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Zwei Seelen in einer Brust

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Kleinbösingerin reist zum Final der Miss Italia nel Mondo

Autor: Von URSHAENNI

Wenn die 19-jährige Kleinbösingerin ins Ausland verreist, dann hat sie immer zwei Pässe dabei – den schweizerischen und den italienischen. «Ich brauche dann immer jenen, mit dem es gerade einfacher geht.»

Wenn es um eine Miss-Wahl geht, dann eignet sich offenbar der italienische Pass besser. Im letzten Jahr hatte Tiziana Troiano die Miss-Freiburg-Wahl gewonnen, an der westschweizerischen Ausscheidung konnte sie sich als Deutschsprachige aber nicht für den nationalen Final qualifizieren.
Nun hat sie es mit dem italienischen Pass an der Schweizer Ausscheidung der Miss Italia nel Mondo noch einmal probiert und sich prompt für den Final in Italien qualifiziert.
Die 1,77 Meter grosse Freiburgerin trifft dabei mit der Aargauerin Tanja Abruzzo auf Mitbewerberinnen aus 32 Ländern. Dieser Final wird jährlich am Fernsehen ausgestrahlt, und er findet bei den Exil-Italienern in der ganzen Welt Beachtung.
Es treffen Kandidatinnen aufeinander, die teilweise kein Wort Italienisch mehr sprechen. Sie können sich bei diesem Schönheitswettbewerb auch auf Englisch ausdrücken. Auffallend ist, dass viele der teilnehmenden Frauen ihre Wurzeln im italienischen Süden haben, dort wo die Armut besonders viele Leute zum Auswandern veranlasst hat. «Diese Leute wissen sich durchzusetzen», sagt die Freiburger Miss.

Die Schweizer setzen
auf Perfektionismus

Auch Tiziana Troianos Familie stammt aus dem Süden, doch ist sie in der Schweiz geboren und mit den hellbraunen Haaren und den blauen Augen sei sie beim Schweizer Final «eine der bleichsten» gewesen. Italienisch spricht sie nicht perfekt, sie habe es vor allem in der Schule und in den Ferien gelernt.

Was ist denn nun der Unterschied zwischen einer italienischen und einer schweizerischen Miss? «Die Italiener schauen eher auf die Ausstrahlung. Bei den Schweizern herrscht mehr Perfektionismus. Im Hintergrund spielt das Geschäftliche mit.»
Diese Unterschiede hat die Kleinbösingerin auch bezüglich der Organisation bemerkt. Während bei einer grösseren Miss-Wahl in der Schweiz die Frauen sich über eine längere Zeit auf den Anlass vorbereiten, würden die Italiener alles an einem Tag durchziehen.
Und dann nehme man es auch mit dem Zeitplan nicht so genau. Während Tizinana Troiano sich beeilt hat, um rechtzeitig am Finalort in Muttenz einzutreffen, seien andere Teilnehmerinnen mit vier Stunden Verspätung gekommen.
Vieles sei an diesem Final drunter und drüber gegangen, bis Tiziana Troiano der ganze Anlass plötzlich gar nicht mehr so wichtig erschien, und sie auch nicht mit einem guten Abschneiden rechnete. Als am Schluss aber sie und ihre Aargauer Kollegin als Siegerinnen feststanden, da brachen beide in Tränen aus. Wenigsten das ist bei einer schweizerischen und einer italienischen Miss-Wahl gleich.

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