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11 000 Besucher im Sensler Museum

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Krippenausstellung war wiederum ein Publikumsmagnet

Stiftungsratspräsident Marius Zosso bezeichnete das vergangene Jahr als erfolgreich, auch wenn der Besucherrekord von 1998 (13684 Eintritte) nicht erreicht werden konnte. An der gestrigen Bilanz-Medienkonferenz hielt er fest, dass das Museum auch auf ein beachtliches überregionales Interesse stösst. Man sei stolz über diesen Umstand und gleichzeitig auch auf diese zusätzlichen Besucher angewiesen; es sehe teilweise sogar so aus, dass mehr auswärtige Gäste nach Tafers kommen als aus dem Bezirk, hielt er fest.

Missverhältnis zwischen Finanzen und Leistungen

Der Stiftungsratspräsident wies auf den engen finanziellen Rahmen hin, mit dem das Museum auskommen muss. «Objektiv muss festgestellt werden, dass die finanzielle Grundlage einerseits und die Leistungen des Museums andererseits in einem Missverhältnis zueinander stehen. Der sozusagen ausgeglichene Rechnungsabschluss ist insbesondere das Resultat von einem grossen Mass ehrenamtlicher, freiwilliger und damit unentlöhnter oder kaum entschädigter Arbeit», erklärte Marius Zosso. Etwa 40 Prozent des Finanzaufwandes werden durch die Beiträge der Sensler Gemeinden gedeckt. Die «Freunde des Museums» mit rund 800 Mitgliedern erbrachten 28 000 Franken (19 Prozent). Durch die Eintritte konnten
28 000 Franken erzielt werden, und der Verkauf von Drucksachen brachte rund 24 000 Franken ein.

Einer der Schwerpunkte des Stiftungsrates im letzten Jahr war die Schaffung einer Arbeitsgruppe Museumsbetrieb, so dass sich der Rat im Sinne einer Arbeitsteilung inskünftig vor allem mit grundsätzlichen Fragen beschäftigt. Im Laufe des Jahres ist die Mitgründerin des Museums, Yvonne Lehnherr, Direktorin des Museums für Kunst und Geschichte, sowie Anton Kolly aus St. Ursen aus dem Stiftungsrat zurückgetreten. Neu nahm Marcel Portmann Einsitz in diesem Gremium.
Als «Baumeister des Erfolgs» bezeichnete Marius Zosso den Museumskonservator Raoul Blanchard. Dieser ist seit 1992 zu einem 20-Prozent-Pensum im Amt, widmet dem Museum aber wesentlich mehr Zeit.

Krippen zogen am meisten
Besucher an

Das Museum hat im letzten Jahr wieder vier Wechselausstellungen durchgeführt. Als grosser Renner haben sich auch 1999 die Krippen herausgestellt. Wie Konservator Raoul Blanchard betonte, seien aus der ganzen Schweiz Interessierte dafür nach Tafers gereist. Erfreut zeigte er sich darüber, dass die Ausstellung zeitgenössischer Kunst (Beat Fasel) mehr und mehr Beachtung findet. Die hohen Besucherzahlen – das zweitbeste Ergebnis, das je erzielt wurde – werden ganz klar nicht mit der permanenten Ausstellung im Museum erzielt, sondern durch die Wechselausstellungen. Im Vergleich zu 1998 habe im Programm des letzten Jahres ein ausgesprochener Publikumsmagnet wie der Tiermaler Jacques Rime gefehlt.

Ein familienfreundliches Museum

Stolz war Raoul Blanchard über die Diversifikation der Ausgaben. Früher sei man zu 90 Prozent von der öffentlichen Hand abhängig gewesen, heute habe man mit einer dynamischen und offenen Politik sowie marktorientiertem Handeln verschiedene Standbeine aufgebaut.

Ein besonderes Anliegen war ihm das familienfreundliche Konzept des Museums. Einerseits können Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre gratis ins Museum, andererseits ist der Eintritt mit vier Franken sehr tief. Ausserdem bringt Raoul Blanchard viel Energie für die Kinderaktivitäten auf. Das sei ihm wichtig, betonte er. Auf diese Weise könne man das Interesse der Jungen wecken und sie zu «Nachwuchsbesuchern» des Museums aufbauen.

Museum muss sich verändern

Die erzielte Besucherzahl sei sehr gut, meinte er zum Schluss. Man sei auf guten Wegen, müsse aber dranbleiben und dürfe sich mit dem Erreichten nicht zufrieden geben, denn die Konkurrenz aus anderen Museen sei sehr gross. Regelmässig werden ihm Ausstellungen angetragen, zum Teil gute Angebote, zum Teil eher solche, die nicht ins Konzept passen. Die Auswahl falle nicht leicht, denn mehr als vier Wechselausstellungen pro Jahr liegen wegen des grossen Aufwandes (Installation und Vermarktung) nicht drin.

Noch bis zum 21. Mai 2000 ist im Sensler Museum Tafers die Ausstellung über alte Sensler Postkarten zu sehen. Danach werden Freiburger Landschaftsmaler gezeigt.

25 Jahre Sensler Museum: wie weiter?

Das Sensler Museum in Tafers feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Dieser Geburtstag soll im Rahmen eines Festwochenendes ab 1. September gefeiert werden. Für Stiftungsratspräsident Marius Zosso soll dieser Anlass auch Gelegenheit bieten, sich über die Zukunft Gedanken zu machen und die einheimische Öffentlichkeit noch vermehrt für die Bedürfnisse des Museums zu sensibilisieren. «Das gegenwärtige Leistungsangebot und die Attraktivität des Sensler Museums können künftig nur durch eine wesentlich breitere Finanzierungsgrundlage garantiert werden», hielt er an der gestrigen Medienorientierung fest. Ausserdem müsse man sich Gedanken über eine räumliche Veränderung machen. Ausbaupläne seien schon seit längerem im Gespräch, bis jetzt gebe es aber keine konkreten Projekte, führte der Oberamtmann aus.

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