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«Zwölf Jahre sind genug»

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«Zwölf Jahre sind genug»

Abtretende Grossräte im Sensebezirk

Sechs Grossräte aus dem Sensebezirk sind dieses Jahr nicht mehr angetreten oder abgewählt worden. Was sie aus der Situation machen, ist unterschiedlich. Der eine geniesst die zusätzliche Freizeit, der andere bastelt an der Fortsetzung der politischen Karriere.

Autor: Von MATTHIAS FASEL

Vier Männer und zwei Frauen aus dem Sensebezirk gehen seit November nicht mehr regelmässig nach Freiburg ins Rathaus: die einen freiwillig, die anderen weniger.Am längsten Mitglied des Grossen Rates war Maria-Grazia Conti (SP, Schmitten). In ihren zwölf Jahren Amtszeit hat sie sich in erster Linie für Bildungsfragen interessiert. «Als Lehrerin ist mir ein gutes und gerechtes Bildungswesen schon immer sehr am Herzen gelegen», erklärt sie gegenüber den FN. So hat sie sich letztes Jahr zum Beispiel zusammen mit ihrer Parteikollegin Antoinette Romanens im Grossen Rat erfolgreich für mehr Gerechtigkeit bei der Vergabe von Stipendien eingesetzt. Als eine ihrer wichtigsten Errungenschaften sieht sie auch, dass psychisch kranke Deutschsprachige die Möglichkeit haben, sich an einem deutschsprachigen Ort behandeln zu lassen. Mit einem Postulat an den Staatsrat war Conti dafür mitverantwortlich.

«Frauenanteil viel zu gering»

Für diese Wahlen im November ist die Politikerin nicht mehr angetreten. «Zwölf Jahre im Rathaus sind genug. Eine Legislatur dauert fünf Jahre, das ist eine lange Zeit. Ich wollte nicht nach einem oder zwei Jahren aufhören.» Ein bisschen vermisst Conti die Politik aber schon. «Es hat mir sehr gut getan. Es war interessant, mit vielen neuen Leuten in Kontakt zu treten und auch einmal über andere Themen zu diskutieren als im Berufsalltag.»Jetzt will Conti also anderen Politikern und vor allem Politikerinnen Platz machen. Wirklich zufrieden ist sie mit der Zusammensetzung des Parlaments allerdings nicht. «Der Frauenanteil im Parlament ist immer noch viel zu gering», sagt sie. Damit kommt eine weitere Priorität der Schmittnerin zum Vorschein, die Gleichstellung von Mann und Frau.

«Mehr Zeit mit der Familie»

Mit sechs Amtsjahren ist Hans-Rudolf Beyeler (CSP, Oberschrot) am zweitlängsten als Grossrat tätig gewesen. Stolz ist er unter anderem darauf, dass die umfassende Sanierung der Strasse zwischen Oberschrot und Plasselb, die momentan im Gang ist, unter anderem auf sein hartnäckiges Vorgehen, inklusive Unterschriftensammlung und Anfrage an den Staatsrat, zurückzuführen sei. Weitere Schwerpunkte waren für Beyeler die Finanzpolitik und der Tourismus. Im November ist er Opfer des schwachen Abschneidens der CSP geworden und nicht wiedergewählt worden. Die Politik vermisst Beyeler momentan nicht. «Ich kann plötzlich wieder viel mehr Zeit mit meiner Familie verbringen. Auch sonst ist es schön zu entdecken, dass es nebst der Politik noch viele andere schöne Dinge gibt.» Jörg Schnyder (FDP, Bösingen) ist ebenfalls nicht wiedergewählt worden. In seinen vier Jahren Amtszeit hat er versucht, kantonale Barrieren abzuschaffen, insbesondere im Bildungsbereich. Bei den Wahlen ist er allerdings knapp gescheitert. Er vermisst die Abwechslung, die ihm die Politik zu seinem Beruf als Landwirt gegeben hat. «Aber ich bin natürlich nicht zutiefst betrübt.»Betrübt ist auch Oskar Lötscher (CVP, Schwarzsee) nicht. Er hat nach ebenfalls vier Jahren Amtszeit selbst auf eine erneute Kandidatur verzichtet, weil er mehr Zeit in sein Geschäft investieren wollte. Freiheiten für die Gemeinden und gesunde Finanzen waren ihm wichtige Anliegen.

«Politisches Leben nicht zu Ende»

Yvan Aeby (SVP, Tentlingen) ist 2004 als Vertreter der CVP in den Grossen Rat gerutscht. 2005 hat er schliesslich zur SVP gewechselt, wo er sich deutlich mehr entfalten könne. Für eine Wiederwahl hat es jedoch nicht gereicht. Von einem Rückblick hält er noch wenig. «Mein politisches Leben ist noch nicht zu Ende.» Aeby hat bereits Pläne, wie seine politische Zukunft aussehen wird. Mehr will er momentan nicht verraten.Am wenigsten lang im Grossen Rat war Veronika Brülhart (CSP, St. Silvester). Sie ist im Dezember 2005 in den Grossrat gerutscht und hat aus beruflichen Gründen auf eine erneute Kandidatur verzichtet.

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