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Zwei Säulen tragen das neue Radio Kaiseregg

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Seit fünfzehn Jahren wird unter dem Namen des Sensler Hausbergs Radio gemacht. Seit knapp zehn Jahren mischt auch Alexius Baumeler beim Lokalsender Radio Kaiseregg mit. Der 45-Jährige steht aber auch für den seit Anfang Jahr eingesetzten Neubeginn des Lokalradios, das sich 2001 zum Ziel gesetzt hat, in der bestehenden Radiolandschaft ein alternatives Programm für Deutschfreiburg zu schaffen (siehe Kasten). Um sich für die Zukunft zu rüsten und neben den etablierten Radiostationen bestehen zu können, haben sich die Mitwirkenden zum 15-jährigen Bestehen eine neue Organisation verpasst, die sie am Samstagnachmittag im Radiostudio an der Düdinger Bonnstrasse der Bevölkerung präsentierten. «Wir liessen uns von einem meiner Kollegen inspirieren, der Medienwissenschaften studiert hat und mir von den Allmenden erzählte», erzählt Baumeler, der dem seit Jahresbeginn wirkenden Verein vorsteht.

 Zwei Hirnhälften

«Die Idee des gemeinnützigen Bodens, den in der Allmend jeder nutzen kann, hat mich extrem inspiriert», sagt Baumeler und schlägt den Bogen zum Medium Radio: «Ich finde, Radio muss wie eine solche Plattform sein, wo die Bevölkerung eingeladen wird, sich zu beteiligen.» Er gibt dazu auch gleich ein konkretes Beispiel: «Das kann etwa ein Dorfverein sein, der etwas in Verbindung mit seinen Aktivitäten machen möchte.» Die einzige Bedingung für eine solche Beteiligung sei die Mitgliedschaft im Förderverein, der als eine der beiden Säulen des Radios zum Tragen komme. Baumeler kommt damit auf die neue Struktur des Radios zu sprechen, die sich am menschlichen Gehirn orientiert: «Unser ganzes Leben besteht aus Dualitäten. Fast alles hat zwei Seiten – so auch unser Hirn.» Den angesprochenen Förderverein sieht er als die rechte Hirnhälfte, welche sich durch ihre Kreativität auszeichne.

 Baumeler, der zugibt, selbst eher ein Mann der rechten Hirnhälfte zu sein, stellt dieser Säule den 100er-Klub des Radios zur Seite, welcher als linke, rationale Hirnhälfte zum Ziel habe, wirtschaftliche Anliegen zu vertreten und als Werbeplattform das lokale «Mikrogewerbe» anzusprechen. Dabei wird klar, was Baumeler meint, wenn er auf die Gewerbehallen und die Beiz neben ihm zeigt. «Wie beim Menschen braucht es hierbei ein Zusammenspiel dieser beiden Hälften.»

Wie sich dieses Konzept in der Realität niederschlägt, zeigt sich im schmucken und überschaubaren neuen Studio in den Räumlichkeiten der Musikschule David’s Music World, wo Moderator Cédric Vuichard gerade daran ist, die Zuhörer über das Zwischenresultat der Europameisterschaftspartie Schweiz-Albanien zu informieren. «Ich schätze die Freiheiten, welche mir das kleine Lokalradio bietet», sagt der 21-Jährige, der zweimal wöchentlich die Sendung «Fyrabe» über den Äther gehen lässt.

 Mit der neuen Struktur will sich der Lokalsender als Radio präsentieren, «das die Menschen wieder zusammenbringt und dem Zusammenleben der Gesellschaft dient». Baumeler bezeichnet diese Idee als Radio 4.0 – «ein Produkt, das–wie das iPad neben dem iPhone und den Laptops–niemand für nötig hielt, das heute jedoch erstaunlicherweise eine Angebotsnische ausfüllt.»

Entwicklung: Von der GmbH zum Verein

D ie Gründung von Radio Kaiseregg geht auf das Jahr 2001 zurück. Die bisherige Organisationsform als GmbH wurde nun zugunsten eines Vereins aufgegeben. «Wir merkten, dass die gewinnorientierte Struktur heute nicht mehr angemessen ist», meinte Präsident Alexius Baumeler zur Änderung. «Den Verein wollten wir klein halten.» Er zählt lediglich zwei Vorstandsmitglieder: Neben Baumeler ist dies Vizepräsident Pascal Kolly aus St. Silvester. Diesen Kern ergänzen der 100er-Klub und der Förderverein. Das Lokalradio finanziert sich über den Förderverein und Werbeeinnahmen . ma

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