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Zwischen Avenches und Vully wurde die Schweizer Luftfahrt geboren

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Autor: HANNES WÄHRER

Es ist Sonntag, kurz nach Mittag, als die gesamte Menge ihr Gesicht himmelwärts wendet. Zuerst nur als Punkt sichtbar, nähert sich dem Blickfeld rasch eine zweiplätzige Bücker Jungmann. Ein Doppeldecker, der seinen Erstflug 1934 absolvierte. Aber das ist es nicht, was dem Publikum den Mund teilweise offen stehen lässt. Sondern die waghalsigen Manöver, die der Pilot über dem Festplatz absolviert. Spiralen, Pirouetten und halsbrecherische Steigflüge, bei deren höchstem Punkt das Flugzeug fast zum Stillstand kommt, bevor es mit einer scharfen Drehung wieder erdwärts rast.

«Es braucht jahrelange Übung, bis ein Pilot solche Kunststücke vollführen kann», kommentiert Peter Winkler, Präsident des Organisationskomitees der CentenAir 2010 in Salavaux, den Flug. Was in Salavaux am Samstag und Sonntag gefeiert wurde, war das 100-jährige Jubiläum des Erstflugs von Ernest Failloubaz aus Avenches mit einer Maschine, die René Grandjean aus Bellerive konstruiert hatte (siehe Kasten).

Wiege der Schweizer Aviatik

«Auch wenn man das heute kaum mehr weiss, ist die Wiege der Schweizer Aviatik nicht in Zürich, sondern hier zwischen Avenches und dem Vully», sagt Winkler, der als Pilot selbst 30 Jahre geflogen ist. Warum gerade hier? «Vielleicht weil die Welschen ihre guten Ideen einfach umsetzten, statt erst Behörden zu fragen und dadurch gebremst zu werden», meint Winkler.

Nebst den zahlreichen Flug- und Fallschirmdarbietungen war an der CentenAir auch zu sehen, mit was für Geräten die ersten Schweizer Piloten tatsächlich abhoben. Im Festzelt waren drei möglichst originalgetreu nachgebaute Repliken der damaligen Flieger ausgestellt. Zum Beispiel die «Grandjean», das Flugzeug, mit dem der gefeierte erste Flug in der Schweiz absolvierte wurde. 14 000 Stunden Arbeit hat Michel Porchet aus Fiez (VD) investiert, um die Maschine nachzubauen.

Am Sonntag zog OK-Präsident Peter Winkler eine positive Bilanz des Anlasses. «Am Samstag lag die Zuschauerzahl wegen des Wetters unter den Erwartungen, am Sonntag kamen dafür mehr Leute, als wir erwartet hatten.»

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