Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Zwei Polizistinnen schwammen den Männern davon

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Marc Kipfer

MurtenWenige Minuten bleiben bis zum Start, doch den dreissig Polizisten ist kaum etwas von ihrer Nervosität anzumerken. Drei Kilometer werden sie gleich crawlend oder auf eine andere Art schwimmend zurücklegen. Noch stehen sie vor dem Restaurant des Bains in Murten und reissen Witze oder machen es sich noch für einen kurzen Augenblick in einem der Liegestühle bequem.

Das Seewasser benutzen andere: Eine Schwanenmutter schaut vorbei, sie hat ihre vier grauflauschigen Jungtiere im Schlepptau und faucht einen Polizisten an, der sich am Ufer selbst nassspritzt. Die Schwäne gleiten von dannen, machen Platz für die 22 Männer und acht Frauen, deren Uniform heute nur aus Schwimmbekleidung und einer gelben Badekappe besteht. «Wenn ihr starke Krämpfe bekommt, hebt einen Arm, und ein Boot wird zu euch kommen», warnt Organisator Marcel Wider die Inspektoren, Polizistinnen und Aspiranten. Diese melden sich beim Appell mit «oui!» oder «hier!» und lassen ihre Arme durch die Luft kreisen, zum Aufwärmen oder aus Nervosität. Andere gewöhnen sich schon im See an die Wassertemperatur: knappe 23 Grad. Es folgen die letzten Anweisungen – drei orange Bojen markieren den Weg nach Praz, praktisch geradeaus, alles klar, und der Freiburger Polizeikommandant Pierre Nidegger gibt den Startschuss.

Zuvorderst geht es von Beginn weg um Sekunden; je ambitionierter die Teilnehmer, desto mehr beginnt es jetzt um sie herum zu spritzen. Zuhinterst im Teilnehmerfeld schaut ein eher zögerlich schwimmender Polizist noch einmal zum Start zurück – ob er sich einen Moment lang ernsthaft überlegt umzukehren?

Mehr Polizisten angemeldet

Nein, einen Rückzieher leistete sich in diesem Jahr niemand, alle 30 Gestarteten erreichten schnell oder weniger schnell das Ziel in Praz.

Auf der Strecke geblieben waren 23 Angemeldete bereits vor dem Start, weil die Seeüberquerung eigentlich eine Woche eher hätte stattfinden sollen, was das Wetter vergangene Woche verhinderte. Diesmal drohte trotz des Hagelsturms vom Donnerstag keine Gefahr. «Meteorologen haben uns angekündigt, dass es am Freitagmorgen schön sein würde», erklärte Organisator Marcel Wider im Ziel gegenüber den FN. Er ist seit 1977 bei allen bisher 31 Seeüberquerungen dabei gewesen, zuerst jahrelang als Teilnehmer im Wasser, seither als Organisator.

Weltmeisterin dominierte

Eine Teilnehmerin liess sich auch am gestrigen Ersatztermin nicht aus der Ruhe bringen: Sophie Chable. Die Seriensiegerin aus den Vorjahren schwamm so schnell los, dass sich die autofahrenden Beobachter beeilen mussten, um rechtzeitig zu ihrer Ankunft am Schiffssteg in Praz zu sein. Nach 41 Minuten und 50 Sekunden erreichte sie das Ziel und blieb damit 25 Sekunden unter ihrem eigenen Rekord aus dem Vorjahr.

Um über sechs Minuten verbesserte sich Franziska Peier, die als zweite Frau ebenfalls vor allen Männern in Praz ankam, allerdings gute zehn Minuten hinter der ehemaligen Spitzenathletin Chable. «Ich habe mich ungeheuer alleine gefühlt», scherzte Peier, noch ausser Atem, und zwinkerte Chable zu. Die Siegerin lobte die guten Wetterbedingungen: Nur in der Seemitte habe es so heftig gewindet, das sie glaubte, die Wellen kämen von einem Boot, so die überlegene Siegerin, die sich an Weltmeisterschaften der Polizei und Feuerwehr regelmässig Gold und anderes Edelmetall erschwimmt.

Die schnellsten Männer, William Scherrer und Raphaël Brenta, lieferten sich einen spannenden Schlusssprint um Rang drei; bester deutschsprachiger Polizist wurde hinter ihnen Pascal Ledermann.

Mehr zum Thema