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17,5 Millionen für Schaukäserei

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Ursprünglich sollte die Schaukäserei des Gruyère AOP, das Maison du Gruyère in ­Pringy, bis im Winter 2022/23 erneuert werden. Doch nicht nur die Corona-Pandemie hat das 38-Millionen-Projekt verlangsamt: Einschneidender sind die Prozeduren rund um die Bewilligungen.

Im letzten September hat das Freiburger Kantonsgericht entschieden, die Ortspläne von rund einem Drittel aller Gemeinden müssten sich nicht mehr am alten, sondern bereits am neuen kantonalen Richtplan ausrichten. 62 Gemeinden sind von diesem Entscheid betroffen – darunter die Gemeinde Greyerz, zu der das Dorf Pringy gehört. All diese Ortspläne sind derzeit auf Eis gelegt. «Und ohne Ortsplan gibt es auch keinen Detailbebauungsplan», sagte Philippe Voillat gestern an der Generalversammlung der Genossenschaft Laiterie de Gru­yère. «Ohne Detailbebauungsplan wiederum können wir kein Baugesuch einreichen.»

Bis 2025 soll alles fertig sein

Voillat, der das Projekt des neuen Ausstellungs- und Produktionsgeländes leitet, hofft nun, dass der Ortsplan im Herbst aufgelegt werden kann. So würde die neue Käserei in den Jahren 2023 und 2024 gebaut; 2025 könnten alle Gebäude fertiggestellt werden.

Während die neue Käserei gebaut wird, soll auf dem jetzigen Parkplatz ein provisorisches Gebäude für den Empfang, das Restaurant, den Markt und einige Büros errichtet werden.

In Zukunft soll die Schaukäserei kein Ausstellungskomplex mehr sein, sondern eher ein kleines Gruyères-Dorf mit vier Gebäuden um den Käsekeller und einer kleinen Parkanlage. Dazu soll der jetzige Bahnhofplatz verkehrsfrei werden und ein unterirdisches Parking entstehen. Dieses ist unterdessen nicht mehr zweistöckig geplant, sondern umfasst nur noch eine Etage mit 94 Parkplätzen.

Mehrere Geldgeber

Für dieses Projekt haben die Genossenschafter gestern an ihrer Generalversammlung einen Kredit von 17,5 Millionen Franken gesprochen. Der Sortenverband Interprofession du Gruyère hat bereits 4,5 Millionen Franken für das Bürogebäude gesprochen, der Verband der Milchproduzenten der Genossenschaft Laiterie de Gruyère (APLG) hat 12,3 Millionen Franken bewilligt. Zudem wird die Genossenschaft Subventionen in Anspruch nehmen können. Die Gemeinde Greyerz wird für die Zufahrtsstrasse aufkommen.

Genossenschaft als Bank

Philippe Voillat zeigte den Genossenschaftern auf, dass sie während der ersten sechs Betriebsjahre der neuen Schaukäserei quasi als Bank für die Milchproduzenten agieren werden: Denn in den ersten Jahren wird das neue Ausstellungs- und Produktionsgelände noch keinen Gewinn abwerfen. Es werde drei bis vier Jahre gehen, bis die roten Zahlen der Bauzeit wieder ins Schwarze drehten. «Danach aber kann die Genossenschaft Reserven schaffen», sagte Voillat.

Zahlen und Fakten

39 000 Franken Überschuss im 2019

Die Rechnung 2019 der Genossenschaft Laiterie de Gruyère schloss mit einem Gewinn von 39 000 Franken ab. Wie hoch der Gesamtaufwand war, will Direktorin Fabienne Porchet allerdings nicht bekannt geben. Im Jahresbericht aufgeführt ist das Vermögen der Genossenschaft: Es betrug Ende des letzten Jahres 1,97 Millionen Franken. Im Jahr 2019 hat die Genossenschaft 677 463 Gäste in der Schaukäserei in Pringy (siehe Haupttext) empfangen. Das sind sechs Prozent mehr als 2018.

njb

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