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«Ab Morgen wird alles anders …»

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Gute Vorsätze sind womöglich so alt wie die Zeitrechnung selbst, aber letzten Endes nicht viel effizienter als ein Dafal­gan am Neujahrsmorgen. Nach knapp zwei Stunden Wirk­dauer fällt man zurück in den natürlichen Habitus und das Pochen im Kopf nimmt seinen gewohnten Lauf. Man fasst den festen Entschluss, sich zu ändern. Regelmässiger Sport, gepflegtere Füsse, bessere Noten. Den Kuchen zur Seite statt auf die Hüften zu legen.

All das nur, um oftmals früher und ausnahmsweise später doch das Handtuch zu werfen. Die guten Absichten halten nur selten länger als zwei Wochen und werden im Fall eines Scheiterns just vor Jahresende wieder ausgepackt. Nichtsdestotrotz gehören Satzanfänge wie: «Für nächstes Jahr nehme ich mir vor, dass …», und: «Ab jetzt höre ich auf mit …» immer noch zum alljährlichen Silvestervokabular. Doch was verbirgt sich hinter dem ständigen Fassen von Vorsätzen und dem wiederholten Nichteinhalten? Und wieso brauchen wir einen Montag oder gar ein neues Jahr, um schlechten Angewohnheiten und persönlichen Defiziten die Stirn zu bieten?

Der Morgen des ersten Ja­nuar ist wie eine Tabula rasa, ein unbeschriebenes Blatt. Man weiss nicht, wohin sich das frische Jahr wenden wird und welche Überraschungen es bereithält.

Das Januarloch

Doch spätestens mit Eintreffen der Steuererklärung verschwindet der funkelnde Neujahrszauber, und begrüsst wird das sogenannte Januarloch. Dazwischen bleibt meist genug Zeit, um sich zugegebenermassen eher oberflächlich als ausführlich mit der eigenen Person zu befassen. Daraus resultieren massenhaft Vorsätze, welche, voreilig gefasst, in absehbarer Zeit erneut zum frühmorgendlichen Texteschreiben oder zum Griff zur Zigarette führen.

Tatsache ist, dass der kalendarische Neubeginn, so wie generell jeder Neustart, in uns ein Gefühl von Optimismus weckt. Dieser verleiht neue Lebensenergie und weckt den Drang nach positiver Umstellung. Was anfänglich simpel erscheint, wird in der Umsetzung zum Problem. Bei übermässiger Anstrengung wird der Vorsatz, wer hätte es geahnt, auf das kommende Jahr verschoben. Und wenn es im folgenden Jahr nicht klappt, dann doch sicher im übernächsten, oder? So beginnt der allbekannte Kreislauf guter Vorsätze, welcher irgendwann, mit einem Quantum Selbstkritik und Akzeptanz, seine letzte Ruhe findet.

Zu hohe Ziele

Der Grund für das Scheitern von Vorsätzen liegt jedoch weniger in der mangelnden Bereitschaft als viel mehr in zu hoch gesteckten, übermässigen oder schlicht falsch gewählten Zielen.

Schliesslich ist Pünktlichkeit nach über zwanzig Jahren ausnahmsloser Verspätungen wohl kaum ein realistisches Bestreben. Vielmehr sollte da­rauf geachtet werden, sich durch kleine, aber präzise Schritte an die gewünschte Lebensweise heranzutasten. Bei Organisationsproblemen wäre beispielsweise das Anschaffen einer Agenda oder die Installation einer Erinnerungs-App empfehlenswert. Die ausnahmslos korrekte Einhaltung von Terminen und Erledigungslisten bietet hingegen nächstjährigen Vorsatzstoff.

Möglicherweise ist es nach all den vorsatz- und zugleich vorwurfsvollen Jahren auch schlichtweg an der Zeit, sich ernsthaft und ausgiebig mit den persönlichen Schwächen auseinanderzusetzen, statt sie durch kurzfristige Launen zu betäuben. Auch wenn es schwerfällt, lohnt es sich, hie und da der Wahrheit ins Gesicht zu sehen und sich mit vernünftigeren Zielen – unabhängig von Tag und Datum – zu beschäftigen.

Von daher mein persönlicher, unabhängiger Entschluss: keine Vorsätze. Diesen einen halte ich bislang am besten ein.

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