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Zwei Senslerinnen träumen von London

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Autor: Matthias Fasel

«Bereiten Sie sich darauf vor, in Zukunft viel über die beiden zu schreiben.» Der Cheftrainer des Schweizer Nationalteams, Zoltan Jordanov, ist überzeugt von den Fähigkeiten der beiden Sensler Kunstturnhoffnungen Nadia Baeriswyl (15, Düdingen) und Nadia Mülhauser (14, Wünnewil). So überzeugt, dass er auf die Frage, ob man als Freiburger Journalist denn bereits Flugtickets für London 2012 buchen solle, schmunzelnd antwortet: «Ja, ja, das können Sie.»

Baeriswyl im Nationalkader

Die beiden jungen Freiburgerinnen sind definitiv in der Schweizer Turnelite angekommen. Baeriswyl offiziell, indem sie seit diesem Jahr zum achtköpfigen Elite-Nationalkader gehört. «Die Neuzuzüge von Nadia Baeriswyl und Sarina Gerber haben das Team klar verstärkt. Sie helfen dabei, die Equipe breiter abzustützen», findet Felix Stingelin, Chef Spitzensport des Schweizer Turnverbandes, lobende Worte.

Noch nicht im Nationalkader ist Mülhauser. Der Grund dafür ist einfach: Mit Jahrgang 1996 ist sie schlicht noch ein Jahr zu jung dafür und gehört noch zum Nachwuchskader. Trotzdem trainieren sie gemeinsam – und wohnen sogar gemeinsam.

Alltag stark verändert

Seit August besuchen sie das nationale Trainingszentrum in Magglingen. Während der Woche wohnen sie deshalb gemeinsam bei einer Gastfamilie. Sie seien mittlerweile wie Schwestern, sagen die beiden. Konkurrenzkampf gebe es schon, «aber wir gönnen uns gegenseitig den Erfolg. Einmal ist sie besser, einmal ich. Und das ist gut so», sagt Baeriswyl.

Durch den Umzug vom regionalen Trainingszentrum in Bern in das nationale Zentrum hat sich der Alltag der Athletinnen stark verändert. «Bis auf den Donnerstag trainieren wir nun immer zweimal pro Tag. Zuvor trainierten wir meist nur einmal täglich», so Baeriswyl. Am Morgen drei Stunden Schule, dann Training, Essen, wieder Schule, womöglich Nachhilfe, wieder Training und zu Ende ist der Tag. Gibt es bei diesem Trainingsaufwand auch Zeiten, in denen sie die Nase voll haben vom Sport? «Diese Zeiten kennt jeder Spitzensportler. Aber dann denkt man an die Zukunft und was noch alles passieren kann, und die Motivation ist wieder da», sagt Mülhauser.

«Ein Traum»

Unisono sagen die beiden ohnehin, dass sie mit der Aufnahme in Magglingen ein grosses Ziel erreicht haben. «Das ist wohl der Traum von jedem Kind, einmal hier in Magglingen zu sein. Ich bin überrascht, dass es so schnell gegangen ist.» Ähnlich wie bei Mülhauser klingt es auch aus dem Mund von Baeriswyl: «Es war für mich immer ein Traum. Hier oben wird man so trainiert, dass man Chancen hat, an einer WM oder EM teilzunehmen.»

Training mit Kaeslin

Auch abgesehen vom sportlichen Wert merkt man, dass es für die beiden schlicht auch ein spannendes Erlebnis ist, in Magglingen unter Spitzensportlern zu sein. Man erkennt es am Funkeln in ihren Augen, wenn sie erzählen, dass sie auf der Anlage auch schon Simon Ammann und Dario Cologna gesehen haben. Nach Autogrammen haben sie zwar noch nie gefragt, «aber manchmal sind wir schon überrascht, wen wir hier so alles treffen. Da geht man essen, und plötzlich sitzt Sergej Aschwanden neben uns und grüsst auch noch freundlich», sagt Baeriswyl. Just in diesem Moment betritt Ariella Kaeslin den Raum, sieht, dass die jungen Freiburgerinnen Interviews geben, zwinkert den beiden zu und begrüsst sie mit einem: «Hey, ihr Stars.» Mit der Schweizer Sportlerin des Jahres 2010 zu trainieren ist für die Senslerinnen immer noch etwas Spezielles. «Schliesslich ist sie immer noch mein Vorbild», so Baeriswyl. Tipps gebe es von Kaeslin indes nicht, dafür sei der Trainer verantwortlich. «Aber dieser hat ja auch Ariella die Tipps gegeben. Also kann uns eigentlich nichts mehr im Weg stehen», sagt Baeriswyl schmunzelnd.

WM und Jugend-Olympia

Beide Athletinnen träumen davon, sich für den Teamwettkampf an den Olympischen Spielen 2012 in London zu qualifizieren. «Wenn wir verletzungsfrei bleiben, ist dieses Ziel durchaus realistisch», sagt Mülhauser. Zuvor stehen aber noch andere Grossevents auf dem Programm. Baeriswyl hofft auf eine Teilnahme an der WM im Oktober in Tokio und vielleicht schon an der EM vom April in Berlin.

Zunächst einmal muss sie jedoch körperlich wieder auf Touren kommen. Vor sieben Wochen war ihr die Kniescheibe herausgesprungen, so dass sie erst vor einer Woche das Training wieder aufnehmen konnte.

Das nächste Highlight Mülhausers werden aller Voraussicht nach die Olympischen Spiele der Jugend diesen Sommer in der Türkei sein.

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