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Zwischen Bern und dem Genfersee

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Trotz finanziellen Problemen will die Cutaf das Angebot verbessern

Autor: Von MURIELBOWIE

«Ein gutes öffentliches Verkehrsnetz setzt eine starke Region voraus», eröffnet Oberamtmann Nicolas Deiss die Versammlung und appelliert an die Gemeinden, grössere Gemeindeeinheiten zu schaffen, sprich die Verhandlungen für die Fusion der Agglomerationsgemeinden voranzutreiben: «Denn nur so hat der Kanton Freiburg eine reelle Chance, zwischen Bern und dem Genfersee zu bestehen.» Deshalb sei es auch unbedingt nötig, dass das neue Transportgesetz, das am 22. September im Grossen Rat zur Sprache kommt, angenommen wird, wie Deiss weiter ausführt. «Um den öffentlichen Verkehr in der Agglomeration Freiburg auszubauen, ist jedoch Geld nötig», weiss er. Das bedeute aber nicht, dass die Cutaf nun kürzer treten muss, sondern vielmehr, dass Prioritäten gesetzt werden sollen. Nur so kann man gezielt eine Verbesserung von einzelnen Verkehrsverbindungen bewirken.

TF oder Cutaf: Wer gibt den Ton an?

Der Vertrag der Cutaf mit den TF löste eine heftige Debatte darüber aus, welcher der beiden in politischen Fragen die Entscheidungen trifft. Zwar war allen Anwesenden klar, dass dies der Verkehrsverbund sein sollte, doch diverse Punkte des Vertrages liessen auf den anderen Fall schliessen. Da die TF die einzigen Anbieter in der Agglomeration sind, habe die Cutaf aber gar keine andere Möglichkeit, als ihre Bedingungen zu akzeptieren. «Und die Linien gehören immer noch den TF», wie ein Delegierter festhält. Im Hinblick auf die Marktöffnung sei es jedoch wichtig, dass die Cutaf ganz klar das Zepter in die Hand nimmt: Denn der Markt ist hart und der Wechsel ist unvermeidbar. Der Delegierte Christoph Allenspach hielt den Verbund dazu an, die ganze Verantwortung zu übernehmen und diese nicht den TFzu überlassen. Das sei vor allem für das Ansehen der Cutaf wichtig. Die Fusion der TF und der GFM erachtet die Cutaf als sehr bedeutend für das zukünftige Bestehen des neuen Betriebs, denn nur damit würden sie auch nach der Öffnung des Marktes im Jahre 2002 gegen die Konkurrenz gewappnet sein.

Ambitioniertes Pflichtenheft

Schon in diesem Jahr konnten für das Zentrum vier und für die Aussengemeinden zwei Verbindungen pro Stunde realisiert werden. Für das nächste Jahr sind aber noch weitere Verbesserungen geplant. Da jedoch alle Pflichten an das neue Transportgesetz gebunden sind, wird die definitive Entscheidung erst in diesem Herbst gefällt. Vorgesehen ist eine Erweiterung der Linie 1 Charmette-Forum nach Marly sowie auch die Erschliessung des Guinzets durch eine Umleitung der Linie Musy-Windig. Das oberste Ziel ist, die Verbindungen so weit zu verbessern, dass der öffentliche Verkehr eine gute Alternative zum Privatverkehr bietet. In diesem Zusammenhang war auch die Poya-Brücke ein Thema. An verschiedenen Anlässen habe die Cutaf den Kontakt zur Opposition gesucht, wie Deiss erklärt. Wenn aber die begleitenden Massnahmen von der Stadt finanziert werden, so stehe der Realisation nichts mehr im Wege, so der Oberamtmann.

Obwohl die Cutaf aus finanzieller Sicht stark auf die Unterstützung der Gemeinden angewiesen ist, kann sie dennoch einen überraschenden Erfolg im Verkauf der Presto-Abonnemente verzeichnen, der ganz klar über den Erwartungen liegt. Bis Ende April wurden insgesamt 20800 Abonnemente verkauft. Für die Zukunft strebt die Cutaf eine Zusammenarbeit mit den SBB an, um eine Kombination von Bahnbilletten mit Presto-Abonnementen zu ermöglichen.

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