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Zwei Schwestern sind offen fürs Leben

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Carole Schneuwly

Die Keramikerin Mathilda Raboud liebt Engel. Die meisten ihrer Skulpturen sind Engelfiguren, doch mag sie es gar nicht, wenn man sagt, sie mache «nur» Engel. Jeder ihrer Engel sei mehr als ein Engel, sagt sie, alle seien sie verschieden, zeichneten sich durch zusätzliche Elemente aus und erzählten ganz unterschiedliche Geschichten. Geschichten, die meist mitten aus dem Leben kommen, inspiriert von den Erlebnissen und Erfahrungen der Künstlerin.

Glückliche Begegnungen

Das geht so weit, dass manche ihrer Engel fast schon hellsichtige Qualitäten haben: In der aktuellen Ausstellung in der Galerie Cathédrale, die Mathilda Raboud seit diesem Frühling zusammen mit ihrer Schwester Marie-Christine Raboud führt, steht ein grosser Keramikengel mit dem Titel «Ange des bonnes rencontres». Der Engel erzählt von schicksalhaften Begegnungen, in denen zur richtigen Zeit am richtigen Ort alles zusammenpasst und das Leben eine neue, glückliche Wendung nimmt. Die Figur entstand Anfang 2010 – und Ende des Jahres hatte Mathilda Raboud ihre eigene glückliche Begegnung, die ihr Leben veränderte und sie zur Galeristin machte.

Damals nämlich war die 42-Jährige für eine Ausstellung in der Galerie Cathédrale eingeladen, die damals noch «Galerie de la Cathédrale» hiess und von Nane Olsommer geführt wurde. «Bei der Gelegenheit erzählte mir Nane Olsommer, dass sie schon länger einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin suche», so Mathilda Raboud. Der Gedanke, dass sie selbst diese Nachfolgerin sein könnte, sei erst nach und nach gereift. Doch ihre Schwester habe sie ermutigt, und irgendwann sei ihr klar geworden, dass nun der richtige Moment sei, um einen solchen Schritt zu wagen. So übernahmen die Schwestern Raboud den Mietvertrag für die Galerie und führen diese nun gemeinsam. Marie-Christine ist Juristin, interessiert sich aber schon lange für Kunst und unterstützt ihre zehn Jahre jüngere Schwester gern. Die beiden wohnen zusammen in Villaz-St-Pierre, wo Mathilda auch ihr Atelier hat. Deren 18-jährige Tochter Elisa ist die Dritte im Bunde; wenn die Gymnasiastin frei hat, hilft sie auch in der Galerie mit.

Vertrauen und Zuversicht

Aus der Galerie wollen die Frauen einen angenehmen, lebendigen Ort machen: «Hier sollen Entdeckungen und Begegnungen möglich sein», sagt Marie-Christine Raboud. «Wir wollen die Menschen berühren.»

Nebst den Skulpturen von Mathilda Raboud zeigen die Schwestern in Wechselausstellungen Werke anderer Künstlerinnen und Künstler. «Wir laden Künstler ein, die uns in irgendeiner Art berühren», so Mathilda Raboud. Auch hier vertrauen die Schwestern darauf, zur richtigen Zeit die richtigen Leute zu treffen. «Wir sind offen für die Möglichkeiten, die uns das Leben bietet», sagt Marie-Christine.

Die Zuversicht ist begründet, denn das Ausstellungsprogramm steht bereits bis zum nächsten Mai. Und schon die erste Wechselausstellung, die derzeit zu sehen ist, ist das Resultat einer jener glücklichen Begegnungen: Die Bernerin Rosa Krebs-Thulin, die Gemälde aus ihrem langen Schaffen zeigt, lernte Mathilda Raboud kennen, als sie auf der Suche nach einem Hund war. In Rosa Krebs-Thulin fand sie die richtige Züchterin – und entdeckte gleichzeitig eine Kunstmalerin, deren Werke sie so sehr beeindruckten, dass sie sie für ihre Eröffnungsausstellung einlud (siehe Kasten).

Galerie Cathédrale,Hängebrückgasse 2, Freiburg. Fr. bis So. 14 bis 17 Uhr.

Marie-Christine (l.) und Mathilda Raboud wollen, dass die Besucher sich in der Galerie Cathédrale wohl fühlen.Bild Charles Ellena

Ausstellung: Bilder von Rosa Krebs-Thulin

In der ersten Ausstellung in der neu gestalteten Galerie Cathédrale sind nebst den Engelskulpturen von Mathilda Raboud Gemälde der Bernerin Rosa Krebs-Thulin zu sehen. Die Kunstmalerin, die diesen Monat ihren 85. Geburtstag feiert, stammt aus Wattenwil in der Nähe von Thun. Seit Jahren lebt sie mit ihrem Mann in einem Bauernhaus im freiburgischen Lussy, unterhält aber immer noch ein Atelier in Wattenwil. Ihre Werke, sowohl figurativer als auch abstrakter Natur, sind geprägt von warmen Farben und rhythmischen Formen. Oft sind sie mehrschichtig aufgebaut, in einer Collagentechnik, die Rosa Krebs-Thulin selbst entwickelt hat und die sie «Mareco» nennt. Im Laufe ihres langen Künstlerinnenlebens hat Rosa Krebs-Thulin ihre Arbeiten in unzähligen Ausstellungen in der Schweiz und im Ausland gezeigt. In der Galerie Cathédrale sind sowohl ältere als auch jüngere Werke zu entdecken. cs

Die aktuelle Ausstellung dauert bis zum 16. Juli.

«Wir laden Künstler ein, die uns berühren.»

Autor: Mathilda Raboud

Autor: Keramikerin und Galeristin

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