spieler gleichzeitig mit einer Gehirnerschütterung aus. Einzig die Absenzen für den Absturz auf Rang sechs in der Tabelle verantwortlich zu machen, würde indes zu kurz greifen. Vielmehr präsentierte sich Gottéron viel weniger kämpferisch, als es zu Saisonbeginn noch der Fall gewesen war. Fast scheint es, als ob die Spieler nach dem exzellenten Start in das Championat den Blick für das Wesentliche verloren hätten und sich überschätzen.

«Die Grundeinstellung war immer gut», entgegnet Trainer Gerd Zenhäusern. «Es ist nicht so, dass die Jungs nicht kämpfen. Aber es fehlte das gewisse Etwas, der Extra-Schritt, der jetzt wieder gemacht werden muss.» Während den Trainings der spielfreien letzten Woche versuchte Zenhäusern, den Kampfeswillen seines Teams wieder zu aktivieren. «Wir haben die Einheiten so gestaltet, dass es viele Zweikämpfe gab. Mitunter mit dem Ziel, dass der Verlierer Runden laufen muss. Niemand läuft gerne. Auf diese Art haben wir reinzubringen versucht, dass die Spieler die Duelle wieder vermehrt suchen.»

Zu viele Gegentore

Um aus der hartnäckigen Baisse herauszukommen, gibt es laut Zenhäusern kein Geheimrezept. «Wenn es darauf ankommt, müssen wir ganz einfach kämpfen, Gas geben und die Nonchalance ablegen.» Eine Nonchalance notabene, die sich Gottéron in dieser höchst ausgeglichenen Meisterschaft nicht erlauben kann. In Gesprächen machte der Trainer dies seiner Mannschaft während der letzten Tage verständlich.

Im Zentrum standen jedoch nicht Diskussionen, sondern die Arbeit, wie Routinier Ryan Gardner festhält. «Wir waren jeweils schon sehr früh morgens in der Eishalle. Manchmal braucht es das, um wieder zu spüren, was es braucht, damit wir Spiele gewinnen können.» Wichtig sei jetzt, dass die Mannschaft das im Training Erarbeitete in den Spielen auf das Eis bringen könne. Das gelte insbesondere für das Abwehrverhalten. «Wir haben vergessen, was uns zu Saisonbeginn an die Spitze gebracht hat. Speziell in der Defensive haben wir viele Dinge nicht mehr gut gemacht.» Die Statistik belegt die Feststellung des Centers. Im Schnitt vier Tore kassierte Gottéron in den letzten elf Spielen. «Wir können in nicht jedem Match fünf Treffer erzielen, wenn wir gewinnen wollen.»

Selbst- statt Einzelkritik

Zenhäusern sieht es ähnlich. «Wir haben die defensive Organisation verloren. Gleiches gilt für die Aggressivität, vor allem dann, wenn wir die Scheibe nicht in unserem Besitz haben. Wir unterstützen uns in diesen Situationen gegenseitig zu wenig.» Ein Versäumnis, das auch Gardner herausstreicht. «Zuletzt versuchte es jeder auf eigene Faust. Wir müssen wieder als Team auftreten.» Einzelkritik sei deshalb fehl am Platz, hält Gardner fest. Anders sei es bezüglich der Selbstkritik eines jeden Spielers. Der gross gewachsene Stürmer weiss, dass er wie die ganze Mannschaft abgebaut hat. Mit einer Plus-Minus-Bilanz von–8 hat er statistisch den schlechtesten Wert des ganzen Teams. «Jeder kann mich kritisieren, wie er möchte. Damit kann ich umgehen. Es ist für alle nicht einfach momentan. Manchmal passieren Sachen auf dem Eis, die du nicht kontrollieren kannst. Ich werde weiterhin alles geben und machen, was der Trainer von mir verlangt. Aber klar ist auch, dass eine Person allein nicht alles verändern kann.»

«Wahrheit ist auf dem Eis»

Ob Gespräche und das auf das Laufen fokussierte Training Wirkung erzielen, wird sich heute im Heimspiel gegen den SC Bern und morgen Mittwoch im letzten Spiel des Jahres in Genf gegen Servette weisen. Gut habe die Nationalmannschaftspause allemal getan, um die Köpfe zu lüften und die Grundbasis des Spiels der Freiburger aufzufrischen, wie Zenhäusern erklärte. Der Trainer weiss aber auch, «dass die Wahrheit auf dem Eis liegt. Nur das Resultat zählt.» Man wolle die 1:9-Pleite gegen den HC Davos vor heimischem Publikum umgehend vergessen machen, sagt Zenhäusern.

Gleiches erwartet Gardner von sich und seinen Teamkollegen. Er warnt aber davor, seinem Ex-Club ins offene Messer zu laufen. «Wir müssen kompakt stehen und die Balance zwischen Offensive und Defensive finden. Geduld wird gegen den SCB das Schlagwort sein. Wir müssen auf unsere Chancen warten, um dann zuzuschlagen.»

Stimmung hat gelitten

Nicht nur mit Blick auf die Tabelle–der Strich ist bis auf sieben Punkte herangerückt–wäre das Ende der Niederlagenserie für die Freiburger eminent wichtig, sondern auch für die Stimmung in der Mannschaft. Diese hat in den vergangenen Wochen nicht allein wegen dem sportlichen Misserfolg gelitten, wie Gardner andeutete. Die Abgänge Ende Saison von Jérémie Kamerzin (zum SC Bern) und Michael Ngoy (zu Ambri) sowie die Ankündigung von Routinier und Teamleader Benjamin Plüss, dass er den Club nach 13 Jahren ebenfalls verlassen werde, hinterliessen in der Kabine merklich Spuren.

Der heutige Gegner

Die Fakten zum SC Bern

• Beim SCB entspannt sich die Lage an der Verletzungsfront ein wenig. David Jobin, Thomas Rüfenacht und Tristan Scherwey kehren heute ins Kader zurück.

• Trifft die Arbeitsbewilligung rechtzeitig ein, gibt der tschechische Goalie Jakub Stepanek gegen Gottéron sein Debüt im SCB-Dress.

• Der vom Assistenten zum Headcoach aufgestiegene Lars Leuenberger hat von zehn Spielen vier gewonnen, darunter sein erstes Spiel als Verantwortlicher am 20. November zu Hause gegen Gottéron (4:2).fs

Vorschau: Schmutz ist einziger Rückkehrer gegen den SCB, Pouliot fällt lange Zeit aus

N ach der einwöchigen Nationalmannschaftspause kann Gerd Zenhäusern heute (19.45 Uhr) im Heimspiel gegen den SC Bern wieder auf Flavio Schmutz zählen. Der Stürmer hatte aufgrund einer Gehirnerschütterung gut einen Monat verletzungshalber passen müssen. «Flavio ist mehr oder weniger parat und hat nun eine Woche voll mittrainiert», sagt Gottérons Trainer. «Er ist heiss darauf, wieder zu spielen. Und ich bin froh, dass er zurück ist. Jeder Spieler, der zurückkehrt, ist gut für unsere Aufstellung.»

Kurzes Comeback

Schmutz ist der einzige Spieler, der heute gegen den SCB sein Comeback geben wird. Julien Sprunger (Nacken) und Pierrick Pivron (Schulter) fallen sicher bis Jahresende aus. Gleiches gilt für die an einer Gehirnerschütterung leidenden Michaël Loichat, Luca Camperchioli, Benjamin Plüss sowie Marc-Antoine Pouliot. Der Kanadier, der am 11. Dezember bei der Kanterniederlage gegen Davos für eine Partie aufs Eis zurückgekehrt war, erlitt einen Rückschlag. «Er war noch nicht zu hundert Prozent fit. Es wurde erneut eine Tiefenanalyse gemacht. Pouliot fehlt wohl für einen weiteren Monat», sagt Zenhäusern, der den Rückfall des Centers nicht auf einen verfrühten Einsatz zurückführen will.

Für den Match gegen den SC Bern hat Zenhäusern die Linien erneut umgestellt. Réway, Mauldin und Salminen bilden einen Ausländersturm, Bykow führt eine Linie mit Neuenschwander und Mottet an, der eigentliche Center Schmutz ist als Flügel neben Gardner und Neukom vorgesehen, derweil Rivera zwischen Fritsche und Vauclair stürmen wird.

Rivera im Powerplay

Zumindest im gestrigen Training liess Zenhäusern im Powerplay ebenfalls neue Formationen üben. So kam etwa Rivera in einer Linie zum Einsatz, mit der Aufgabe, vor dem gegnerischen Tor für Wasserverdrängung zu sorgen. fs

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