Murten 30.07.2020

«Mit Herz und Blut dabei»

(v.l.) Désirée Leicht-Fuchs mit ihrem Sohn, Hansjörg und Jacqueline Fuchs, Jean-Christophe Fuchs und Angélique Huter-Fuchs.
Das Modehaus Fuchs feiert dieses Jahr sein 75-jähriges Jubiläum. Seit drei Generationen ist das Modegeschäft in Familienhand und betreibt Läden in der Murtner Altstadt und in Avenches.

«Wir sind mit dem Modehaus aufgewachsen, und wir wollen die Geschichte weiterführen», sagt Désirée Leicht-Fuchs, Geschäftsführerin des Damenmodegeschäfts von Modehaus Fuchs. Gemeinsam mit ihren Geschwistern Angélique Huter-Fuchs und Jean-Chris­tophe Fuchs führt die 35-Jährige die Ladenkette Modehaus Fuchs in dritter Generation und mit sechs verschiedenen Ladenlokalen.

75 Jahre Mode

1945 gründete Hermann Fuchs, der Grossvater von Désirée, sein erstes Damenkonfektionsgeschäft in der Murtner Altstadt. «Es gab nicht viele Läden für Frauen in Murten, er hat gewissermassen eine Marktlücke entdeckt», so Désirée Leicht-Fuchs. Hermann Fuchs war Schneider und führte gemeinsam mit seiner Frau das Modegeschäft. In den 70er-Jahren stieg Hansjörg Fuchs, Désirées Vater, in das Modebusiness ein und übernahm den Betrieb zusammen mit seiner Frau Jacqueline. Das Modehaus Fuchs vergrösserte sich, und so kam neben der Damen­mode schon bald eine Herrenkonfektion dazu. «Wir spüren, was unsere Kundinnen und Kunden wollen, und bieten ihnen anschliessend genau das an», sagt Désirée Leicht-Fuchs.

Ende der 90er-Jahre stieg die damals 18-jährige Angélique Huter-Fuchs in den Familienbetrieb ein: Das Calida-Geschäft mit Unterwäsche und Bademode wurde eröffnet. Anfang der 2000er-Jahre eröffnete Jean-Christophe Fuchs die Boutique Fuchs in der Murtner Altstadt mit verschiedenen Streetwear-Modemarken im Angebot. Schon bald folgte die Expansion ausserhalb von Murten: 2004 eröffnete das Modehaus Fuchs in Avenches im Milavy-Centre ein weiteres Geschäft. Das neuste Laden­lokal wurde von Angélique Huter-Fuchs vor gut einem Monat in Murten eröffnet. «Switcher and more» heisst der Laden und bietet Freizeitmode, Taschen und Schuhe an.

«Wir wollen, dass unsere Kunden spüren, wo sie einkaufen: in einem Familienbetrieb.»

Désirée Leicht-Fuchs

Teilhaberin von Modehaus Fuchs

Mittlerweile arbeitet die ganze Familie Hand in Hand und hilft sich untereinander aus. «Wir sind alle mit Herz und Blut dabei und lieben die Arbeit hier.» Ihr Vater Hansjörg Fuchs und ihre Mutter Jacqueline halten den Betrieb und die Familie zusammen. Ob schon bald die vierte Generation folgen wird? «Das wäre natürlich schon schön, aber wir werden sehen, was die Zukunft bringt», sagt Désirée Leicht-Fuchs.

Das Erfolgsrezept

Heuer feiert das Modegeschäft sein 75-jähriges Jubiläum. Doch was ist das Erfolgskonzept vom Modehaus Fuchs? «Wir gehen mit der Mode mit und passen uns stets an», sagt Désirée Leicht-Fuchs dazu. Das Modehaus Fuchs ist stolz darauf, für jedes Alter etwas zu bieten, für jedes Budget etwas auf Lager zu haben und für jeden Modestil etwas parat zu haben. «Bei uns werden alle fündig. Egal, ob man etwas Festliches, Geschäftliches, Gemütliches oder grosse Grössen sucht.» Das Modehaus Fuchs zieht Kunden aus der ganzen Schweiz an, betont Désirée Leicht-Fuchs. «Wir haben ausserdem ein sehr starkes und loyales Team. Der Kontakt zu den Kunden ist uns wichtig, und wir wollen, dass unsere Kunden spüren, wo sie einkaufen: in einem Familienbetrieb.»

«Emotional schwierig»

Die Corona-Krise hat das 75-jährige Jubiläum des Modehauses in den Hintergrund treten lassen. Zwei Monate lang war das Geschäft geschlossen und konnte erst am 11. Mai wieder seine Türe öffnen. «Das war eine emotional schwierige Zeit für uns. Die Ungewissheit hat uns geplagt.» Die sechs Ladenlokale haben die Krise jedoch gut überstanden. «Unsere Kunden sind zurückgekommen und hatten grosse Freude, dass wir wieder geöffnet sind», sagt die 35-Jährige. Die Familie hatte zum Jubiläum einige Verlosungen geplant gehabt, um sich bei den Kundinnen und Kunden für die jahrelange Treue zu bedanken: «Ohne sie gäbe es unser Modehaus nicht.»

«Je nachdem, wie sich die Situation entwickelt, machen wir noch etwas für unser Jubiläum», so Désirée Leicht-Fuchs. Falls das dieses Jahr nicht klappen sollte, so hofft sie, das 100-jährige Jubiläum dafür umso mehr feiern zu können.