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Zwieback und geschlungene Bretzeli

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Bereits auf dem Weg zur Fabrikhalle liegt ein angenehmer Duft in der Luft. «Mmmh, das riecht gut», sagt ein Mädchen zu ihrer Kollegin. Die beiden sind mit sechs anderen Mädchen und fünf Buben mit dem Ferienpass Murten in der Roland AG in Murten zu Besuch. In der Fabrikhalle angekommen duftet es dann tatsächlich nach frischem Brot und Salzgebäck–wie in einer Backstube. Auf einer Passerelle mitten in der Halle beginnt die Führung. «An diesem Ende der Halle ist das Rohstofflager», erklärt Hugo Kunz, der den Fabrikbesuch leitet. Er muss laut sprechen, damit er die Maschinengeräusche übertönt. «Die Produktionslinien führen vom Rohstofflager her zum anderen Ende der rund 160 Meter langen Fabrikhalle. Dort kommen dann die fertig verpackten Produkte heraus», erklärt Kunz. Er kennt die Firma bestens, da er bis zur Pensionierung über 20 Jahre für die Roland AG arbeitete.

Aus Einback wird Zwieback

«Das da unten ist der Zwieback-Ofen», erklärt Kunz. Auf der einen Seite gehen die von einer Maschine geformten Teigstücke rein, auf der anderen Seite kommen sie gebacken wieder raus. «Dieser Ofen wird seit dem Produktionsstart des Zwiebacks im Jahr 1941 verwendet. Das ist eben noch Qualität», sagt Kunz. Der Ofen sei 1995 von der alten in die neue Fabrik umgezogen. Mit dem Backen im alten Ofen sind die Zwieback noch lange nicht fertig: Es sind jetzt erst sogenannte Einback, wie Kunz erklärt. «Zwieback werden aber zweimal gebacken, daher der Name.» Vor dem zweiten Ofendurchlauf wird der Einback maschinell in die typischen Scheiben geschnitten und mindestens 24 Stunden gelagert. Erst danach geht es in den zweiten Ofen, wo die Stücke ihre goldbraune Färbung erhalten. «Es ist eigentlich eher ein Rösten als ein Backen», erklärt Kunz. Während er spricht, beobachten die Kinder gebannt die vielen Maschinen. Überall passiert etwas. «Ich will sehen, wie sich der Kübel dort leert», sagt ein Knabe. Er hat einen grossen Behälter im Blick, in dem Zwiebackteig entsteht, rund 300 Kilogramm sind es pro Kübel. Ist der Teig fertig, wird er maschinell in einen Trichter gegossen, von wo aus er in den gewünschten Häppchen aufs Förderband gelangt.

27 000 Bretzeli pro Stunde

Etwas weiter bieten die Bretzeli-Schlingmaschinen ein spektakuläres Schauspiel: Mit kleinen Ärmchen packen sie die dünnen Teigschnürchen und schlingen sie in rasantem Tempo zu Bretzeln. Immer im gleichen Takt entsteht an jeder der zwölf Maschinenstationen eine geknotete Bretzel. «Pro Stunde werden 27 500 Bretzeln geschlungen», sagt Kunz.

Am Ende der Bretzeli-Produktionslinie herrscht ebenfalls Hochbetrieb: Dort nehmen Roboterarme die Bretzeln einzeln vom Fliessband und legen sie in die Verpackungsschale. «Eine Kamera filmt die Bretzeln und übermittelt dem Roboter, wie sie liegen, damit er sie richtig packen kann», erklärt Kunz. Bretzeln, deren Form nicht stimmt, lässt der Roboterarm liegen. «Abfall gibt es bei uns aber nicht.» Die knapp sechs Prozent Ausschussware werden laut Kunz in der Landi Sursee zu Tierfutter weiterverarbeitet.

Neben Zwieback, Bretzeli und Salzstengeln wird in Murten auch Blätterteiggebäck und Knäckebrot hergestellt. Zudem werden laut Kunz auch immer wieder neue Produkte entwickelt. «Dann stimmt es, dass es einmal ein Vanille-Zwieback gab», so die Frage eines Mädchens. «Ja, das stimmt», antwortet Kunz. Es sei aber nach einer gewissen Zeit wieder verschwunden.

Zahlen und Fakten

Herkunft des Namens Roland ist unklar

Die Roland Murten wurde 1939 von Leopold Schöffler unter dem Namen Knäckebrotfabrik Murten AG gegründet. Woher der spätere Name Roland kommt, ist unklar. Es wird vermutet, dass der Name gewählt wurde, weil er in allen Sprachen funktioniert. Als Vorbild könnte der deutsche Ritter Roland gedient haben. 1978 ging die Firma von Heinz Schöffler an Sandoz über, 1998 wurde sie von der Valora gekauft. Seit 2008 gehört die Roland AG der Cornu SA mit Sitz in Champagne (VD). Das jährliche Produktionsvolumen der Roland AG liegt bei 3800 Tonnen, der Exportanteil bei rund 40 Prozent. Neben der Marke Roland werden in Murten unter anderem Coop-Eigenmarken, Wasa-Knäckebrote und Lidl-Produkte hergestellt. Roland beschäftigt rund 110 Angestellte.luk

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