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Zwei Schützenkönige mit 71 Punkten

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Zwei Schützenkönige mit 71 Punkten

Leichter Teilnehmerrückgang beim Feldschiessen des Sensebezirks in Düdingen

Zwei Schützen erreichten am Feldschiessen des Sensebezirks in Düdingen 71 Punkte. Der 48-jährige Heribert Andrey, St. Ursen, und der 47-jährige Paul Kolly, Plasselb, konnten sich als Schützenkönige im 300-m-Schiessen feiern lassen.

Von ANTON JUNGO

Die 2229 Sensler Schützinnen und Schützen fanden in Räsch bei Düdingen ausgezeichnete Schiessanlagen vor. Wer sich in der Vergangenheit bei der Ausübung seines Sports durch den Festrummel vielleicht gestört fühlen mochte, hatte dieses Jahren keinen Grund, sich zu beklagen: Der Schiess- und der Festbetrieb fanden an getrennten Standorten statt. Die Zahl der Schützen ist gegenüber dem Vorjahr (2462) um 233 Teilnehmer zurückgegangen. 360 Pistolenschützen nahmen am Wettschiessen teil.

Zwei Schützenkönige

Während fast zwei Tagen hatte sich Paul Kolly aus Plasselb an seinem Glanzresultat freuen können. Er hatte seine 71 Punkte schon am Freitagabend geschossen. Am Sonntagmorgen erhielt er aber Konkurrenz von Heribert Andrey aus St. Ursen, der ebenfalls ein Resultat mit nur einem Punkt unter dem Maximum von 72 Punkten erreichte. Ganz überraschend sind die beiden Top-Resultate nicht. Beide Schützen hatten nämlich schon im vergangenen Jahr, am Feldschiessen in Giffers-Tentlingen, nach der Königsehre gegriffen. Paul Koly hatte damals 70 und Heribert Andrey 69 Punkte erreicht.

Es war das vierte Mal, dass das Feldschiessen in Düdingen stattfand. Die organisierende Schützengesellschaft wartete gleich mit verschiedenen Neuerungen auf. Angesichts der grossen Belastung, die die Organisation eines solchen Anlasses mit sich bringt, wurde das Präsidium auf drei Personen aufgeteilt. «Im Dreier-Team herrschte Harmonie», betonte Herbert Stadler, der zusammen mit Anton Jungo und Patrick Wider die Verantwortung für das Fest trug. Sie konnten dabei auf die Mithilfe von 15 Ortsvereinen zählen, die an die 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellten. «In kritischen Momenten hätte es gar mehr vertragen», meinte Herbert Stadler.

Um die vorhandene Infrastruktur in der Sportanlage Leimacker zu nützen, wurde der Fest- vom Schiessbetrieb getrennt. Die Eisbahnhalle diente als «Festhütte». Die Schützen wurden mit Bussen zu den Schiessanlagen nach Räsch gefahren.

Letztes Feldschiessen in Düdingen?

Markus Aebischer, Präsident des Schützenverbandes der Sense, dankte den Düdinger Schützen beim Festbankett für ihren grossen Einsatz und wies auf die Bedeutung hin, welche die Schützengesellschaft Düdingen für den Schiesssport in Bezirk und Kanton hat. Neben den vier Feldschiessen hat sie auch dreimal das kantonale Schützenfest organisiert und stellte ihre Anlagen für unzählige Bezirksanlässe zur Verfügung. Er kann deshalb nicht verstehen, dass es 2005 in der Schiessanlage von Düdingen «Ende Feuer!» heissen soll. Markus Aebischer ist überzeugt, dass es nicht so weit hätte kommen müssen, wenn sich die Gemeinde vermehrt engagiert hätte.

Private Initiative ist gefragt

«Wir befinden uns hier in einer Eishalle, die durch Intiative einiger weitsichtiger Persönlichkeiten entstanden ist», nahm Hildegard Hodel, Frau Ammann von Düdingen, den ihr «zugespielten Puck» auf. Sie zeigte sich überzeugt, dass auch für das 300-m-Schiessen im Sensebezirk eine Lösung gefunden werde. Doch auch hier sei die Initiative von Privaten gefragt. Sie hofft, dass die bestehenden Hindernisse mit Strategie und nicht mit Schiessen aus dem Weg geräumt werden, und ist überzeugt, dass dann das Feldschiessen 2004 nicht das letzte in Düdingen gewesen sei.

Sie dankte der Schützengesellschaft für den Einsatz bei der Organisation des Feldschiessens – eines Fixpunktes im Jahresablauf, den man nicht missen möchte.

Fixpunkt in der Zeit des Wandels

Beat Vonlanthen, der neu gewählte Staatsrat, misst der Tradition des Feldschiessens in einer Zeit raschen Wandels eine wichtige Bedeutung zu. Er verriet, dass er seit vielen Jahren erstmals wieder geschossen und nur ein mittelmässiges Resultat erzielt habe. Er staunte über die grosse Professionalität, mit welcher sowohl der Schiessbetrieb wie auch das Volksfest organisiert waren. Der Sensebezirk sei ein eigentliches Eldorado des Schiesssports, meinte er und ist überzeugt, dass er diese Breitenwirkung nur dank sehr guter Spitzensportler hat.

Die Reorganisation der Armee habe zwar auch zu einer gewissen Entfremdung vom Schiesssport geführt, betonte er weiter. Angesichts der Tatsache, dass das Schiessen im Kanton Freiburg immer noch sehr populär ist, hofft er, dass die Armee auch die Arbeitsplätze im Kanton aufrecht erhält.

Paradiesische Zustände

Gast am Feldschiessen in Düdingen war eine 25 Mann starke Delegation der Königlich Privilegierten Hauptschützengesellschaft aus München. Die mit den Sensler Matcheuren befreundeten Schützen nahmen aktiv am Schiesswettbewerb teil. Gottfried Kustermann, Präsident der 1406 (!) gegründeten Gesellschaft, kam aus dem Staunen nicht heraus. «Undenkbar – selbst in Bayern -, dass jemand frei mit einem Gewehr herumläuft», meinte er, und: «Sie leben schiesssportlich im Paradies. Lassen sie sich daraus nicht vertreiben.»

Für die musikalische Umrahmung während des Banketts war die Musikgesellschaft Düdingen unter der Leitung von Arnold Noth besorgt.

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