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Zurück zur Natur mit dem Zivilschutz

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Zurück zur Natur mit dem Zivilschutz

Beim Zeigerstand der ehemaligen Schiessanlage in Kerzers wurde das Mauerwerk abgetragen und begrünt

Rund 100 Leute waren diese Woche für den Zivilschutz Kerzers im Einsatz. Unter anderem standen eine Bachbettsanierung sowie die Begrünung des alten Zeigerstandes auf dem Programm.

Am Montag rückte das Kader der Zivilschutzorganisation Fräschels-Ried-Agriswil-Kerzers in der Zivilschutzanlage Schmittengässli in Kerzers ein, um den Kurs vorzubereiten. Für Dienstag wurden nahezu 100 Zivilschutz-Dienstpflichtige aus den beteiligten Gemeinden aufgeboten.

Ried – Bachbett sanieren
im Röhligraben

Der Bach im Röhligraben glich bis anhin eher einem Rinnsal, das vor lauter Hindernissen kaum mehr zu fliessen vermochte. Die Zivilschützer befreiten den Bachlauf zuerst von grobem Holz und Steinen und rückten dann mit schweren Maschinen den umgestürzten Bäumen zu Leibe. Dienstchef Hubert Vonlanthen und Hans Peter Pfister, Zugchef Rettung, kamen mit ihren Gruppen dabei arg ins Schwitzen.

Am Dienstag half Markus Hänggi von der Gemeinde Ried mit einem Traktor tatkräftig mit. Nachdem die 3,5 Tonnen Abfälle transportfähig zerkleinert waren, wurden sie sauber und ordnungsgemäss in der Kompostieranlage Sugiez entsorgt.

Weil die schnelle Truppe bereits am Donnerstag den Röhligraben fertig saniert hatte, wurde kurzfristig ein Zusatzauftrag im Moos Kerzers angenommen. Mit den Erfahrungen vom Röhligraben wurde der Zulauf des Biotops im Moos Kerzers gesäubert. Dabei wurde eine alte Bärenfalle ausgegraben und unschädlich gemacht.

Nachdem der Zeigerunterstand in der Schiessanlage Kerzers über Jahrzehnte seinen Dienst erfüllt hatte, fragte die Gemeinde Kerzers den Zivilschutz um Unterstützung an. Es ging darum, die Metallabdeckungen zu entfernen, das Mauerwerk zu zerkleinern, neu zu begrünen und aufzuforsten.

Urs Schwab, Dienstchef, und Markus Brayenovitch, Zugführer Rettung, machten sich mit ihren 15 Rettungsleuten sofort an die Arbeit. Die Metallabdeckungen über den Unterständen für die Zeiger wehrten sich hartnäckig gegen Winkelschleifer und Metallsägen. Erst die Kompressoren mit Spezialaufsätzen erfüllten die Aufgabe schnell. Es galt, die Platten zuerst zu lösen, um sie danach abtransportieren und entsorgen zu lassen. Die überwucherten Stellen von Ästen und Gestrüpp zu befreien, kam einem Dschungeleinsatz mit der Machete gleich. Die Männer schufteten so lange, bis am Dienstagabend der ganze Zeigerstand freilag.

Von Mittwoch bis Freitag galt es dann, das 45 Zentimeter dicke Mauerwerk mit Kompressoren zu zerkleinern und das Gelände aufzuschütten und zu ebnen. Jürg Leiser von der Gemeinde Kerzers unterstützte die Mannschaft dabei tatkräftig mit einem Bagger.

Kulturgüterschutz

Marc Notz, Dienstchef Kulturgüterschutz, und Martin Tschachtli nutzten die Kurswoche, um die Gesamtübersicht aller schützenswerten Objekte in den vier angeschlossenen Gemeinden zu überarbeiten. Neben den traditionellen Kulturgütern wie Kirchen und ähnlichen Kulturdenkmälern sind auch die Ofenhäuser nach Schutzklassen eingeteilt. In Zusammenarbeit mit den Bauverwaltungen aller vier Gemeinden konnten die Kulturgüter vor Ort besichtigt und die Klassifikation in den gut dokumentierten Ordnern aktualisiert werden.

Schutzraumkontrollen – nicht nur
für Konfitüren, Wein und Rumtopf

Markus Bühlmann, Dienstchef Betreuungsdienst, plante und organisierte die Schutzraumbesichtigungen mit der Bevölkerung. Mit allen privaten und gewerblichen Schutzraumbesitzern wurden Daten und Zeiten für die Besichtigungen vereinbart, so dass niemand unangekündigt von blau oder orange gekleideten Zivilschützern überrascht wurde. Einmal mehr zeigte die Bevölkerung viel Verständnis. Neben dem angenehmen Effekt, dass der Anlass zum Aufräumen des Kellers animierte, wurde vor allem der direkte Kontakt von der Bevölkerung zum Zivilschutz geschätzt.

Die Keller sind überall auf einem sehr hohen Niveau und werden vorbildlich in Stand gehalten. Gleichzeitig mit der eigentlichen Schutzraumkontrolle gab es auch den einen oder anderen Tipp zum richtigen Umgang mit Jod-Tabletten und zum fachgerechten Anlegen eines Notvorrates.

Holzfäller wären neidisch geworden

Der Küchenchef und seine Mannschaft boten den Zivilschutzdienstleistenden während der ganzen Woche Abwechslung und zauberten tolle Menüs auf die Teller. Ganz zu schweigen von den Portionengrössen – jeder kanadische Holzfäller wäre wohl vor Neid erblasst. FN/Eing.

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