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Zweite Ohrfeige statt Wunder

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Ernsthaft an eine wundersame Wende geglaubt hatte in Freiburg vor der gestrigen Partie kaum jemand – die Zuschauer jedenfalls nicht. «Mit 5000 Zuschauern wäre ich zufrieden», hatte Generaldirektor Raphaël Berger mit Blick auf das Halbfinal-Rückspiel gegen Frölunda gesagt – freilich vor der 1:5-Pleite in Göteborg vor Wochenfrist. Aufgrund der hoffnungslosen Ausgangslage kamen gestern nämlich bloss 3024 Fans ins St. Leonhard.

Sollten darunter einige verwegene Optimisten gewesen sein, die noch Hoffnungen auf eine Finalqualifikation hegten, dürfte der letztjährige SCB-Spieler Sean Bergenheim in der 13. Minute mit seinem Treffer zur 1:0-Führung für Frölunda selbst diesen den Glauben an die Sensation geraubt haben. Henrik Tömmernes, Robin Figren und Carl Grundström sorgten mit Toren in regelmässigen Abständen anschliessend dafür, dass die Rechnung für Gottéron am Ende mit 0:4 auch gestern wieder gesalzen ausfiel und die rund 40 mitgereisten Gästefans ihre Spieler nach dem Spiel ausgelassen feiern konnten.

Erneut ein Klassenunterschied

Göteborg tat im Rückspiel zwar nicht mehr als nötig. Das von den Schweden angeschlagene Tempo war nicht mehr ganz so hoch wie im Hinspiel. Und dennoch war ein Klassenunterschied erkennbar. Der schwedische Meister und Champions-League-Titelverteidiger ist technisch sowie läuferisch schlicht stärker und legte auch gestern eine Systemtreue und Disziplin an den Tag, von der Gottéron nur träumen kann. Im Team von Roger Rönnberg – der ehemalige U20-Nationalcoach Schwedens steht in der vierten Saison an der Bande Frölundas – wirkt alles eingespielt. Unübersehbar, dass es zur Philosophie des Clubs gehört, möglichst viele Eigengewächse in die erste Mannschaft zu integrieren. Da sich die Gäste aufgrund der grösseren individuellen Klasse auch noch effizienter zeigten – mit 22 Schüssen erzielten sie 4 Tore, während Johan Gustafsson sämtliche 22 Versuche Freiburgs vereitelte –, ging der Auswärtssieg auch in dieser Höhe in Ordnung. Für die Freiburger war es im sechsten Champions-League-Heimspiel der Saison die erste Niederlage.

Dritter Finaleinzug in Folge für Frölunda

Damit entgeht Gottéron ein Heimfinal gegen Sparta Prag, das sich mit dem Gesamtskore von 6:1 gegen das schwedische Växjö für das Endspiel qualifiziert hat. Da Freiburg bis zum gestrigen Abend in der diesjährigen Champions-League-Saison die besseren Resultate aufwies als die Tschechen, hätte das Finalspiel am 7. Februar in Freiburg stattgefunden. Stattdessen heisst der Austragungsort nun Göteborg. Für Frölunda ist es im dritten Jahr seit Wiedereinführung der Champions Hockey League die dritte Finalteilnahme – ein Beweis für die Konstanz des schwedischen Spitzenteams.

Das vorerst letzte Champions-League-Spiel

Trotz des blamablen Gesamtskores von 1:9 im Halbfinal war die dritte Kampagne in der Champions Hockey League für die Freiburger sportlich ein Erfolg. Aus den zwölf Spielen resultierten für Gottéron sieben Siege und zwei Unentschieden. Oft dienten die internationalen Spiele als nette Ablenkung vom tristen Ligaalltag.

Der Ligaalltag ist zwar trister denn je – der Rückstand auf die Playoff-Plätze wuchs gestern sogar auf 15 Punkte an –, mit der Ablenkung ist es aber fürs Erste vorbei. Wann Gotté­ron das nächste Mal ein Spiel in der Champions Hockey League absolviert, steht in den Sternen. Nächste Saison jedenfalls nicht. Ab der kommenden Spielzeit bestimmen nur noch sportliche Kriterien darüber, wer sich für den Wettbewerb qualifiziert. Aus der Schweizer Nationalliga A werden voraussichtlich fünf Mannschaften dazugehören: die beiden besten Teams der Qualifikation, die beiden Playoff-Finalisten und je nach Konstellation auch noch die Halbfinalisten. Gotté­ron wird nicht dazugehören.

Telegramm

Gottéron – Frölunda 0:4 (0:1, 0:2, 0:1)

St. Leonhard. – 3024 Zuschauer. – SR Gofman/Pesina (RUS/CZE), Borga/Fluri (SUI/SUI). Tore: 13. Bergenheim (Ehn, Olofsson) 0:1. 21. (20:48) Tömmernes 0:2. 39. Figren 0:3. 42. Grundström (Larsson, Lundqvist) 0:4. Strafen: 7-mal 2 Minuten gegen Gottéron, 8-mal 2 Minuten gegen Frölunda.

Freiburg-Gottéron: Conz; Stalder, Chavaillaz; Leeger, Kienzle; Picard, Rathgeb; Mauldin, Schmutz, Mottet; John Fritsche, Rivera, Neuenschwander; Sprunger, Cervenka, Birner; Ritola, Chiquet, Neukom.

Frölunda Göteborg: Gustafsson; Donovan, Nyberg; Westerlund, Tömmernes; Norstebo, Larsson; Hjalmarsson, Lundqvist, Wellman; Grundström, Sundström, Figren; Bergenheim, Ehn, Olofsson; Rosseli-Olsen, Lasu, Stalberg.

Bemerkungen: Gottéron ohne Bykow, Schilt, Maret und Loichat (alle verletzt) sowie Steiner, Abplanalp und Glauser (alle krank). – 5. Lattenschuss Birner. – Pfosten: 11. Sprunger, 17. Rosselli-Olsen.

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