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Zwei Mal auf der Bühne alt geworden

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Autor: Urs Haenni

Das Festival «Rock oz’Arènes» in Avenches wird dieses Jahr seinem Namen eigentlich bloss am ersten Abend voll gerecht. Monster Magnet aus New Jersey und die britischen Status Quo sorgten am Mittwoch beide für laute Töne, aber auf ganz verschiedene Weise.

Monster Magnet und Status Quo illustrierten, wie unterschiedlich man als Rockmusiker altern kann. Auf der einen Seite Monster Magnet, 1989 gegründet, wo aber nur Sänger und Gitarrist Dave Wyndorf seit Beginn dabei ist. Nach eigenen Angaben hat sich die Band schon früh von psychedelischen Drogen inspirieren lassen. Wyndorf wurde mindestens zwei Mal wegen Drogenkonsums in ein Spital eingeliefert; das zweite Mal, 2006, wurde gar eine Monster-Magnet-Tour deswegen abgesagt.

In Lederjacke und Jeans

Nun richteten sich in Avenches die Blicke der Fans zwar vornehmlich auf den etwas fülligen Wyndorf, in dunkler Lederjacke, ausgebeulten Jeans, die Haare schon bald verschwitzt und wirr an seinem Gesicht klebend, den Sound trug aber vornehmlich die Gitarrenfraktion um den Bassisten Jim Baglino. Die Musiker entlockten ihren Geräten jene Töne, welche die Band in Richtung Stoner Rock, Psychedelic Rock oder Space Rock einordnen lassen. Wyndorfs Stimme ging dagegen unter, und selbst seine Ansagen ans Publikum waren nur schwer zu verstehen.

«Spacelord» heisst der grösste Hit der Band, doch ob Musik im Weltraum wohl so tönt? Viel eher passt die Musik in die Welt der Space Comics, die Wyndorfs Jugend prägten. Er selber hat weiterhin Spass an irdischen Obszönitäten und Doppeldeutigkeiten, wie etwa beim Song «Dig that Hole» aus einem neu erscheinenden Album.

Demgegenüber sind die Headliner des ersten Festivalabends, Status Quo, richtige Musterbeispiele, wie man auf der Bühne gesund bleibt. 1970 wurde die Band gegründet, und noch immer sind die Gründungsmitglieder Francis Rossi und Rick Parfitt vorne auf der Bühne. Auch Bassist John «Rhino» Edwards und Tastenmann Andy Brown gehören seit dem Hit «In the Army Now» von 1986 zur Band.

Vor allem Rossi und Parfitt trotzen dem Älterwerden scheinbar mühelos. Francis Rossi hat sich zwar von seinem Rossschwanz getrennt, aber der Sänger und Gitarrist tritt wie eh und je mit schwarzem Gilet auf die Bühne, ist rank und schlank, und auch nach eineinhalb Stunden Konzert ist kein Schweisstropfen zu sehen. Rick Parfitt trägt weiterhin eine blonde Mähne, Jeans, und in breitbeiniger Pose treibt er den so charakteristischen Boogie-Rhythmus der Band voran.

Dessen war man sich schon vor dem Konzert in Avenches bewusst: Status Quo, was so viel heisst wie «bestehender Zustand», ist bei der Band Programm. Auf Neues und Überraschendes wartet man vergebens, dafür bleibt bis «Rockin’ all over the World» kein Hit aus. Am meisten Drive beim Auftritt hatten, wen wunderts, die Hits aus der Urzeit: «Caroline», «Little Lady», «Big Fat Mama» und «Down Down».

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