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6000 Menschen singen auf dem Platz

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Ein Rekord: Die Schubertiade lockt 45 000 Besucherinnen und Besucher nach Freiburg

Autor: Von IRMGARD LEHMANN (Text) und Charly Rappo (Bilder)

Die junge Mutter mit dem Kind am Arm, Frauen, Männer, Mittelalterliche und Ältere in strammem Schritt, mit Wohlfühlsandalen an den Füssen, den Wandersack am Rücken, Gäste mit Plastiktaschen, solche in elegantem Kostüm und schickem Hut.

Ein grandioser Anblick

Die Schubertiade in Freiburg war ein einzigartiges Schau- und Hörspiel. Der spätsommerliche Sonnentag hat das Seine dazu beigetragen. Menschen kamen in Scharen, die meisten von auswärts. Denn es gab nicht nur die Musik zu entdecken, sondern auch eine Stadt und deren Säle und Kirchen.Viele frohe und gelöste Gesichter lächelten einem zu, in der Kirche, auf den Plätzen, überall da, wo Musik erklang. «Sorgen und Mühsal verschwinden, wenn Menschen singen», sagte der Moderator am Mittag zu den 6000 Menschen, die auf der Oberen Matte in der Altstadt von Freiburg Schuberts Deutsche Messe sangen. Ein einzigartiger Anblick, wie die Menschenmenge dastand mit der Partitur in der Hand, ganz der Musik hingegeben, alle auf das kleine Zelt ausgerichtet, dort, wo der 80-jährige André Charlet dirigierte und sich mit Gedanken an Schubert für den grossartigen Applaus bedankte. «Schubert, dieser arme, unscheinbare Mann, der in seinem kurzen Leben erfolglos war. Ihm, diesem Genie verdanken wir die Schubertiade.» Charlet hat das Fest der klassischen Musik 1978 ins Leben gerufen.Besonders glücklich schätzen durften sich jene, die am Samstagabend in der Franziskanerkirche die 8. Sinfonie von Schubert («Unvollendete») und die Grosse Messe in Es-Dur hören konnten. Unter der Direktion von Christian Zacharias spielte das Kammerorchester Lausanne die «Unvollendete» mit hinreissender Dynamik, vom Publikum begeistert aufgenommen.Brillant ebenfalls die Interpretation der Grossen Messe in Es-Dur mit den drei Freiburger Chören (Accroche-Choeur, Ensemble vocal DeMusica und Divertimento vocale) und den hervorragenden Solistinnen und Solisten.

Erwartungen übertroffen

In Freiburg fand die 15. Auflage der Schubertiade statt. 40 000 Besucherinnen und Besucher hat Espace 2 Radio Suisse Romande – RSR ist Veranstalter – erwartet. Gekommen sind rund 45 000. Ein Rekordergebnis, wie François Page, Vorstandspräsident RSR «Schubertiade» sagte.Einige Säle und Kirchen in der Stadt waren denn auch zum Bersten voll – wie etwa die Kathedrale am Samstagnachmittag. Unter der Leitung von Philippe Morard führte das «Ensemble vocal de Villars-sur-Glâne» das Requiem von Fauré auf. Auf die Frage, nach welchen Kriterien das Publikum gewählt hat, meinte der Dirigent: «Der Aufführungsort stand wohl an erster Stelle, das Werk an zweiter und die Ausführenden an dritter Stelle.» Was ihn aber vor allem freue, sei der grosse Anklang, den die klassische Musik gefunden hat: «Die Schubertiade zeigt doch, wie populär klassische Musik ist.»

Das nächste Mal in Payerne

In zwei Jahren ist es wieder so weit. Am 5. und 6. September 2009 findet die 16. Auflage in Payerne statt. Seit 30 Jahren sei die Stadt Kandidat, bemerkte François Page: «Jetzt muss wieder einmal das Waadtland an der Reihe sein.» (2005 in Neuenburg).

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