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Zwischen Diesseits und Jenseits

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Unter dem Titel «Dr Tod–eine Ausstellung zwischen Diesseits und Jenseits» setzt sich das Regionalmuseum Schwarzwasser in Schwarzenburg in seiner diesjährigen Sonderausstellung mit dem Sterben auseinander. Die Ausstellung bildet den Abschluss einer Trilogie zu den Lebensabschnitten. Bereits zu sehen waren im Jahr 2009 die Ausstellung «Geburt und Taufe» sowie vor zwei Jahren «Konfirmation, Heirat und Alter».

Den letzten Koffer packen

Neben dem Blick auf regionale Trauer- und Begräbnisrituale werden in der Ausstellung alte Sagen und Geschichten rund um den Tod erläutert und erstaunliche historische Dokumente gezeigt: zum Beispiel die Sterbeurkunde des am 4. April 1930 in Syracuse im Staat New York verstorbenen Frederick Mischler mit Heimatort Wahlern oder die Nachbildung eines Sarkophags aus Tuffstein aus einem frühmittelalterlichen Gräberfeld im Elisried. Gleichzeitig soll die Ausstellung auch zum Nachdenken über die eigene Vergänglichkeit anregen. «Wir möchten den Besuchern mitgeben, dass man sich Zeit nehmen sollte. Nicht nur fürs Sterben, sondern auch fürs Leben», sagt Kurator Urs Rohrbach.

«Trotz dem ernsten Thema bietet die Ausstellung auch humorvolle Elemente», so Rohrbach. So werden die Besucherinnen und Besucher gefragt, was sie in einen Koffer für ihre letzte Reise einpacken würden. Als Beispiele sind in der Ausstellung zwölf «letzte Köfferli» zu sehen, die von Leuten aus der Region gepackt wurden. «Wir stellen sie den Beigaben gegenüber, die früher ins Grab kamen», erklärt Rohrbach. Damit schaffe die Ausstellung eine Verbindung von der Vergangenheit in die Gegenwart. Die Gegenwart erhält zudem mit aktuellen Themen wie Trauer und Palliativpflege Platz.

Mord bei der Grasburg

Die Ausstellung beschränkt sich nicht nur auf das Museum: In der ganzen Gantrisch-Region wird mit Tafeln auf Sagen und historische Ereignisse rund zum Thema Sterben und Tod aufmerksam gemacht. Bei der Grasburg ist beispielsweise der Mord am Landvogt Amadeus von Villars im Jahr 1398 das Thema. «Er war unbeliebt und wurde der Überlieferung nach von fünf Bauern ermordet», so Rohrbach. Die Mörder seien danach über den Sensegraben ins Freiburgische geflüchtet, wo sie Schutz erhalten hätten.

Beim Guggershörnli steht eine Thementafel zur wilden Jagd am Schwendelberg, bei der Kirche Guggisberg zur tragischen Liebesgeschichte von Vreneli und Simes Hansjoggeli, und beim Schloss Schwarzenburg wird die Hinrichtung einer Kindsmörderin dokumentiert. Die insgesamt 17 Standorte werden laut Rohrbach ab Mitte Mai, wenn alle Tafeln erstellt sind, auf der Homepage aufgelistet. «Mit diesen Aussenstandorten wollen wir einerseits aus den Mauern des Museums ausbrechen und andererseits auf das Museum und die Ausstellung aufmerksam machen.»

Regionalmuseum Schwarzwasser,Leimern 5, Schwarzenburg. 5. Mai bis 24. November. Öffnungszeiten: Sonn- und Feiertage, 14 bis 17 Uhr oder nach Vereinbarung unter Tel. 031 808 00 20, für Gruppenführungen Tel. 031 731 20 41.

Veranstaltungen: Exkursion und Konzert

I m Rahmen der aktuellen Sonderausstellung im Regionalmuseum Schwarzwasser (siehe Haupttext) finden zwei spezielle Veranstaltungen statt. Am Samstag, 25. Mai, bietet das Regionalmuseum eine Exkursion zum Bremgartenfriedhof und zum Krematorium in Bern an. Am Freitag, 21. Juni, findet in der Abegg-Stiftung in Riggisberg unter dem Titel «Stärbe … Musik zwischen Diesseits und Jenseits» ein Konzert mit René Perler (Bassbariton) und Simon Bucher (Klavier) statt. luk

Informationen und Anmeldung unter www.regionalmuseum.com.

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