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Zuversicht dank Reglementsänderung

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Es war eine mehr als verkorkste Saison, die Tafers-Freiburg letztes Jahr in der Badminton-NLA durchleben musste. Mit Titelambitionen in die Meisterschaft gestartet, kämpfte die Union am Ende gegen den Abstieg. Der Grund für die sportliche Misere war ein unglaubliches Verletzungspech. Zwar sind Wetter, Schiedsrichter und Verletzungen im Sport dankbare Ausreden, wenn es darum geht, schlechte Leistungen zu rechtfertigen. Was die Union im Vorjahr an Ausfällen zu verkraften hatte, ging allerdings über das normale Mass hinaus. Von den zehn Spielerinnen und Spieler, mit denen die Freiburger in die Saison gestartet waren, standen beim letzten Saisonspiel nur noch vier auf dem Platz.

Drei Briten im Kader

Bei Tafers-Freiburg hat man die Lehren aus dem Vorjahr gezogen und für die heute beginnende Meisterschaft das Kader aufgestockt. Mit dem 20-jährigen Einzelspezialisten Josh Neil hat die Union einen weiteren Ausländer engagiert. Der Schotte spielte in der vergangenen Saison beim Absteiger Solothurn und feierte in sieben Partien fünf Einzel- und zwei Doppelsiege.

Zusammen mit dem Schotten Kieran Merrilees und dem Engländer Gary Fox, der wegen einer Herzoperation die Rückrunde der vergangenen Saison verpasst hat, stehen damit drei Briten im Kader von Tafers-Freiburg. «Gary haben wir seit seiner OP nicht mehr gesehen, er hat uns aber versichert, dass er wieder voll einsatzfähig ist», sagt Assistenztrainer Stephan Dietrich.

Die drei werden dieses Jahr auch in der neu gegründeten englischen Interclubmeisterschaft mittun. Weil die Schweizer NLA-Spiele jeweils am Wochenende ausgetragen werden und in England jeweils montags und dienstags gespielt wird, werden sich die beiden Engagements nicht tangieren. «Wir werden weiterhin maximal zwei ausländische Spieler für die Interclubpartien einfliegen, mehr können wir uns nicht leisten. Aber mit drei Legionären besitzen wir mehr taktische Alternativen und können–anders als im Vorjahr–auf Ausfälle reagieren. Zudem fördert dies den Konkurrenzkampf, was durchaus positiv ist.»

Neues Reglement stärkt Schweizer Spieler

Wie Tafers-Freiburg haben sich auch die anderen NLA-Teams im Ausland Verstärkungen geholt–obwohl diese Saison weniger Ausländer eingesetzt werden dürfen als im Vorjahr. Ein neues Reglement schreibt vor, dass in mindestens sechs der acht Spiele einer Begegnung (drei Herreneinzel, zwei Herrendoppel, ein Fraueneinzel, ein Frauendoppel, ein Mixed) ein Schweizer Akteur auf dem auf dem Feld stehen muss. Damit will Swiss Badminton den Stellenwert der Schweizer Spieler erhöhen. Wie sich die neue Ausländerregelung auswirken wird, muss sich ernst noch zeigen. Für Stephan Dietrich ist aber schon jetzt klar: «Uns kommt diese Neuregelung entgegen. Mit Olivier Andrey, Oliver Schaller und Julian Lehmann verfügen wir über drei Spieler, die zu den besten Schweizern der NLA zählen. Wenn ihre Leistungen mehr Gewicht erhalten, ist dies sicherlich positiv für uns.»

Der erst 17-jährige Nationalspieler Julian Lehmann hat sich in der vergangenen Saison bei der Union zu einem wichtigen Leistungsträger entwickelt. Mit Thomas Lüthi und Andrin Wäfler haben die Freiburger zwei Nachwuchstalente in der Hinterhand, die im Vorjahr bereits etwas NLA-Luft schnuppern konnten.

Hoffen auf Nicole Schaller

Bei den Frauen wird auch diese Saison wieder enorm viel von Nicole Schaller abhängen. Spielt die 21-Jährige, kann die Union das Fraueneinzel als gewonnen verbuchen. In der vergangenen Saison konnte Schaller wegen Verletzungen allerdings kaum antreten. Ende Februar musste sie sich einem arthroskopischen Eingriff an der Hüfte unterziehen. Nach knapp acht Monaten Verletzungspause gab die Nationalspielerin Mitte August am Eurasia Bulgarian International ihr Wettkampfcomeback und zog bis in den Halbfinal ein. «Wichtig war für mich, nach der langen Pause wieder Vertrauen in mein Spiel zu gewinnen. Ich konnte schmerzfrei spielen, das stimmt michzuversichtlich. Allerdingsbrauche ich noch etwas Zeit. Momentan bin ich erst bei 80 Prozent.»

Im Interclub braucht Schaller auch bei reduziertem Leistungsvermögen keine Schweizer Gegnerin zu fürchten. Die Frage ist allerdings, wie häufig die Senslerin in der Meisterschaft überhaupt auflaufen wird. «Die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016 hat für mich Priorität. Wann immer möglich werde ich internationale Turniere bestreiten, um Ranglistenpunkte zu sammeln», sagt Schaller, die im Verlauf des letzten Jahres im BWF World Rankings von Platz 52 auf Position 172 abgerutscht ist. «Wie viele Interclubpartien ich für Tafers-Freiburg spielen werde, kann ich nicht genau beziffern. Es werden sicherlich mehr als die Hälfte sein.»

«Ein Playoffplatz ist ein Muss»

Wann immer die Union auf die Dienste Schallers verzichten muss, hat sie ein Problem. Mit Tiffany Zaugg gehört zwar eine zweite Schweizer Nationalspielerin zum Kader, sie ist allerdings eine ausgesprochene Doppelspezialistin. Und Michelle Schär, die als Ersatzeinzelspielerin vorgesehen war, ist beim Verein überraschen abgesprungen. «Wir hatten die Saison mit Michelle geplant, nachdem sie uns im März für eine weitere Saison zugesagt hatte», sagt Assistenztrainer Stephan Dietrich. «Im Mai eröffnete sie uns plötzlich, dass sie nach Thun in die NLB wolle. Zu diesem Zeitpunkt waren aber alle NLA-tauglichen Spielerinnen bereits irgendwo unter Vertrag, weshalb wir sie nicht ziehen lassen wollten.» Was folgte, war eine Auseinandersetzung zwischen der Union Tafers-Freiburg, dem neuen Klub Thun und dem Schweizer Badmintonverband. «Nach einem dreimonatigen Streit haben wir dem Ganzen ein Ende bereitet und den Vertrag aufgelöst.» Nun müssen die Freiburger auf die NLB-Spielerinnen Marie Magnin und Sophie Marchesi zurückgreifen, wenn ihre Teamleaderin im Ausland weilt.

Nichtsdestotrotz blickt Stephan Dietrich zuversichtlich in die neue Saison. «Aufgrund der neuen Ausländerregelung und unserem Kader ist ein Playoffplatz ein Muss. Uzwil, Adliswil und La Chaux-de-Fonds sind für mich Favoriten. Die drei und uns erwarte ich Ende Qualifikation auf den ersten vier Rängen.»

Ob die Zielsetzung der Union realistisch ist, wird schon das morgige Spiel gegen Uzwil zeigen. Der Schweizer Meister verstärkte sich auf diese Saison hin mit Christian Bösiger, dem 30-jährigen Routinier und 15-fachen Schweizermeister. Weil die OS Spielhalle in Tafers an diesem Wochenende besetzt ist, trägt die Union ihr Heimspiel auswärts aus.

«Wir werden weiterhin nur zwei ausländische Spieler für die Spiele einfliegen.»

Stephan Dietrich

Assistenztrainer Tafers-Freiburg

Tafers-Freiburg

Das Kader der Saison 2014/15

Männer:Olivier Andrey, Oliver Schaller, Kieran Merrilees (Schottland), Gary Fox (England), Julian Lehmann, Josh Neil (neu, Schottland), Andrin Wäfler (neu, 2. Mannschaft).

Frauen:Nicole Schaller, Tiffany Zaugg.

Erweitertes Kader:Thomas Lüthi, Andrin Wäfler, Marie Magnin, Sophie Marchesi (alle 2. Mannschaft).

Abgänge:Michelle Schär (Thun).

Trainer:Anna Larchenko-Fischer, Stephan Dietrich.

NLA. 1. Runde (Sonntag):La Chaux-de-Fonds – Adliswil-Zürich 15.00 Uhr. Union Tafers-Freiburg – Uzwil 15.00 (in Uzwil). Uni Basel – Team Argovia 14.00. St. Gallen-Appenzell – Yverdon-les-Bains 14.00.–Modus: Die vier Erstklassierten erreichen die Playoffs, der Letztklassierte steigt direkt in die NLB ab.

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