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90 Prozent sind für weitere Druckmittel

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90 Prozent sind für weitere Druckmittel

Lehrerverband lanciert Umfrage über weitere Aktionen

Über 90 Prozent der Freiburger Lehrer sind bereit, weitere Druckmittel einzusetzen, um ihren Anliegen Nachdruck zu verleihen. Den zu grossen Klassen, zu tiefen Löhnen und der Reduktion der Stundentafel gelten gemäss einer Umfrage die grössten Bedenken.

Als der Staatsrat vor zwei Jahren über Sparmassnahmen im Bildungsbereich verfügte, war für viele Lehrerinnen und Lehrer das Mass des Ertragbaren erreicht. Der Dachverband der Freiburger Lehrer (DFL) lancierte im Dezember 2002 eine Petition und am Donnerstag, 20. März 2003, fand ein zweistündiges «Time-out» statt. Eine Vielzahl Lehrpersonen beider Kantonsteile unterstrich den Unmut der Lehrerschaft mit verschiedensten Aktionen, wie der DFL in einer Medienmitteilung schreibt.

Ermutigt durch die hohe Beteiligung am Time-out richtete der Dachverband an alle Freiburger Lehrpersonen eine Umfrage. Im DFL sind sämtliche Lehrpersonen von Kindergarten, der Primar- und Sekundarschule sowie der Gymnasien vertreten und zwar sowohl des französisch- wie auch deutschsprachigen Kantonsteils.
In der Umfrage wurden folgende Fragen gestellt: Welche Anliegen soll der DFL als Schwerpunkte für Ihre Stufe bearbeiten? Welche Massnahmen würden Sie unterstützen, um Ihre Schwerpunkte zu erreichen? Würden Sie auch eine andere Stufe mit einer Massnahme unterstützen?

Klassengrösse beeinflusst
Unterrichtsqualität

Ungefähr die Hälfte aller Lehrpersonen haben die Umfrage beantwortet. Die Auswertung ergab, dass auf allen Stufen die Klassengrösse das grösste Problem (80 Prozent) ist und daher prioritär behandelt werden muss. Der Lehrerverband weist darauf hin, dass die grossen heterogenen Klassen einen negativen Einfluss auf die Unterrichtsqualität haben und die Lehrpersonen überlasten.

Ein weiteres Anliegen der Lehrerschaft sind die im schweizerischen Vergleich tiefen Löhne der Lehrerschaft (47 Prozent). Vor allem die Lehrpersonen des Kindergartens und der deutsche Kantonsteil messen diesem Anliegen gemäss der Umfrage einen hohen Stellenwert zu.
Die Reduktion der Stundentafel auf OS-Stufe (36 Prozent), das Einfrieren der Stützstunden (33 Prozent), die Zunahme der Aufgaben innerhalb der Schule, verursacht durch das Einfrieren der Mitarbeiterstunden, (31 Prozent) bereiten den Lehrpersonen ebenfalls Sorgen. Weitere Problemkreise sind gemäss Auswertung des Lehrerverbandes die Arbeitszeit und die Integrationsproblematik.
90 Prozent der Lehrpersonen erklären sich laut Umfrage bereit, weitere Druckmittel einzusetzen, um ihre Anliegen kundzutun. Sechs verschiedene Aktionen würden von ungefähr je einem Drittel der Lehrpersonen unterstützt: Organisation eines Tages der offenen Tür, Dienst nach Vorschrift leisten, Demonstrationen, zweites Time-out, Praktikanten verweigern, Mitarbeit in den Arbeits- und Fachgruppen niederlegen. Auch wenn die Lehrpersonen des Waadtlands und Genfs des Öftern streiken, wäre nur ein Fünftel der Freiburger Lehrpersonen bereit, diesen Beispielen zu folgen.

Drei Viertel aller Antwortenden würden eine Aktion einer anderen Schulstufe unterstützen. Hier muss jedoch festgestellt werden, dass die Solidarität auf der deutschsprachigen Seite grösser wäre. Weiter muss bemerkt werden, dass eine von zehn Lehrpersonen nicht auf diese Frage geantwortet hat.

Wunsch nach
partnerschaftlicher Lösung

Der DFL nimmt Kenntnis von den Resultaten dieser Umfrage und freut sich besonders über den Ausdruck einer starken Solidarität zwischen den verschiedenen Schulstufen, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Da sich unter dem Druck der Sparmassnahmen die Arbeitsbedingungen und die Qualität der Freiburger Schulen schrittweise verschlechtern, sei die Lehrerschaft bereit, sich zu mobilisieren. Deshalb wünscht die DFL partnerschaftliche Lösungen in Zusammenarbeit mit der Direktion für Erziehung, Kultur und Sport zu finden: Einerseits um die Rahmenbedingungen des Lehrberufes zu verteidigen, andererseits aber auch, um jedem Schüler des Kantons eine qualitativ gute humanistische Bildung zu garantieren. FN/Comm.

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