Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Zwist rund um Bestattungszentrum

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Nicole JEgerlehner

Vuisternens-en-Ogoz «Wir haben auf Geheiss des Promotors hin das Projekt zurückgezogen»: Yves Grandjean vom Architekturbüro Réno Conception in Bulle bestätigt, dass das Baugesuch für ein Krematorium samt Gedenkraum, Restaurant und Erinnerungsgarten in Vuisternens-en-Ogoz zurückgezogen wurde. «Es gab zu viele Probleme mit der Gemeinde», sagt Grandjean.

«Zurzeit auf Stand-by»

André Müller, Besitzer der gleichnamigen Metallbaufirma in Vuisternens-en-Ogoz, sieht dies ganz anders. Der Promotor und Investor sagt: «Das Projekt ist zurzeit auf Stand-by.» Noch müssten die Pläne an die Vorschriften der Gemeinde angepasst werden: «Das braucht einige kleine Anpassungen, in ein oder zwei Monaten legen wir die Pläne vor», sagt Müller den FN. Kein Thema sei aber die Aufgabe des Projekts. Trotzdem: Das Oberamt des Saanebezirks hat Anfang Woche verfügt, dass das Baugesuch und damit eine allfällige Baubewilligung annulliert wird. Das bringt André Müller in Rage: «Sie haben nichts verstanden!» Natürlich werde er gegen den Entscheid des Oberamts rekurrieren.

Murith baut bereits

Das Projekt für eine Gedenkstätte in Vuisternens-en-Ogoz stand von Anfang an unter einem schlechten Stern: Das Freiburger Bestattungsunternehmen Murith AG erhielt bereits im letzten Frühling eine Baubewilligung für ein Krematorium auf dem Gelände des Friedhofs St. Leonhard. Dieses befindet sich zurzeit im Bau (die FN berichteten).

Fachleute gehen davon aus, dass im Kanton Freiburg nur ein Krematorium rentabel geführt werden kann. Das heisst auch: Wer erst als Zweiter eine Baubewilligung erhält, hat das Nachsehen – in diesem Fall ist das eben das Projekt in Vuisternens-en-Ogoz.

Dieser Argumentation mag sich André Müller jedoch nicht anschliessen: «Bei uns wird mehr als ein Krematorium entstehen, wir wollen ein richtiges Bestattungszentrum errichten – das ist mit dem Freiburger Krematorium nicht vergleichbar.» Er zeigt sich überzeugt, dass sein Projekt auf Anklang stossen wird.

«Noch offene Fragen»

In der Gemeinde stösst das Projekt jedoch auf wenig Gegenliebe: «Wir haben viele Fragen gestellt, aber noch lange nicht alle Antworten erhalten», sagt André Ackermann, Präsident der Administrativkommission, welche Vuisternens-en-Ogoz leitet. «Gerade auch zur Finanzierung haben wir noch offene Fragen.» Er frage sich zudem, ob «ein Dorf im Gibloux» der ideale Ort für ein Bestattungszentrum sei. Die Nachbarn des betreffenden Grundstücks schauten jedenfalls mit Besorgnis auf das Bauvorhaben. «Für unsere Gemeinde hat dieses Projekt keine Priorität», sagt Ackermann.

Ursprünglich hat der Sarghändler Paolo Rossi aus Vuisternens-en-Ogoz das 6-Millionen-Projekt initiiert. Nach Bedenken aus der Nachbarschaft redimensionierte er das Vorhaben und verzichtete auf Gedenkstätte, Restaurant und Kapelle; er wollte nur noch ein Krematorium bauen. Vergangenen Frühling zog sich Rossi dann zurück – und André Müller holte die alten, grossen Pläne wieder aus der Schublade.

Noch kein Krematorium

Der Verbrennungsofen, der zurzeit auf dem Friedhof St. Leonhard gebaut wird, ist der erste überhaupt im Kanton. Heute geht die letzte Reise eines Freiburgers, der eingeäschert wird, darum nach Neuenburg, Lausanne oder Bern. Fast 80 Prozent aller Toten im Kanton werden kremiert.

Mehr zum Thema