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Zwischen Romantik und Kommerz

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«Persönlich schenke ich am Valentinstag vielen Menschen Blumen, weil dies einfach etwas Schönes ist», sagt Erika Müller, Inhaberin von Klein und schön Floristik in Düdingen. Generell sei es für die Leute an diesem Tag aber nicht mehr so wichtig wie früher, Blumen zu verschenken. «Viele gehen lieber mit ihrer Frau essen», so Müller. «Die Gastronomie macht uns da etwas Konkurrenz.» Deshalb sei sie auch sehr vorsichtig beim Einkauf von Blumen vor dem 14. Februar. Denn man wisse nie, wie sich der Umsatz entwickeln werde. Bei schönem Wetter oder an einem verlängerten Wochenende seien die Verkäufe stets etwas geringer. Dieses Jahr seien die Prognosen nicht schlecht, da der Valentinstag auf einen Werktag falle und auch die Sportferien erst zwei Wochen später seien.

«Bei den älteren Kunden sind rote Rosen nach wie vor sehr beliebt», so Müller weiter. «Die kann man inzwischen aber auch zuhauf an Kiosken oder Tankstellenshops erstehen.» Bei jüngeren Kunden würden auch andere Farben immer beliebter, etwa Weiss oder Rosé. Gefragt seien auch rote Tulpen, weisse Callas oder gemischte Blumensträusse mit Rot-Elementen. So oder so: Es stimme, dass die Qualität der Blumen an diesem Tag schlechter sei als an anderen Tagen. «Ich habe meine Rosen jeweils bereits einige Tage früher im Haus», so Müller. «Denn danach sind einfach keine frischen Blumen mehr erhältlich, da die Händler die Ware bewusst zurückhalten.» Sie habe auch schon einen beträchtlichen Anteil ihrer Bestellungen retournieren müssen, weil die Qualität einfach nicht optimal ge­wesen sei.

«Wir hoffen zwar auf viele Kunden», sagt Bernadette Zollet, Inhaberin des Blumengeschäfts Bernaflor in Schmitten. «Aber wenn ich diese Blumenflut bei den Grossverteilern sehe, dann können die Umsätze fast nur abnehmen.» Die Schenkgewohnheiten am Valentinstag hätten sich generell verändert. Die jungen Kunden wählten immer häufiger Parfüm oder Schmuck als Valentinstagsgeschenk und würden diese Waren dann im Internet bestellen. «Das Geschäft läuft schon», so Zollet, «aber nicht mehr wie früher.» Dazu trage auch die Konkurrenz des Gastgewerbes bei. «Jeder will ein Stück vom Kuchen.» Bei den Blumen stellt für sie die rote Rose nach wie vor den Klassiker dar – die man aber heutzutage an jeder Tankstelle und bei jedem Grossverteiler sehe. Wenn das Wetter umschlage, dann sei aber auch Frühlingshaftes sehr gefragt, etwa Tulpen oder Topfpflanzen. Nicht zuletzt seien die roten Rosen im Einkauf an diesem Tag fast doppelt so teuer wie sonst. Ohne Vorreservationen gehe es deshalb nicht. «Danach setzen uns die Verkäufer schlicht das Messer an den Hals», so Zollet.

«Die Gaststätte voll zu haben»

«Dass die Restaurants am Valentinstag besondere Menüs anbieten, ist nichts Neues», sagt Muriel Hauser, Präsidentin von Gastro Freiburg. «Allenfalls hat sich die Kommunikation verändert, ein solcher Tag wird nun auch auf den sozialen Netzwerken beworben.» Der Valentinstag sei nach wie vor ein sehr wichtiger Tag für ihre Branche, an dem die Gelegenheit bestehe, die Gaststätte auch an einem Werktag voll zu haben. Deshalb sei es für die Gastronomie eher ungünstig, wenn der Valentinstag auf ein Wochenende falle. So oder so würden die meisten Restaurants ihre Valentins-Menüs aber an mehreren Tagen anbieten, etwa vom 13. bis zum 16. Februar. Und was bedeutet ihr dieser Tag persönlich? «Ich feiere das ganze Jahr hindurch Valentinstag», sagt sie mit einem Lächeln.

Historisches

Es war ursprünglich der Tag der Göttin Juno

Um das Leben von Valentin ranken sich mehr Fragen und Spekulationen als gesicherte Antworten. Das Gedenken des 14. Februars gilt vielleicht jenem Valentin, der im dritten Jahrhundert als Bischof von Terni in Umbrien amtierte und um das Jahr 268 in Rom als Märtyrer starb. Direkte Quellen zu Valentins Leben gibt es aber nicht. Seine Existenz wird nur von späteren, unzuverlässigen Berichten angenommen. Nach der Legende lud der vornehme Athener Redner Craton Valentin von Terni nach Rom ein. Cratons Sohn litt unter einer gekrümmten Wirbelsäule. Nachdem Valentin den Filius geheilt hatte, soll sich die ganze Familie zum Christentum bekehrt haben.

Wo liegt die Wahrheit?

Den historischen Kern der Geschichte herauszuschälen, ist schwierig – zumal es noch einen weiteren, am gleichen Tag gefeierten Valentin gibt. Dieser Valentin von Rom soll ein Priester gewesen sein, der am 14. Februar 269 unter Kaiser Claudius Gothicus das Martyrium erlitt.

Wieso der Valentinstag der Tag der Verliebten ist, geht aus den Legenden nicht hervor. Eine Erklärung knüpft an die römische Götterwelt an. Im alten Rom gedachte man am 14. Februar der Göttin Juno, die als Schützerin von Ehe und Familie galt. Die Frauen bekamen an diesem Tag Blumen geschenkt. Diese Verehrung soll dann auf den Valentinstag übergegangen sein.

jcg

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