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Zwei Gastro-Sektionen wollen fusionieren

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Die Köche, Gastronomen und Hoteliers aus dem Sense- und Seebezirk wollen gemeinsam an einem Strang ziehen: Kommende Woche entscheiden die Sektionen Sense und See/Lac vom Arbeitgeberverband Gastro Freiburg, ob sie 2020 fusionieren wollen. Rund 130 Mitglieder würde die zusammengeschlossene Sektion zählen: 67 aus dem Sense-, 60 aus dem Seebezirk. See-Präsident Roland Chervet und Sense-Präsident Hans Jungo stehen hinter den Fusionsplänen. «Wir wollen frischen Wind in die Organisation bringen», sagt Jungo auf Anfrage.

Broye und Glane als Vorbild

Die Idee, die zwei Sektionen zusammenzulegen, sei schon vor ein paar Jahren aufgekommen, sagt Hans Jungo. «Vor zwei Jahren haben die Sek­tio­nen des Broye- und des Glanebezirks fusioniert, und das hat sehr gut funktioniert.» Die Sektionen See/Lac und Sense seien zudem die zwei einzigen mehrheitlich deutschsprachigen Einheiten im Kanton, weshalb ein Zusammenschluss sinnvoll sei.

Die Präsidenten Roland Chervet und Hans Jungo sehen mehrere Vorteile in der regionalen Fusion. Die Administration für Generalversammlungen und Anlässe könne dabei optimiert werden. «Es gibt weniger organisatorischen Aufwand», glaubt Roland Chervet. Dadurch solle eine neue Dynamik entstehen.

Von der geografischen Erweiterung der Sektion verspricht sich Jungo auch eine grössere Vernetzung von Deutschfreiburger Gastronomen und Hoteliers. «Sie lernen neue Leute, neue Restaurants und neue Regionen kennen.» Kulinarisch könne jedes Mitglied seinen Horizont erweitern. «Im Seebezirk ist es eher der Fisch, im Sense-Oberland sind es Käsespezialitäten. Gemeinsam können wir uns über regionale ­Produkte austauschen», sagt Jungo.

Austausch heute unabdingbar

Ein guter Austausch zwischen den Wirtinnen und Wirten, um gemeinsam neue Ideen zu entwickeln, sei heute unabdingbar, sagt Roland Chervet. «Wir können nicht mehr wie früher 20 Jahre das gleiche Konzept im Betrieb anwenden.» Die Kundschaft sei heute viel mobiler und probiere verschiedene Angebote aus, die Ansprüche seien daher auch höher. «Dadurch stehen wir nicht nur unter einem gewissen Erwartungsdruck, sondern auch unter einem Preisdruck», sagt Chervet.

Neue Art, sich zu ernähren

Eine weitere Herausforderung seien heute die speziellen Ernährungsweisen, fügt Hans Jungo hinzu. «Eine rein tradi­tionelle bürgerliche Küche reicht nicht mehr. Es gilt auf die Bedürfnisse der Gäste einzugehen, die gluten- oder laktosefreie Speisen geniessen wollen.» Allgemein sei jeder Tag eine Herausforderung, weil keiner wie der andere sei, doch genau das gefalle ihm an seinem Beruf, sagt Jungo: «Ich koche, organisiere, bin unter den Leuten. Das gefällt mir.»

Fusion ab 2020

Am Montag stimmt die Sek­tion See/Lac über die Fusion ab, der Sensebezirk am Dienstag. Die Delegiertenversammlung des kantonalen Arbeitgeberverbands Gastro Freiburg muss die Fusion im kommenden Juni genehmigen. Im Frühling 2020 wird die erste Versammlung als vereinte Sektion stattfinden. Wie diese organisiert sein wird, wer sie anführen soll und wer im Vorstand vertreten sein wird, soll an den jeweiligen Generalversammlungen bekannt werden.

Übersicht Patente

Kanton Freiburg hat 110 Hotels und 664 Gaststätten

Jeder Gastronomie- und Hotelleriebetrieb benötigt je nach Grösse des Unternehmens oder des Angebots ein Patent vom Kanton. Betriebe, die ein Patent A (Hotellerie), B (Betrieb mit Alkohol) oder C (Betrieb ohne Alkohol) erlangen wollen, müssen eine obligatorische Ausbildung mit abschliessender Prüfung absolvieren – das Traiteurpatent und Patent V (fahrende Küche) unterliegen einer Teilausbildung mit Prüfung.

Das Patent A für Hotelleriegewerbe hat der Kanton an 110  Hotelanlagen vergeben, wie Alain Maeder, Dienstchef vom Amt für Gewerbepolizei, auf Anfrage schreibt. 18 A-Patente befinden sich im Sensebezirk, 23 im Seebezirk. 664 Patente B – für einen Betrieb mit Alkoholausschank – sind zurzeit in Kraft, davon 61 im Sensebezirk und 63 im Seebezirk. «Insgesamt haben sich die Zahlen in den letzten Jahren kaum verändert», sagt Maeder. Natürlich habe es Schliessungen von Betrieben gegeben. «Allerdings haben wieder neue Gastronomiebetriebe geöffnet, wie das Quichet Bistro in Flamatt oder das Restaurant La  Brasserie in Murten.»

Die Patente T für Catering­services und V für eine fahrende Küche – sogenannte Food­trucks – seien erst vor wenigen Jahren eingeführt worden, gibt der Dienstchef an. Es sei daher noch zu früh, bei diesen Arten von Patenten einen Trend erkennen zu wollen. In Freiburg gibt es 76 T-Patente und 32  V-Patente.

jp

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