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Zweiter Platz für das Schweizer Team

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Müde, aber sehr zufrieden: So lässt sich das Befinden von Michael Wymann, Daniel Kälin, Daniel Christen und Marcel Freiburghaus am besten beschreiben. Die vier sind gerade von ihrer Reise in den amerikanischen Bundesstaat Colorado zurückgekehrt. Sie haben dort am Schneeskulpturen-Wettbewerb in Breckenridge den zweiten Platz belegt. Ihr Werk «Converse», geschaffen aus 22 Tonnen Schnee, hat die Jury überzeugt. Die komplexe und zugleich filigrane Figur vermittelt den Eindruck von Leichtigkeit, ist aber von der Statik her sehr aufwendig.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Steinbildhauer Daniel Kälin und Michael Wymann aus Düdingen an einem solchen Wettbewerb teilgenommen haben. Seit rund 20 Jahren sind sie regelmässig dabei; in den letzten Jahren immer mit dem Bildhauerkollegen Daniel Christen aus Rothrist und dem Lastwagenmechaniker Marcel Freiburghaus aus Lyss. In Breckenridge war das Team bereits zum siebten Mal am Start. Alte Hasen also, die mit selbst entwickelten, multifunktionalen Werkzeugen anreisen. Doch dieses Mal lief nicht alles wie vorgesehen: Die vier Schweizer waren bereits fünf Tage vor dem Wettbewerb abgereist, um in Washington einen Zwischenstopp einzulegen. Von den Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt haben sie aber wenig gesehen, weil ein Blizzard kurz nach ihrer Ankunft Stadt und Region lahmlegte. Auch nach drei Tagen war der Flughafen noch ausser Betrieb. So kam es, dass sie verspätet nach Denver und von dort ins Hochplateau von Breckenridge anreisen konnten. «Die anderen 15 Teams fingen am Dienstag um 11 Uhr an, wir erst am Mittwochmorgen», erzählt Daniel Kälin. Dann haben die vier aber Gas gegeben. Aus einem Block von drei mal drei mal dreieinhalb Metern Schnee haben sie ihre Skulptur herausgearbeitet. «Uns kam zugute, dass wir sehr gut vorbereitet waren», sagt Michael Wymann. «Wir hatten alle Schritte vorher besprochen und in einer Art Drehbuch festgehalten. So konnten wir effizient arbeiten.» Abends hängten sie jeweils zwei Stunden an, um die verlorene Zeit aufzuholen. Ungewohnt sei für sie auch die dünne Luft gewesen, da der Austragungsort auf rund 3200 Metern über Meer liege. Spass habe es schon gemacht, sagt Daniel Kälin, «aber es war auch harte körperliche Arbeit. Wir haben damit gerechnet, die letzte Nacht durcharbeiten zu müssen.» Doch das speditive Vorgehen zahlte sich aus: «Wir waren am Vorabend der Jurierung um 16 Uhr fertig.»

Die Temperaturen um null Grad oder leicht darüber waren angenehm zum Arbeiten, doch ein Risiko für die Skulpturen. Die Schweizer hatten Glück: Bei ihrer drei Meter hohen Figur fiel erst kurz nach der Jurierung ein Bogenstück ab. Die Werke beider Teams aus Deutschland hielten schon vorher der starken Sonneneinstrahlung nicht mehr stand.

Den ersten Preis hat ein Team aus den USA mit einer Unterwasser-Figur gewonnen. Auch Platz drei ging mit einem riesigen Elefantenkopf an die USA. «Wir sind uns treu geblieben», sagt Daniel Kälin. Ihnen sei bewusst, dass ihre abstrakten Werke bei den Amerikanern weniger gut ankämen als figurative Sujets. Langsam sei aber ein Entwicklungsprozess zu spüren. Es habe immer mehr abstrakte Modelle im Wettbewerb, und bei der Jurierung würden auch Präzision und die bauliche Herausforderung berücksichtigt. «Der zweite Platz ist eine Bestätigung, dass wir richtig liegen», sagt Michael Wymann.

Zahlen und Fakten

16 Teams aus elf Ländern am Start

Am Schneeskulpturenwettbewerb in Breckenridge/Colorado haben 16 Teams aus elf Ländern teilgenommen. Jedes Team hatte 65 Stunden Zeit, um aus 32 Kubikmetern Schnee eine Skulptur zu schaffen. Diese musste genau dem Modell entsprechen, mit dem sich das Team angemeldet hatte. Plätze eins und drei gingen an zwei amerikanische Teams.im

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