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3500 Kilometer auf zwei Rädern

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«Ich musste alles anschaffen: Velo, Helm, entsprechende Kleidung. Es war Neuland für mich», erzählt Valentine Bulliard den FN lachend. Von Dezember 2017 bis Mai 2018 ist die 30-jährige gebürtige Ueberstorferin mit ihrem Verlobten Christoph von Toggenburg durch Asien gereist. Ihr Hauptfortbewegungsmittel: das Velo. Am Wochenende hält das Paar in Uebers­torf einen Vortrag über ihre 3500 Kilometer lange Reise und zeigt Filme, die der 42-jährige von Toggenburg in Asien aufgenommen hat (siehe Kasten).

Neue Art zu reisen

«Ich war nie eine grosse Fahrradfahrerin», sagt Bulliard. Dass sie eines Tages mit ihrem Verlobten auf dem Velosattel fremde Länder bereisen würde, hätte sie niemals gedacht. «Das ist aber die Art von Christoph, wie er reist und die ihn ausmacht. Metaphorisch gesehen ist es wie eine Sprache für ihn, die ich lernen wollte.» 2002 ist von Toggenburg alleine von Neu Delhi bis in die Schweiz geradelt, um Spendengelder für Leprakranke zu sammeln. Von einer weiteren Rad­expedition durch den Himalaja für einen ebenfalls guten Zweck hat er zudem einen Dokumentarfilm gedreht, für den er über 50 internationale Filmpreise gewonnen hat.

Soziales Engagement

Bulliard und von Toggenburg erkundeten Laos, Kambodscha, Nepal und Indien auf zwei Rädern. Das zu Nepal gehörende Königreich Mustang an der Grenze zu Tibet haben sie zu Fuss entdeckt. Es sei ihnen wichtig gewesen, gemeinsam Länder zu bereisen, die sie noch wenig kannten und sich auch sozial zu engagieren. Das Paar arbeitete im indischen Banyan an einem Projekt, das von Toggenburg seit über 17 Jahren unterstützt: Es hilft geistig behinderten und obdachlosen Menschen, damit sie wieder in ihre Familien integriert werden können.

Gefallen gefunden

So lange auf einem Velo unterwegs zu sein, hat Bulliard begeistert. Sie habe viele abgelegene Gegenden besucht, weil sie und ihr Verlobter mit dem Rad mehrere Stopps einlegen mussten, bis sie zu den weit auseinanderliegenden Hauptstädten kamen. Ihre Ansprüche an Reisekomfort seien sofort gesunken, sagt Bulliard. Nach sechs Stunden Velofahren habe man einfach nur Hunger, da sei es egal, was auf den Tisch komme. «Ich glaube, ich habe noch nie in meinem ganzen Leben so viel gegessen», sagt die Anwältin schmunzelnd. «Ich habe so viel Energie beim Velofahren verbraucht, die musste ich mit dem Essen wieder zu mir nehmen.» Manchmal konnten sie auch während mehreren Tagen nicht richtig duschen, weshalb sie sich beispielsweise in einem Fluss waschen mussten.

Schwere Streckenabschnitte

Das Land mit dem Fahrrad zu bereisen sei einzigartig. Trotz der schönen Erfahrung habe es auch Tiefschläge gegeben. Sie sei einige Male hingefallen, habe sich aber nie mehr als ein paar Schürfwunden zugezogen. Die Strassen seien oft sehr holprig und mit Schlamm bedeckt gewesen. Manchmal habe es in einer Tagestour keinen einzigen flachen Streckenabschnitt gegeben – nur steil rauf oder runter. Die Reise habe sie beide herausgefordert, und ohne Teamwork wäre es nicht machbar gewesen.

Doch jeder Pedalentritt habe sich gelohnt. Die Landschaften in Asien seien fantastisch, die Kulturen kennenzulernen hätte neue Blickwinkel eröffnet. Ein besonderer Moment sei der Besuch ihrer Schwester Eugénie in Kambodscha gewesen, mit der sie die Ruinen von Angkor Wat erkundet habe.

«Ich glaube, ich habe noch nie in meinem Leben so viel gegessen. Ich habe so viel Energie beim Velofahren verbraucht.»

Valentine Bulliard

Veloreisende und Anwältin

Vortrag

Über Erfahrungen und Privilegien

Valentine Bulliard und Christoph von Toggenburg halten am Samstag, 26. Januar, in Ueberstorf einen Vortrag über ihre Reise durch Asien. Sie zeigen stille und bewegte Bilder und erzählen Geschichten von ihren Abenteuern.

jp

Gasthof zum Schlüssel, Ueberstorf. Sa., 26. Januar, ab 17 Uhr Apéro, um 18 Uhr Präsentation. Mehr Infos unter: www.gasthofzumschluessel.ch/agenda

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