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Zwei neue Werke beleuchten das Schaffen des Freiburger Reformpädagogen Pater Girard

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Im vergangenen Jahr feierte Freiburg den 250. Geburtstag des Reformpädagogen Pater Girard. Nun runden zwei Werke die Reflexionen über den faszinierenden Freigeist, Theologen, Philosophen und Pädagogen aus dem 18. und 19. Jahrhundert ab. Beide Neuerscheinungen wurden von der Stiftung ­Père Girard finanziert. Das zweisprachige Buch mit dem Titel «Zu einer Pädagogik der Aufklärung oder vers une éclaircie pédagogique?» verfassten die beiden Erziehungswissenschaftler Philippe A. Genoud und Fritz Oser der Universität Freiburg. Es enthält Aufsätze, die anlässlich eines Symposiums zum 250. Jubiläum vorgetragen wurden. «Wir bilden darin den wissenschaftlichen Diskurs bezüglich der Leistung von Pater Girard heute wie damals ab», erklärt Fritz Oser den «Freiburger Nachrichten».

Praktiker versus Theoretiker

So werde unter anderem die Position diskutiert, Pater Girard sei in erster Linie ein Praktiker gewesen, und andererseits die Meinung, Girard habe sehr wohl Bildungstheorien entwickelt, indem er in verschiedenen Texten bestrebt war, seine pädagogischen Überzeugungen zu verteidigen. «Das Buch ist uns gut gelungen», freut sich Oser.

Wichtigste Bildungsfragen

Das zweite Werk ist ein sogenanntes Seminarbuch mit Kommentaren. Dem Hauptautor Pierre-Philippe Bugnard sowie den Co-Autoren, Mariano Delgado, Fritz Oser und Francis Python ist es darum gegangen, das Vermächtnis von Pater Girard weiterzugeben. «Man kann die Gedanken von Père Girard nur verbreiten, wenn man seine Texte den Studierenden zugänglich macht», so Oser. «Wir haben die besten Texte rausgesucht.» Frappierend sei der Reichtum der Texte, den sie entdeckt hätten. Für die Studierenden seien sie darum spannend, weil die Vielfalt der Themen, die Girard behandle, enorm sei.

«Im Buch werden die wesentlichen Gebiete gestreift: Es geht um allgemeine Erziehungsfragen, Fragen der Fachdidaktik, der Schulgesetzgebung, der religiösen und moralischen Entwicklung sowie um philosophische Überlegungen», meint Oser. So äusserte sich Pater Girard zur Frage, wie Arme Zugang zum Unterricht haben können. Er sprach sich für die Ausbildung von Mädchen aus: «Mütter erziehen die Kinder, also sollten sie besonders gebildet sein.» Girard war gegen die Züchtigung und sah in der Motivation ein wichtiges Instrument der Erziehung. Er sprach sich für Kinderräte aus und vieles mehr. Das Buch «Un pédagogue à l’origine de l’école actuelle» ist allerdings nur in französischer Sprache verfasst; die deutsche Version soll aber noch folgen, hofft Oser.

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