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Zwei hart erarbeitete Punkte

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Es war zum Teil ein merkwürdiges Spiel gestern Abend in der altehrwürdigen Valascia. Über weite Strecken entwickelten sich zwei verschiedene Matches innerhalb der Partie. Dies, weil Ambri seine besten Offensivkräfte in einer Linie bündelte. Stand die Sturmreihe mit den drei ausländischen Stürmern Richard Park, Jason Williams und Max Pacioretty auf dem Eis, und das war oft der Fall, sah sich Freiburg meist in die Defensive gedrängt. Pacioretty zeigte bei seinem Debüt eine richtig starke Leistung. Nicht nur in der 7. Minute, als er mit einem harten, ansatzlosen Schuss die Tessiner mit 1:0 in Führung brachte, deutete Ambris Lockout-Verstärkung an, warum er zu den besten Stürmern der Welt zählt. Sein Leistungsausweis: Topskorer des NHL-Teams Montreal Canadiens in der vergangenen Saison und Topskorer des US-Nationalteams an der WM 2012 in Schweden und Finnland. Dass bei so viel Talent die Anpassungszeit nicht lange dauert, war keine grosse Überraschung.

Risikofaktor Heins

Stand das nordamerikanische Trio jedoch nicht auf dem Eis, hatte Gottéron mehr vom Spiel und besass die klareren Chancen. Dies auch deshalb, weil Ambri in der Defensive alles andere als einen sattelfesten Eindruck hinterliess. Doch auch bei den Gästen fehlte in diesem nervösen Spiel in der Abwehr mitunter die Übersicht. So zog zum Beispiel Shawn Heins ein weiteres Mal einen schwachen Abend ein. Es würde nicht überraschen, wenn der 38-jährige Kanadier heute Abend im Spiel gegen Langnau als überzähliger Ausländer auf der Tribüne Platz nehmen müsste und Pavel Rosa zurückkehren würde.

Gutes Powerplay

 In der 28. Minute hatte Heins noch Glück, als er bei einem unerklärlichen Fauxpas als letzter Mann den Puck verlor. Zwar nutzte Ambri die anschliessende Zwei-gegen-Null-Situation zum vermeintlichen 2:1-Treffer. Nach Konsultation der TV-Bilder aberkannte Schiedsrichter Didier Massy das Tor allerdings wieder, weil Freiburgs Goalie Benjamin Conz das Gehäuse kurz vor dem Treffer aus den Angeln gehoben hatte. Dass Heins in der 36. Minute seinen Gegenspieler Marco Pedretti allzu sehr gewähren liess, blieb indes nicht ohne Konsequenzen. Mit einem nicht unhaltbaren Schuss erzielte der 20-Jährige den 2:2-Ausgleich für Ambri. Es war für Gottéron ein ärgerlicher Gegentreffer, da er zu einem Zeitpunkt fiel, als die Freiburger das Spiel allmählich in den Griff zu kriegen schienen.

Zuvor hatten die Freiburger das Spiel im Stile einer Spitzenmannschaft gedreht. Ohne sonderlich zu überzeugen, nutzten sie die ersten zwei Powerplays zu zwei Toren. Zunächst schlenzte Andrei Bykow den Puck wunderschön mit der Backhand ins Lattenkreuz (11.), später bediente Christian Dubé mit einem mustergültigen Pass Simon Gamache (32.). Die Rückkehr von Joel Kwiatkowski, der in Überzahl an der blauen Linie einen guten Job machte, tat dem Freiburger Powerplay merklich gut. Doch der Ausgleich gab den leidenschaftlich kämpfenden Tessinern wieder Mut. Mit einer grossen Laufbereitschaft und viel Wille schafften sie es, von den lautstarken Fans angepeitscht, immer wieder, die teils doch deutlich sichtbaren Mängel in der Defensive zu kompensieren.

Starker Conz

Nach Ambris Ausgleich hätte das schnelle und unterhaltsame, aber selten hochstehende Spiel dann auf beide Seiten kippen können. Zu Beginn des letzten Drittels hatten die Leventiner eine längere Druckphase, während der Benjamin Conz Freiburg mit einigen schönen Paraden im Spiel hielt. Gegen Ende der regulären Spielzeit war dann wiederum Freiburg dem Sieg näher. Gamache, der gemeinsam mit Dubé und Adam Hasani einmal mehr die gefährlichste Freiburger Sturmreihe bildete, vergab allerdings die beiden besten Freiburger Chancen (55./59.).

Im Penaltyschiessen stellte Conz zum zweiten Mal in dieser Saison seine Stärken im Eins-gegen-Eins unter Beweis. Nachdem in Rapperswil gar kein Tor erhalten hatte, musste er gestern erneut nur einen Penalty passieren lassen. Unter anderem wehrte er den Schuss Paciorettys mit einer sehenswerten Parade ab. Da Bykow und Plüss trafen, holten sich die Freiburger den hart erarbeiteten, aber nicht unverdienten Zusatzpunkt.

Der heutige Gegner

Die Fakten zu den SCL Tigers

• Sechs Ausländer stehen bei den Tigers unter Vertrag. Neben den fixen Mark Popovic, Kurtis MacLean und Pascal Pelletier kamen für den verletzten Goalie Thomas Bäumle der Tscheche Jaroslav Hübl sowie die NHL-Spieler Tyler Ennis und Jared Spurgeon, die heute ihr Debüt geben.

• Mit Etienne Froidevaux (SCB) und Arnaud Jacquement (Kloten) haben sich die Emmentaler in der Offensive prominent verstärkt.

Telegramm

Ambri – Gottéron 2:3 (1:1, 1:1, 0:0, 0:0) n. P.

4323 Zuschauer.–SR Massy, Dumoulin/Zosso.Tore:7. Pacioretty (Park, Williams) 1:0. 11. Bykow (Loeffel/Ausschluss Miéville) 1:1. 32. Gamache (Dubé, Heins/Ausschluss Weber) 1:2. 36. Pedretti (Grassi, Schlagenhauf) 2:2.–Penaltyschiessen: Bykow 0:1, Williams -; Jeannin -, Park 1:1; B. Plüss 1:2, Pacioretty -; Gamache -, Raffainer -; Knoepfli -, Duca -.Strafen:3mal 2 Minuten gegen Ambri, 5mal 2 Minuten gegen Gottéron.

Ambri:Schaefer; Noreau, Sidler; Trunz, Bonnet; Casserini, Schulthess; M. Bianchi; Williams, Park, Pacioretty; Grassi, Schlagenhauf, E. Bianchi; Pestoni, Miéville, Reichert; Duca, Weber, Raffainer; Pedretti.

Gottéron:B. Conz; Ngoy, Abplanalp; Kwiatkowski, Loeffel; Birbaum, Heins; L. Gerber; Mauldin, Bykow, T. Vauclair; Merola, Jeannin, Knoepfli; Gamache, Dubé, Hasani; Cadieux, Botter, B. Plüss.

Bemerkungen:Ambri ohne Kobach, Müller, Totti (alle verletzt) und Kutlak (überzähliger Ausländer), Freiburg-Gottéron ohne Schilt, Sprunger, Sebastian Sutter (alle verletzt) und Rosa (überzähliger Ausländer).–29. Goal von Pestoni aberkannt (Tor verschoben).–Pfosten-/Lattenschüsse: 29. Loeffel, 47. Duca, 47. Pedretti.–Timeouts: 58. Ambri.–Schussstatistik: 31:35.

Die FN-Besten:Pacioretty, Conz.

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