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200 Jahre Freiburger Gebäudeversicherung

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Autor: Nicole Jegerlehner

Granges-Paccot Der Schultheiss und der Grosse Rat haben die Kantonale Gebäudeversicherung (KGV) 1812 ins Leben gerufen. Dies als Reaktion auf verheerende Brände: 1805 hatte in Bulle ein Grossbrand gewütet, und in der gesamten Schweiz kam es immer wieder zu Gebäudebränden. Die neue Versicherung sei aber vorsichtig gestartet, wie Staatsrat Erwin Jutzet gestern vor den Medien ausführte: Sie bestand nur provisorisch für zwanzig Jahre. Zweimal verlängerte das Parlament die Dauer der Gebäudeversicherung, bevor sie 1872 definitiv bestätigt wurde.

«Schreckliche Dorfbrände»

Damit sei «das einzige Versicherungssystem» eingeführt worden, das imstande sei, «ein ausreichendes Kapital zu äufnen, um bei den schrecklichen Dorfbränden, die bis 1910 immer wieder auftraten, helfend eingreifen zu können», sagte Jutzet. Die Versicherung habe die Solidarität zwischen Stadt und Land gewährleistet, da alle gleich viel einzahlten – egal, was für ein Gebäude sie versicherten.

Die Geschichte der freiburgischen Gebäudeversicherung hat der Journalist und Autor Jean Steinauer in einem handlichen Buch zusammengefasst. Alle Versicherten der KGV werden das Buch zusammen mit der nächsten Rechnung erhalten.

Steinauer stützt sich dabei vor allem auf Dokumente aus dem Archiv der Gebäudeversicherung im Freiburger Staatsarchiv. Die Versicherung hat ab 2009 auf Vorschlag der «Société d’histoire du canton de Fribourg» eine systematische Bearbeitung des Archivs finanziert.

Im Jubiläumsjahr wird die Gebäudeversicherung verschiedene Wettbewerbe lancieren, Aktionen an Schulen durchführen, die Feuerwehrleute zu einem Abendessen einladen, eine 200 Kilometer lange Velotour durchführen und im Oktober Ehrengast an der Freiburger Messe sein. Am 15. Mai findet im Forum das offizielle Fest mit geladenen Gästen aus Politik und Wirtschaft statt. Zudem lanciert die Gebäudeversicherung eine App für Smartphones, welche die Benutzer im Notfall mit Verhaltenstipps und Notfallnummern versorgt.

Zehn Prozent der Prämien

Die Festivitäten im Jubeljahr kosten rund vier Millionen Franken. «Das sind weniger als zehn Prozent der Prämien, die wir jährlich einnehmen», sagte KGV-Direktor Jean-Claude Cornu.

Sie stellten das Programm der 200-Jahr-Feier vor: Erwin Jutzet, Jean-Claude Cornu und Marc-Antoine Pürro (v.l.).Bild Charles Ellena

Zahlen und Fakten

Weniger Feuer, mehr Elementarschäden

Rund 70 Personen arbeiten für die Kantonale Gebäudeversicherung Freiburg (KGV). Dazu kommen etwa 120 Schätzer. 4500 Feuerwehrleute sorgen in 97 Korps dafür, dass die Brände möglichst wenig Schaden anrichten. Gegründet wurde die Versicherung aufgrund der vielen Brände, die vor 200 Jahren Dörfer und Städte verwüsteten. Heute machen Brände nur noch einen kleinen Teil des Schadens aus, den die KGV abdeckt: Bessere Baumaterialien, Schutzvorrichtungen und eine gut ausgebildete Feuerwehr sorgen dafür. Gestiegen sind hingegen die Elementarschäden. «Die beherrschen wir nicht», sagte Jean-Claude Cornu, Direktor der Gebäudeversicherung, gestern vor den Medien. njb

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