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Zuversicht dank guten Trümpfen

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Gutes Geschäftsjahr für die Saatzucht Genossenschaft Düdingen

Trotz eines guten Geschäftsergebnisses dürfen sich die Saatzüchter nicht aus den Lorbeeren ausruhen, betonte Verwaltungsratspräsident Albin Lehmann in seiner Begrüssungsrede. Da vieles im Wandel sei, könne man nur schwer zuverlässige Prognosen für die nächsten zehn Jahre stellen.

Mit motiviertem Personal, einer tatkräftigen Führung und Verwaltung, einer Infrastruktur auf dem neuesten Stand sowie einer überdurchschnittlich guten Eigenfinanzierung habe man aber gute Trümpfe in der Hand, um die Zukunft zuversichtlich zu beurteilen, bekräftigte er.
Albin Lehmann zeigte die negative Entwicklung der Flächen und Erträge in den letzten fünfzig Jahren auf. «Die Landwirtschaft ist ein schrumpfender Wirtschaftsbereich, aber wir werden durchhalten», erklärte er am Schluss.

Schlecht für Saatgetreide,
durchschnittlich für Saatkartoffeln

Hohe Niederschläge im Frühling und Hagelschlag im Sommer wirkten sich nachteilig auf die Ernte des Saatgetreides aus, der durchschnittliche Arenertrag fiel mit 52 Kio deutlich tiefer aus als im Vorjahr. Währenddessen wurde bei den Saatkartoffeln ein durchschnittliches Jahr registiert, wie Geschäftsführer Fritz Marschall ausführte. Insgesamt wurden 6864 Tonnen Pflanzkartoffeln produziert, was einem durchschnittlichen Ertrag von 160 Kilo pro Are entspricht.

Von den 249 Mitgliedern der Genossenschaft produzieren 211 Saatkartoffeln und 147 Saatgetreide, 11 produzieren Futtergräser und 7 Eiweisserbsen.
Fritz Marschall unterstrich in seinem Jahresbericht die gute Zusammenarbeit mit der Saatzucht Genossenschaft Sarine. Die Geschäftstätigkeit dieser 18 Saatzüchter mit 130 Hektaren wird neu vollständig in Düdingen erledigt. Seit 1995 hat die SGD bereits den Anbau und die Vermarktung der Pflanzkartoffeln übernommen, neu kommt auch der Bereich Saatgetreide hinzu, was beiden Partnern Vorteile bringt. Die Düdinger Genossenschaft kann ihre Position im französischen Markt stärken und die eigene Infrastruktur besser auslasten. Bei Hochbetrieb besteht zudem die Möglichkeit, auf die Lagermöglichkeiten bei den Sarine-Produzenten auszuweichen.

Gute Zusammenarbeit mit
SG Sarine und Agro-Center Sense

Auch die Bilanz der Zusammenarbeit mit dem Agro-Center Sense fiel gemäss Fritz Marschall sehr positiv aus vor allem auf finanzieller Ebene konnten beidseitig wesentliche Einsparungen erzielt werden. Durch die bevorstehende Pensionierung von Paul Jungo wird der administrative Bereich der beiden Partner ab dem Sommer in den Händen von Patrick Zurkinden liegen.

Fritz Marschall erläuterte auch kurz die Arbeit der Projektgruppe auf schweizerischer Ebene. Sie ist damit beschäftigt, Ideen für die zukünftige Ausrichtung des Bereichs Saatgut auszuarbeiten. Viele Strukturanpassungen wurden in den letzten Jahren bereits realisiert, weitere müssen folgen, betonte er. Die Vorschläge sind derzeit in der Vernehmlassung. Dabei sei es wichtig, dass alle Partner der Branche eng zusammenarbeiten, dass man gemeinsam auftrete, die Kräfte nicht verzettle, die Sorten gut verteile und Import-/Export-Fragen gemeinsam kläre. In Düdingen bestehe dank einer schlanken personellen Struktur, moderner Einrichtungen und solider finanzieller Basis eine sehr gute Ausgangslage, um den neuen Herausforderungen zu begegnen.

Jahreserfolg von 42 000 Franken

Die Betriebsrechnung wurde von Prokurist Paul Jungo präsentiert. Die Saatkartoffeln ergaben einen Ertrag von 308 000 Franken, das Saatgetreide fiel mit 753 000 Franken zu Buche. Zusammen mit weiteren Erträgen weist die Rechnung 1999 einen Gesamtertrag von 1,957 Mio. Franken auf. Nach der Zuweisung an die Reserven verbleibt ein Bruttoertrag von 1,667 Mio. Franken. Auf der Aufwandseite schlägt der Personalaufwand mit 56 Prozent am stärksten zu Buche. Der Gesamtaufwand betrug im letzten Jahr 1,625 Mio. Franken.

Der Umsatz der Saatzucht Genossenschaft liegt mit 15,5 Mio. Franken rund 10 Prozent tiefer als im Vorjahr. Dank tieferem Waren- und Betriebsaufwand schliesst das Geschäftsjahr aber mit einem erfreulichen Ergebnis. Nach Abschreibungen von rund 450000 Franken, wird ein Jahreserfolg von rund 42 000 Franken ausgewiesen. Der Vertreter der Revisonsstelle, Daniel Unternährer, bescheinigte der Genossenschaft eine sehr gute Finanzierung, und der Jahresabschluss wurde einstimmig genehmigt.

Ehrung für langjährige Züchter

Die Versammlung stimmte sechs Mitgliedschaftsübertragungen sowie vier Änderungen zu. Ausserdem wurden für 25-jährige Mitgliedschaft vier Saatzüchter geehrt. Es sind dies: Werner Affolter, Heitenried, Paul Fasel, Heitenried, Karl Jungo, Bösingen, sowie Ernst Kramer, Lurtigen.

Peter Siffert, der Ende des letzten Jahres in Pension ging, wurde für seine ruhige, umsichtige und pflichtbewusste Arbeit als Lagerfacharbeiter in der Spesag während 25 Jahren geehrt.
Eine kurze Grussbotschaft kam von André Stäuble, dem neuen Direktor der Forschunganstalt Changins Im Anschluss an die Versammlung liessen sich die 196 Saatzüchter und die Gäste von Manfred Bötsch, Vize-Direktor des Bundesamtes für Landwirtschaft zum Thema «Rahmenbedingungen und zukünftige Herausforderungen für die schweizerische Saatgutproduktion» informieren.

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