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Zwischen virtueller und realer Welt

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Carole Schneuwly

Nach dem Tod von Rico Weber im Jahr 2004 fiel der gesamte Nachlass des Künstlers als Schenkung an den Staat Freiburg respektive an das Museum für Kunst und Geschichte: ein ausserordentlich interessantes Legat, wie Caroline Schuster Cordone, Vizedirektorin des Museums, am Donnerstag vor den Medien betonte. Da seien einerseits Webers eigene Werke, andererseits seine umfassende Sammlung von Werken anderer Künstler, darunter seiner beiden langjährigen Vertrauten Jean Tinguely und Niki de Saint Phalle, und schliesslich sein gesamtes Archiv aus Briefen, Fotos, Filmen und vielen anderen Objekten. «Rico Weber war ein Sammler», so Caroline Schuster. «Er hat nie etwas weggeworfen – zu unserem Glück!»

Vom Diktat des Bildes

Noch immer arbeite man daran, die Weber-Schenkung aufzuarbeiten. Im Espace Jean Tinguely – Niki de Saint Phalle wolle man dem Publikum regelmässig Teile davon zeigen. «Es sollen thematische Ausstellungen sein, nicht eine Gesamtschau», erklärte die Vizedirektorin. Für die diesjährige Sommerausstellung fiel die Wahl auf die Serie «Zap TV», eine künstlerisch-ironische Auseinandersetzung mit dem Verhältnis des modernen Menschen zum Fernsehen, dem Diktat des Bildes in unserer Gesellschaft und den verschwimmenden Grenzen zwischen virtueller und realer Welt. Rico Weber, der seit den Siebzigerjahren in St. Ursen lebte, integrierte dafür unbewegliche Bilder in nachgeahmte Fernsehbildschirme aus Kunstharz.

Ein wichtiges Thema, das in der Ausstellung zu entdecken ist, ist Japan: Weber hielt sich hier im Jahr 1994 zusammen mit Niki de Saint Phalle auf, um in der Stadt Nasu ein Niki-de-Saint-Phalle-Museum aufzubauen. Aus Japan brachte er unzählige Bilder aus populären Fernsehserien, Trickfilmen oder Theaterstücken mit, die er in der «Zap TV»-Serie verarbeitete. Ein anderes Thema, das Weber in den Bildschirmen in Szene setzte, war die Formel 1. Die Faszination für die Boliden und den Temporausch teilte er mit Jean Tinguely, und in seinen Werken gelang es ihm, das Gefühl für die Geschwindigkeit in unbewegten Bildern darzustellen.

Ergänzt wird die Ausstellung durch einen Dokumentarfilm über Rico Weber, den der Filmer Stefan Hugentobler 2006 realisierte.

Espace Jean Tinguely – Niki de Saint Phalle, Murtengasse 2, Freiburg. 22. Mai bis 24. Oktober. Mi. bis So. 11 bis 18 Uhr, Do. 11 bis 20 Uhr.

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