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Zwei neue Generalräte stehen an der Spitze des Parlaments in Marly

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Autor: Pascal Jäggi

Theoretisch wäre ja Bernard Schneuwly (Marly Voix) als letztjähriger Vizepräsident an der Reihe gewesen. Doch er machte bei der Wahl zum Ratspräsidenten galant Platz und überliess das Feld seiner Präsidentin und neu gewählten Generalrätin Vérène Tschanz. Aus beruflichen Gründen habe er zu wenig Zeit, um das Amt auszuüben, meinte Schneuwly dazu. Tschanz wurde vom Rat am Mittwochabend mit 42 Stimmen klar gewählt und führte bereits durch den Rest der langwierigen Sitzung, in der die Wahlen im Vordergrund standen.

Taten statt Worte

«Ich bin eher eine Frau der Taten statt der Worte», sagte Vérène Tschanz und hielt ihre Antrittsrede entsprechend kurz. Sie verwies auf die anstehenden Bauarbeiten in der Infrastruktur der Gemeinde als zentralen Punkt während ihrer Präsidentschaft. Zudem hoffe sie, dass die vielen Bekenntnisse zur sanften Mobilität, die im Wahlkampf gemacht wurden, nicht wieder vergessen gingen, so Tschanz.

Junger SVP-Mann

Anspruch auf das Vizepräsidium hatte turnusgemäss die SVP. Sie stellte mit Benjamin Papaux den sprichwörtlichen Benjamin der Fraktion auf. Der 20-Jährige wurde mit 31 von 46 Stimmen relativ problemlos gewählt. Er könnte somit 2012 als erst 21-Jähriger Präsident des Generalrats werden. Festgelegt wurde bereits der Turnus für die Präsidentschaft. Auf die SVP folgt die FDP, dann die CVP und die SP.

Männer in den Agglorat

Spannender verlief die Wahl der Delegierten für den Agglomerationsrat (siehe Kasten). Acht Bewerber wollten sich einen der fünf Posten schnappen. Gewählt wurden schliesslich Syndic Jean-Pierre Helbling (CVP), der Marly im Vorstand vertreten wird, Gemeinderat Eric Romanens und Kurt Sager (beide FDP), Lionel Walter (SP) sowie Bertrand Späth von den Grünliberalen. Späth und sein Kollege Philippe Froment haben sich übrigens der Fraktion von Marly Voix angeschlossen. Ersatzmann für den Agglorat ist Gemeinderat Jean-Marc Boechat (MV). Falls jemand austritt, könnte dem Wunsch des Gemeinderats entsprochen werden. Dieser wollte drei Gemeinderäte im Agglomerationsrat, nun sind es bloss zwei.

Kommissionen besetzt

Auch die Neubesetzung der Kommissionen musste am Mittwoch geregelt werden. Die Finanzkommission wird weiterhin von Anne Defferard (FDP) präsidiert. Mit dabei sind ein weiterer Vertreter der FDP, je zwei von SP (darunter der Ratsjüngste Matthieu Loup), MV und CVP, sowie ein Vertreter der SVP. In der Einbürgerungskommission sitzen je zwei Mitglieder von CVP, SP, FDP und Marly Voix, sowie eines der SVP. Gemeinderat Olivier Le Cam (SP) wurde als Mitglied der Kommission bestätigt.

Marlys Gemeindeschreiber Luc Monteleone (vorne) musste am Mittwochabend etliche Wahlresultate notieren.Bild Vincent Murith

Pechvogel:CVP-Präsidentin ohne Glück

Line Widmer-Comment, Präsidentin der CVP Marly, ist vom Pech verfolgt, wenn es um Wahlen geht. Den Gemeinderatssitz verpasste sie, obwohl sie deutlich mehr Stimmen als die neue SVP-Gemeinderätin Françoise Savary erhielt (die Tücken des Proporzsystems). Bei der Wahl der fünf Delegierten für den Agglomerationsrat hatte die Generalrätin nun gleich doppeltes Pech. In der ersten Runde landete sie mit 23 Stimmen auf dem 5. Platz, ex aequo mit Kurt Sager (FDP). Der Ratsjüngste, Matthieu Loup (SP), zog das Los – Sager gewann. Bei der nachfolgenden Wahl für den Platz als Ersatzmann oder -frau sollte die CVP-Präsidentin gegen Gemeinderat André Meylan (Marly Voix) antreten. Meylan kam bloss auf vier Stimmen, Widmer-Comment auf 21. Es sah also gut aus. Doch 20 Stimmen entfielen auf den zweiten Gemeinderat von Marly Voix, Jean-Marc Boechat. Es kam zu einem weiteren Wahlgang ohne Meylan. Das Ergebnis: Boechat und Widmer-Comment kamen auf je 23 Stimmen. Den Losentscheid musste dieses Mal der Ratsälteste, Kurt Sager, übernehmen. Line Widmer-Comment blieb ohne Losglück. pj

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